Federleicht und bärenstark

11/01/2020

Haben eure Kinder auch eine Sammlung von Federn? Bei uns gehören sie zu den beliebtesten Fundstücken. Das Sachbilderbuch "Die Feder" von Britta Teckentrup liefert ganz viel Wissenswertes über dieses Wunderwerk der Natur.

 

 

Britta Teckentrup ist Garantin für gute und vor allem schöne Kinderbücher. Das hat sie wie schon so oft auch mit "Das Ei" bewiesen, das ich ebenfalls in einem Beitrag besprochen habe. Da aus vielen - aber natürlich nicht allen! - Eiern Vögel schlüpfen, ist es eigentlich nur folgerichtig, dass sie sich auch diesem Naturwunder in einem eigenen Bilderbuch angenommen hat.

 

Federn faszinieren Menschen schon immer. Kein Wunder! Dank ihnen können Vögel fliegen, Enten stundenlang auf dem eiskalten See dümpeln und wir warm zugedeckt schlafen. Schon mehr überrascht hat mich, dass es sogar einen Fachbegriff für die Vogelfederkunde gibt: die Plumologie. Das wäre doch mal ein Berufswunsch!

 

Von wissenswert bis überraschend

Wer es nicht gleich so weit treiben will, kann seinen Wissensdurst auch mit "Die Feder" schon ziemlich gut stillen. Wir erfahren nämlich, wie eine Feder entsteht, woraus sie besteht (Keratin) und wie sie beschaffen ist. Dann lernen wir die unterschiedlichen Federtypen von Daunen bis Fadenfedern kennen und bestaunen ihre Farbenpracht. 

 

Dass Federn dem Fliegen dienen (ausser vielleicht bei Pinguinen und einigen anderen flugunfähigen Vögeln) wissen wir schon, auch dass Daunen Wärme spenden. Federn haben aber viele weitere Funktionen. Wusstet ihr zum Beispiel, dass Schwäne aktiv dafür sorgen müssen, dass die Federn ihrer Jungen wasserabweisend werden? Sie tragen dafür mit ihrem Schnabel eine Schutzschicht aus Öl auf. Reiher geniessen schon mal eine Art Pflegespülung, indem sie sogenannte Puderfedern zerdrücken und im Gefieder verteilen. Und manche Vögel können mit ihren Federn sogar singen.

 

Neben der biologischen Seite, kommt Britta Teckentrup auch auf den kulturellen Aspekt von Federn zu sprechen. Schon die Griechen und Ägypter liessen sich von Federn und Flügeln für ihre Fabelwesen und Geschichten inspirieren. Auch für die Ureinwohner Nordamerikas waren Federn voller Symbolkraft. Hierzulande diente sie lange als Schreibwerkzeug und schmückte die Hüte edler Damen und Herren. Später wurde sie zum Vorbild für die ersten Flugmaschinen. Eine Feder hat es sogar bis zum Mond geschafft. Wie und weshalb sie immer noch dort liegt, erfahrt ihr im Buch!

 

Kunstvoll illustriert

Britta Teckentrup hat mit ihrer besonderen Technik auf Basis von Collagen unfassbar schöne Federn in ihr Buch gezaubert: Da finden sich Daunen so zart, dass man meint, sie müssten sich flauschig anfühlen. Von grob strukturierten Möwen bis zu den feinsten Verästelungen einer Feder ist alles dabei.

 

Fazit

"Die Feder" von Britta Teckentrup zeigt Kindern ab 6 Jahren und Interessierten jeden Alters, wie vielfältig, multifunktional, bunt, tarnend, windschnittig, schützend, fein und stark Federn sind. Wie nebenbei vermittelt sie auf fast 100 Seiten in einfachen, aber informativen Texten viel Wissenswertes über das Vogelkleid.

 

Die Fakten

 

Die Feder

Britta Teckentrup (Text + Illustration)

Kathrin Köller (Übersetzung aus dem Englischen)

Prestel junior

96 Seiten

Erschienen am 26.03.2018

ISBN: 978-3-7913-7333-1

Ab 6 Jahren

 

Blick ins Buch und Bestellung bei Randomhouse

 

PS: Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an Prestel junior und Randomhouse.

 

 

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