Vom Glück zu reisen

17/07/2019

Egal, ob ihr schon in den Ferien seid, sie bereits hinter euch habt oder erst nach den langen Schulferien plant, übers Reisen nachdenken, geht ja immer, oder? Noch besser geht es mit Philipp Laages "Vom Glück zu reisen", dem etwas anderen Reisehandbuch.

 

 

"Vom Glück zu reisen" vom deutschen Autor und Reisejournalisten Philipp Laage ist im Frühjahr 2019 im neu gegründeten Reisedepeschen Verlag erschienen. Am Ende des Beitrags findet ihr ein kleines Verlagsporträt - ein junger Verlag, dessen Programm ihr im Auge behalten solltet!

 

Aber zuerst zum Buch: Seid ihr mehr so die Strandlieger, die Everestbesteigerinnen, Digital-Detox-Ferienmenschen, urlaubsbedingte Yoginis, auf Nachhaltigkeit bedachte Sommeralpbewohner oder Sehenswürdigkeitenjägerinnen? Oder irgendeine Mischung aus allem? Egal, dieses Reisehandbuch passt immer!

 

Macht Reisen glücklich?

Philipp Laage geht auf knapp 300 Seiten so ziemlich allen Fragen nach, die man sich rund ums Reisen stellen kann und teilweise auch muss: Taugt das Reisen zur Selbstfindung? Muss ich wirklich alles gesehen haben? Wie begegne ich fremden Kulturen? Wie reise ich (Flugscham ahoi!) und wie sicher ist mein Reiseziel? Wo treffe ich noch auf authentische Traditionen und Bräuche und wie schleppe ich diese in Form von Souvenirs wieder mit nach Hause? Und reise ich besser in der Gruppe, mit Freund oder Freundin oder doch ganz alleine? Und überhaupt, sollte ich das alles auf Instagram posten?

 

"Niemand braucht heutzutage noch einen Reiseführer mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten, Hotelempfehlungen und Restauranttipps. Lieber ein Buch über Land und Leute mitnehmen, gerne auch Literarisches." (S. 36)

 

Besonders gefällt mir, wie Philipp Laage seine Gedanken immer wieder einordnet - in soziologische, psychologische und philosophische Theorien oder in Gedanken berühmter Autorinnen und Autoren der Reiseliteratur (z.B. Alain de Botton, John Krakauer, Roger Willemsen etc.). Und wie er sie mit Berichten von eigenen Reisen (er blickt auf Reiseerfahrung aus über 70 Ländern aller Welt zurück) und seinem (selbst-)kritischen Blick veranschaulicht und uns buchstäblich mit auf Reisen (nicht nur physisch, sondern auch psychisch) nimmt. Und dabei kommt er selbst zu einleuchtenden Erkenntnissen, die er treffend, teils fast poetisch zu formulieren vermag:

 

"Je reicher dich der Tag auf Reisen beschenkt, umso spartanischer kann die Herberge sein". (S. 47)

 

"Auf Reisen sollten wir uns selbst vergessen, uns als Sandkorn wahrnehmen, unsere vermeintliche Wichtigkeit zurückstellen. Den Blick nach aussen richten statt nach innen. Vergessen wir die Illusion, da draussen unser wahres Selbst zu finden und mit nach Hause zu bringen." (S. 114)

 

"Wer sich einen Reim auf die Welt machen will, braucht einen inneren Raum, der nicht permanent mit Informations-Gerümpel vollgestellt wird. Hat sich jemals ein Reisender an die Stunden erinnert, die er mit dem Handy verbracht hat?" (S. 211f.)

 

"Auf Reisen trennen wir uns im besten Fall auch von ein paar Glaubenssätzen über das Glück: die Einbildung, dass vor allem zählt, ob andere unser Leben für schillernd und aufregend halten; die Annahme, dass eine möglichst enge Taktung krasser Erlebnisse wichtiger ist als die Art und Weise, wie wir den Tag beginnen..." (S. 291)

 

 

Optik und Haptik ergänzen den Inhalt

Wie es sich für ein Buch aus dem Hause des Reisedepeschen Verlags gehört (siehe dazu unten), überzeugt das Buch nicht nur mit seinem Inhalt, sondern auch optisch und haptisch: Der Umschlag ist angenehm matt, es gibt ein Lesebändchen, das Layout überzeugt mit den roten Akzenten und die Bilder und Karten sind eh ein Hingucker.

 

 

Fazit

"Vom Glück zu reisen" ist ein Buch für alle Entdecker, Abenteurerinnen und Weltenbummler, die die Welt nicht nur bereisen, sondern auch einmal (oder besser öfter) darüber nachdenken wollen, was sie denn da tun und was das Reisen mit ihnen macht und sie selbst mit ihren Reisezielen. Ein Reisehandbuch, das sich zudem bestens als Geschenk zur Überbrückung der Zeit bis zum nächsten Aufbruch in die Ferne eignet! 

 

 

Die Fakten

Vom Glück zu reisen

Philipp Laage

Reisedepeschen Verlag

304 Seiten

Erschienen am 08.03.2019

ISBN: 978-3-96348-004-1

 

Einblick und Bestellung bei Reisedepeschen

 

 

Der Reisedepeschen Verlag - Reisebücher für Entdecker

Johannes Klaus und Marianna Hillmer (im Bild) haben den Reisedepeschen Verlag 2018 in Berlin gegründet. Sie schaffen damit eine Verbindung zwischen den boomenden Reiseblogs und der Welt der Bücher. Bei ihren Büchern legen sie Wert auf ein stimmiges Gesamtpaket aus Inhalt, optischer und haptischer Gestaltung. So entstehen Reisehandbücher, inspirierende Bildbände und gedankenvolle Lesebücher, die zum bewussten und nachhaltigen Reisen anregen sollen.

 

 

Hier eine Auswahl an weiteren Tipps aus dem ersten (Herbst 2018) und zweiten (Frühjahr 2019) Verlagsprogramm:

 

Spielplatzguide Berlin - die genialsten Spielplätze und besten Eisdielen

 

Berlin hat die schönsten Orte nur für Kinder reserviert: die Spielplätze. Sie befinden sich in den Parks, Hinterhöfen und Seitenstraßen, an den Seen und Kanälen der Hauptstadt. Entdeckt die genialsten Spielplätze und Eisdielen der Hauptstadt!

 

 

 

Inselguide Thailand. Geheimtipps von Freunden

 

Das Reisehandbuch begleitet dich in die thailändische Inselwelt – wie ein guter Freund, der dir seine Lieblingsplätze zeigt. 
Nur ausgewählte Orte, die einen besonderen Reiz haben. Wichtige Infos, die im Reisealltag relevant sind. Geschichten, die Träume befeuern.
Finde dein persönliches Inselparadies!

 

 

 

Roadtrip - Eine Liebesgeschichte

 

Ihr erstes gemeinsames Zuhause ist ein Unimog-Van. Jen und Peter kennen sich erst vier Monate, als sie beschließen, zusammen die Welt zu befahren – ihre Hochzeitsreise wird ein epischer Roadtrip.

Für alle Vanlife-Begeisterten, Liebespaare und jeden Road­trip-Fan.

Das perfekte Geschenk für abenteuerlustige Hochzeitspaare.

 

 

 

Reisehandbuch: Deutschland im Winter. Geheimtipps von Freunden

 

Dieses Reisehandbuch begleitet dich durch die kalte Jahreszeit – wie ein guter Freund, der dir seine Lieblingsplätze zeigt.
Eine gemischte Tüte, farbenfroh gefüllt mit ausgefallenen Ideen, um die eigene Heimat (bzw. den grossen Kanton ;-)) im Herbst und Winter zu entdecken.

 

 

 

PS: Herzlichen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar.

Fotos: Eliane Fischer, 2019.

Buchcover: Reisedepeschen Verlag.

 

 

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