Selbst ist die Frau

22/04/2019

Die vier Gründerinnen von Tadah wissen sich zu helfen und wollen einen Coworking Space mit Kinderbetreuung auf die Beine stellen. Ein Crowdfunding-Projekt, das mich zu ein paar Buchtipps über starke Mädchen und Frauen inspiriert hat. Voilà.

 

 

Vereinbarkeit von Beruf und Familie möglich machen - nicht nur für Mütter, auch für Väter!

Zuerst zum Projekt, das auch ihr unterstützen könnt! Ein Coworking Space mit Kinderbetreuung, das Projekt der vier Frauen und Mütter von Tadah, ist auf der letzten Finanzierungsmeile. Dafür haben sie eine Crowdfunding-Kampagne mit super coolen Belohnungen gestartet. Auf tadah.wemakeit.com könnt Ihr einen Sprung ins Bällebad ersteigern, einen feinen Kräuterschnaps, wunderhübsche Postkarten und natürlich einen Platz im Tadah Coworking Space mit Kinderbetreuung. Ein Projekt, das es zu unterstützen lohnt. Helft auch mit – für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Die letzten 7 Tage laufen!

 

 

Starke Frauen und Mädchen im Bilderbuch

Wie die vier Frauen von Tadah macht auch Roberta Tannenbaum in "Königin für eine Nacht" von Leonora Leitl ihren Traum von der Selbständigkeit wahr. Mehr über das wunderschön illustrierte und klischeefreie Bilderbuch ab 4 Jahren erfahrt ihr im Blogbeitrag von letzter Woche.

 

 

 

 

 

Unter den Bilderbüchern empfehle ich auch immer wieder gerne "Frida Kahlo und ihre Tiere", die kindgerecht erzählte Geschichte von Monica Brown und John Parra über das Mädchen Frida und die weltberühmte Malerin, die aus diesem Mädchen wurde.

 

 

 

 

 

Ebenfalls äusserst gut zu helfen weiss sich Lotta in Astrid Lindgrens Klassiker "Na klar, Lotta kann Rad fahren" (ebenfalls ab 4 Jahren). Zum Inhalt muss ich wohl nicht mehr verraten. Das Bilderbuch wird bei uns jedenfalls heiss geliebt und gehört in jedes gut sortierte Bücherregal.

 

 

 

 

 

 

 

Vom Titel und vom Cover her gar nicht vermuten würde man vielleicht, dass auch in Cornelia Funkes und Kerstin Meyers "Käpten Knitterbart und seine Bande" ein starkes, unerschrockenes Mädchen steckt. Wer mehr über Molly erfahren möchte, kann meine ausführliche Besprechung bei buuu.ch nach lesen.

 

 

 

 

 

 

Furchtlose, unerschrockene und rebellische Heldinnen in Kinder- und Jugendbüchern

"Beatrice die Furchtlose" heisst nicht umsonst so, sie hat sich den Namen selbst ausgesucht, weil sie keinerlei Angst kennt und im Kampf mit Prinzessinnen, Drachen und Räubern allen zeigt, wo der Hammer hängt. Ein geniales Buch für abenteuerlustige Erstleser*innen oder zum Vorlesen ab 5 Jahren.

 

 

 

 

Wenn es um starke Frauen und Mädchen geht, die ihre Träume wahr machen, dürfen natürlich die "Good Night Stories for Rebel Girls" von Elena Favilli und Francesca Cavallo nicht fehlen. Ich habe über Band 1 und Band 2 sowie über das neue Postkartenset bereits ausführlich berichtet. Der Hanser Verlag empfiehlt beide Bände ab 12 Jahren.

 

 

 

Für etwas ältere Leser*innen bieten sich auch die Porträts unerschrockener Frauen der berühmten französischen Comiczeichnerin Pénélope Bagieu an. Auch von "Unerschrocken" gibt es bereits zwei Bände, die ich euch in diesem Blogbeitrag vorgestellt habe. Die je 15 Proträts sind ausführlicher als die Gute-Nacht-Geschichten der Rebel Girls und daher auch eher für ältere Jugendliche oder Erwachsene zu empfehlen.

 

 

 

 

 

Gleichberechtigung, Vereinbarkeit und Empanzipation als Thema in Büchern für Erwachsene

Wenn es in einem Buch um die Autorin und Philosophin Simone de Beauvoir geht, ist klar, dass es auch um die Gleichstellung der Geschlechter geht, um einen radikal emanzipierten Lebensstil, um die freie Liebe. Denn sie war eben nicht nur die Partnerin von Jean-Paul Sartre, sondern eigenständige Denkerin und eine Ikone des Feminismus. Das beschreibt uns Julia Korbik in ihrem Sachbuch "Oh, Simone!" so überzeugend, dass wir nicht nur richtig Lust bekommen, Simone de Beauvoir und ihre Romane wiederzuentdecken, sondern auch angeregt werden, kritisch zu denken und unser Leben selbstbestimmt und unabhängig zu führen.

 

 

 

Philosophie können natürlich nicht nur Französinnen. Vanessa Sonder und Patrizia Hausheer stehen den feministischen Vorreiterinnen in ihren philosophischen Bargesprächen in nichts nach. In "Was soll das alles" haben die beiden Philosophinnen ihre Gespräche über den Sin des Lebens, die Selbstverwirklichung, die Liebe und andere grosse Fragen des Lebens festgehalten. Ein kleines Bändchen aus dem Schweizer Arisverlag, das zum Mitdenken und Weiterspinnen einlädt. Wer Lust auf mehr hat, kann die beiden ab jetzt auch regelmässig in ihrer Kolumne in der NZZ entdecken.

 

 

 

Wir bleiben in der Schweiz, werfen aber mit "Zehn unbekümmerte Anarchistinnen" von Daniel de Roulet einen Blick zurück ins 19. Jahrhundert. Verständlich, dass damals ein unabhängiges und gleichgestelltes Leben für Frauen in der Schweiz noch viel schwieriger war, sowohl aufgrund der wirtschaftlichen Voraussetzungen als auch des vorherrschenden politischen Konservativismus. So ergeht es auch zehn Frauen in der Uhrenstadt Saint-Imier: Inspiriert von den Freiheitsideen der Antiautoritären Internationalen wandern sie nach Südamerika aus, um sich dort ein selbstbestimmtes Leben aufzubauen. Die Realität zeigt allerdings schnell, dass sie in Patagonien nicht nur mit dem rauen Wind, sondern auch mit den dortigen patriarchalen Strukturen zu kämpfen haben. Wie ihnen ein Leben in Freiheit gelingt, zeichnet Daniel de Roulet aufgrund historischer Dokumente und mithilfe seiner Vorstellungskraft eindrücklich nach.

 

Für schwarze Frauen in den USA der 1960er-Jahre ging es nicht nur um den Kampf für die Gleichstellung und Emanzipation unter den Geschlechtern, sondern zusätzlich um den Kampf um die Bürgerrechte und damit verbunden die Frage, ob die Liebe wirklich keine Farben kennt. In diesem Spannungsfeld der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung spielen die Erzählungen - oder neudeutsch Storys - der verstorbenen Theater- und Drehbuchautorin Kathleen Collins. Was für ein Glück, dass ihre Tochter Nina diese Erzählungen 18 Jahre nach ihrem Tod entdeckt und zur Veröffentlichung gebracht hat! Die Storys in "Nur einmal" lassen uns erahnen, was für eine besondere Frau Kathleen Collins war, und bedauern, dass sie viel zu früh aus dem Leben gerissen wurde.

 

Bei den Stichwörtern Gleichstellung und Hautfarbe kommt mir auch gleich Chimamanda Ngozi Adichie in den Sinn, die neben ihren preisgekrönten Romanen wie "Americanah" oder "Blauer Hibiskus" auch Kurzgeschichten schreibt und sich regelmässig öffentlich zum Thema Feminismus äussert. So zum Beispiel im TED-Talk, der auch dem Buch "Mehr Feminismus! Ein Manifest und vier Stories" zugrunde liegt. Oder in ihrem Brief "Liebe Ijeawele..." an eine Freundin mit 15 Ratschlägen wie eine feministische Erziehung gelingen kann.

 

 

Apropos Feminismus: Wer lieber Feministisches hört als liest, dem seien hier drei Podcasts empfohlen:

 

Mehr Bücher über starke Mädchen und Frauen, feministische Literatur und Sachbücher findet ihr auch bei MINT & MALVE auf Pinterest.

 

 

 

Herzlichen Dank für die Rezensionsexemplare an: Arisverlag, Kampa Verlag, kunstanstifter, NordSüd Verlag, Reprodukt und Hanser Verlag. Die übrigen Bücher sind selbstgekauft.

 

 

Like it? Pin it!

Magst du diesen Blogbeitrag oder einzelne Buchtipps daraus? Dann freue ich mich sehr, wenn du diesen Pin auf Pinterest teilst!

 

 

 

 

 

Please reload

NEUE BEITRÄGE

Please reload

BLOG PER E-MAIL ABONNIEREN

ÄHNLICHE BEITRÄGE

Please reload

© 2019 by mintundmalve