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Ellas Elfentanz

Das Schultheater steht bevor. Ella möchte unbedingt die Rolle der Elfe spielen. Ob das gelingt? Ihr erfahrt es in "Ellas Elfentanz" von Annika Klee und Stella Eich.


Ellas Elfentanz - Annika Klee, Stella Eich (Jupitermond Verlag 2022)

Der Jupitermond Verlag nimmt sich in seinen Büchern besonderen Themen an und lässt Diversität im Bilderbuch hochleben. Das gilt auch für die "Wunderbare-Wesen"-Reihe von Annika Klee und Stella Eich, zu der das Bilderbuch "Ellas Elfentanz" gehört.


Das Duo aus Autorin und Illustratorin spricht mit "Ellas Elfentanz" das Thema Behinderung an. Das Besondere? Ellas Rollstuhl spielt nur auf der Bildebene eine Rolle. Für die Handlung ist ihre Behinderung völlig irrelevant.


Entsprechend sehen wir hier ein Mädchen im Rollstuhl in der Hauptrolle, ohne dass dieser Charakter auf die Behinderung reduziert wird oder besondere Hindernisse überwinden muss. Im Gegenteil: Ella ist ein Kind wie die anderen auch und sie möchte unbedingt die Rolle der Elfe im Schultheater spielen. Dazu gehört viel Text und erst noch ein ein Tanz. Zu so einer Rolle gehört ganz schön viel Mut!


Soll sie sich wirklich trauen? Am Tag der Rollenverteilung ist Ella wahnsinnig aufgeregt, kann sich kaum auf den Schulstoff konzentrieren. Das merkt die Lehrerin und fragt deshalb, wer sich für die Rolle der Elfe interessiere. Und tatsächlich, Ella überwindet ihre Scheu und spricht und tanzt für die Rolle vor. Und das gelingt ganz wunderbar.


"Die Arme sich im Tanze biegen. Wie sie schwirren, gleiten, fliegen! Es ist, als hüpfe Elfenlicht im leichten Tanz als Elfenkranz um Ellas schimmerndes Gesicht."

Sie bekommt die Rolle! Und die Aufführung? Sie wird magisch, das sei an dieser Stelle verraten!


Stella Eich hat den Text von Annika Klee passend zur Geschichte elfengleich illustriert. Es dominieren zarte Pastelltöne und überall scheint Elfenglanz in den Bäumen und in der Luft zu schweben. Die Grösse der Bilder reicht von kleinen Szenen bis zu doppelseitigen Bildern. Die Kinder sind vielfältig dargestellt, was zum Beispiel Haarfarben, Hauttöne oder Brillen angeht. Ein Mädchen kann asiatisch gelesen werden.



Der Text von Annika Klee ist in Reimform gehalten. Das führt beim Vorlesen zu einer schönen Rhythmisierung. Allerdings sind die Verse nicht immer ganz flüssig, die Reime überzeugen nicht durchgehend. Ich denke, die Geschichte hätte auch ohne Reime gut funktioniert. Da ich beim Vorlesen auf Schweizerdeutsch übersetze und es da sowieso schwierig ist, alle Reime zu erhalten, stören mich die kleinen Mängel aber nicht.


Wie immer beim Jupitermond Verlag ist auch dieses Kinderbuch klimaneutral in einer deutschen Druckerei hergestellt worden. Ich mag die Haptik des strukturierten Umschlags und der matten Seiten sehr. Besonders schön ist, dass man mit dem Kauf des Buches auch noch den Verein "Sozialheld*innen" unterstützt, der sich dafür einsetzt, dass Menschen mit Behinderungen bei Produkten und Dienstleistungen mitgedacht werden und so weniger Barrieren begegnen.


Fazit

"Ellas Elfentanz" von Annika Klee und Stella Eich rückt ein Mädchen im Rollstuhl in den Fokus. Die Geschichte kommt aber ganz ohne die direkte Thematisierung ihrer Behinderung aus und trägt dadurch zur Normalisierung bei. Eine wunderbar beflügelnde Geschichte über ein mutiges Mädchen!


Die Fakten

Annika Klee (Text)

Stella Eich (Illustration)

Jupitermond Verlag

28 Seiten

Erschienen am 21.09.2022

Hardcover

ISBN: 978-3-949239-18-2

Ab 4 Jahren





PS: Herzlichen Dank an den Jupitermond Verlag für das Rezensionsexemplar.


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