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- Total normal - Volume 1
Bist du normal? Was ist schon normal? Und ist das jetzt gut oder schlecht? Die Labor Ateliergemeinschaft geht mit "Ich so du so - alles super normal" genau diesen Fragen mit Comics, Bildern, Listen, Texten und Geschichten nach. Auf meiner Facebook-Seite könnt ihr ein Exemplar gewinnen. In der Labor Ateliergemeinschaft haben sich Illustratorinnen, Grafikdesigner und Autorinnen zusammengeschlossen, um gemeinsame Projekte zu realisieren. Darunter zum Beispiel Jörg Mühle, Philip Waechter, Moni Port und von Zubinski. In "Ich so du so" kommen Kinder und Erwachsene aus aller Welt zu Wort und erzählen, was denn "normal" ist, wann sie sich nicht normal gefühlt haben und ob es überhaupt erstrebenswert ist, normal zu sein oder doch viel spannender, unterschiedlich zu sein. Und was war eigentlich früher normal? Und wie verändert sich das "Normalsein"? Die Macherinnen und Macher des Buches sagen dazu: "Heisst das, wir wollen alle normal sein? Nein! Wir wollen sein dürfen, wer wir sind, und dazugehören - jeden Tag anders, neu oder gleich, ohne dass man uns bewertet oder in eine Schublade steckt. Denn jeder Mensch ist vielseitig und einzigartig." (S. 6) Ein Buch so vielfältig wie wir Menschen "Ich so du so" ist ein Sammelsurium aus unterschiedlichsten Stilen, Fragen, Antworten, Zeitbezügen und Perspektiven auf das Normalsein - oder eben die Vielfalt. Witzige Comics, neu interpretierte Märchen, Fragebögen wie der Normal-O-Meter und Geschichten von früher unterhalten, regen zum Nachdenken an, lösen Diskussionen aus und laden zum Mitmachen ein. Ein paar Fragen - wild herausgepickt Kann ich mal die Hautfarbe haben? Bin ich mit 5 Kilo weniger 5 Mal mehr wert? Wie heisst du, und wie viel PS hat das Teil (der Rollstuhl, a.d.R.)? Mit wem oder was würdest du gerne einen Tag das Leben tauschen? Wenn ich gross bin, bin ich dann eigentlich ein Mann oder eine Frau? Welche Farben sind Jungenfarben? Die Antworten in ihrer ganzen Vielfalt finden wir teils im Buch, teils sind wir als Leserinnen und Leser aufgefordert, selbst Antworten zu geben und denken so darüber nach, ob es denn so wichtig ist, zu wissen, ob jemand Mann oder Frau ist, ob es sich wirklich lohnt, für den Schwarm abzunehmen oder ob unsere eigenen Fragen das Gegenüber vielleicht auch schon verletzt haben. Preisgekröntes Sachbuch Das Sachbuch für Kinder ab 9 Jahren hat bereits den Leipziger Lesekompass 2018 der Stiftung Lesen und der Leipziger Buchmesse erhalten und ist für den Deutschen Kinder- und Jugendliteraturpreis in der Kategorie Sachbuch nominiert. Fazit "Ich so du so" können wir irgendwo aufschlagen und sind mitten drin in der Diskussion über Verschiedenheit und Gemeinsamkeiten, Anderssein und Vielfalt, Klischees und Toleranz. Und auch wenn die Labor Ateliergemeinschaft eine klare Botschaft aussendet, nämlich: "Es ist normal, verschieden zu sein und das ist gut so." (S. 117). So vermittelt sie diese nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern immer witzig, kreativ, überraschend und entlarvend direkt. "Ich so du so" ist das ideale Sachbuch, um über Vielfalt ins Gespräch zu kommen! Verlosung Auf Facebook könnt ihr bei MINT & MALVE bis Ostermontag, 2. April 2018, 23:59 Uhr an der Verlosung teilnehmen, um ein Exemplar von "Ich so du so" zu gewinnen. Wenn ihr zusätzlich meinen Newsletter abonniert, hüpft ihr gleich doppelt in den Lostopf (bitte im Anmeldeformular unter "Namen" den Vor- und Nachnamen angeben, damit ich weiss, wer wer ist). Viel Glück! Die Gewinnerin oder der Gewinner wird via Facebook benachrichtigt. Herzlichen Dank an Beltz & Gelberg für das Besprechungs- und Verlosungsexemplar! Die Fakten Ich so du so - Alles super normal Labor Ateliergemeinschaft Beltz & Gelberg 176 Seiten Erschienen am 08.03.2018 ISBN: 978-3-407-82316-8 Ab 9 Jahren Blick ins Buch und mehr bei Beltz & Gelberg Beltz Stories (Jugendprogramm) bei Instagram Beltz & Gelberg bei Facebook Beltz & Gelberg bei Twitter Website der Labor Ateliergemeinschaft Reihe: Klischeefreie Kinderbücher Weitere Kinder- und Jugendbücher, die sensibel gegenüber Geschlechterrollen, Familienformen und verschiedenen Kulturen sind, präsentiere ich euch in loser Folge hier auf dem Blog. Bereits erschienene Buchtipps findet ihr unter den ähnlichen Beiträgen und über den Tag "Klischeefrei" (siehe auch Schlagwörter auf der Startseite).
- So anders und doch gleich
(Werbung/Verlosung) Das Leben ist bunt, unsere Gesellschaft ist bunt und genauso bunt sollten auch Kinderbücher sein. Constanze von Kitzings neuster Streich "Ich bin anders als du - Ich bin wie du" schafft das! Ich stelle euch das Bilderbuch hier vor und werfe einen spannenden Blick hinter die Kulissen. Zudem habt ihr die Chance, eins der Bücher zu gewinnen! Constanze von Kitzing ist euch vielleicht schon ein Begriff von den quadratischen Pappbilderbüchern "Ich bin jetzt..." oder "Ich mag...". Auf meinem Blog sind die beiden ersten Bücher der Serie rund um Vielfalt in diesem Gastbeitrag besprochen und sie werden auch bei uns zuhause rauf und runter gelesen. Nun hat die Serie mit "Ich bin anders als du - Ich bin wie du" Zuwachs bekommen. Eine tolle Chance, bei der Blogparade von Jenny vom Kinderchaos Familienblog in Kooperation mit dem Carlsen Verlag mitzumachen und euch das Buch und die Autorin näher vorzustellen. Toleranz und Vielfalt - ganz normal! Das Bilderbuch greift das Thema Toleranz und Vielfalt ganz natürlich auf, indem es auf Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Menschen eingeht. Was verbindet uns? Was unterscheidet uns? Wo bin ich besonders? Wo sind wir alle (viele oder einige) gleich? Das sind fragen, die sich beim Betrachten stellen und die sich auch Kindern im Alltag ganz oft stellen. Ganz nah an der eigenen Lebenswelt Gerade bei meiner dreijährigen Tochter sehe ich das oft: Sie steckt gerade mitten in der Phase, in der sie ganz genau auf Unterschiede und Gemeinsamkeiten achtet. Taucht beispielsweise in einem Kinderbuch der Name "Valentin" auf, sagt sie sofort: "Gäll, das isch gliiche Name?" und will sich damit vergewissern, dass das Kind im Buch denselben Namen hat wie ihr bester Freund aus der Kita. Und so geht das mit allem, was sie irgendwie an ihren Alltag erinnert: das grüne Trotti (Roller) vor dem Lebensmittelgeschäft (genau wie ihr Trotti zuhause), die Dinosaurierunterhose vom Nachbarsjungen (genau wie ihre) oder eine Person im Rollstuhl (genau wie ihre Uroma). Was ist an dem Buch so anders? Beim gemeinsamen Betrachten von "Ich bin anders als du - Ich bin wie du" habe ich darauf geachtet, was meine Tochter jeweils als Alleinstellungsmerkmal erkennt und was als Gemeinsamkeit. Es waren nie die Hautfarbe oder das Geschlecht, es waren immer die unterschiedlichen Aktivitäten oder die Kleidung oder das Alter der Protagonist*innen. Ist das nun oberflächlich? Nein, ich denke, das zeigt einfach, dass es für sie total normal ist, dass sich Kinder in der Hautfarbe oder in der Haarfarbe unterscheiden, und dass es viel wichtiger ist, was diese Kinder tun. Und ich hoffe, das bleibt noch lange so! Dieses Bilderbuch trägt jedenfalls dazu bei, indem es völlig unaufgeregt zeigt, dass wir uns in ganz vielem unterscheiden und ebenso viel entdecken können, das uns verbindet. Wie funktioniert das Bilderbuch? In den Fotos seht ihr, wie geschickt, das Kinderbuch aufgebaut ist. Es ist erstens ein Wendebuch: Von der einen Seite geht es darum, worin sich Kinder (und einige Erwachsene) unterscheiden und von der anderen Seite, was sie gemeinsam haben. Jeweils eine Doppelseite leitet ein Pärchen ein und wir können selbst überlegen, was die beiden denn nun unterscheidet oder "gleich" macht. Auf der folgenden Doppelseite kommt die Auflösung. Eine*r der beiden Protagonist*innen taucht dann auf der nächsten Seite wieder auf und wird einer anderen Person gegenübergestellt. So bildet sich eine lange Kette der Unterschiede und Gemeinsamkeiten, bis sich beide Buchteile in der Mitte treffen - mit dem schönen Fazit: "Ich bin ich!". Fazit Was mir besonders gefällt an "Ich bin anders als du - Ich bin wie du", ist, dass in diesem Bilderbuch nicht nur alle Haut- und Haarfarben, alle Augenfarben, Brillenträger*innen, verschiedenste Frisuren und Vorlieben vorkommen, sondern auch noch Männer und Frauen in für sie eher untypischen Berufen, verschiedene Familienmodelle, ein hörbehindertes Kind, ein Kind im Rollstuhl usw. So findet wirklich jedes Kind einen Zugang zum Buch und dieses bietet viel Gesprächsstoff. Es eignet sich auch ideal für Kitas und Kindergärten. Und es gehört eindeutig in alle Regale - in Kinderzimmern, in Kitas, in Spielgruppen und in Kindergärten! Auf der Website von Constanze von Kitzing findet sich übrigens tolles Material, zum Basteln, Spielen und Singen mit dem Buch. Der animierte Film zum Buch fasst nochmals ganz zauberhaft zusammen, worum es geht: Die Fakten Ich bin anders als du - Ich bin wie du Constanze von Kitzing (Text und Illustration) Carlsen Verlag 82 Seiten Erschienen am 01.08.2019 ISBN: 978-3-551-17130-6 Ab 3 Jahren Constanze von Kitzing im Interview Liebe Constanze, vielen Dank, dass ich dir ein paar Fragen zu deinem neuen Buch stellen darf. Eliane: War dir von Anfang an klar, was du alles für Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Buch haben möchtest oder hat sich das nach und nach entwickelt? Constanze: Das hat sich entwickelt, ich hatte am Anfang drei oder vier Ideen, die ich gut fand und dem Verlag vorgestellt habe. Daraufhin haben die das Buch frei gegeben und ich hab mein Hirn angeschmissen, was bei der Ernsthaftigkeit des Themas und der beabsichtigten Vielfalt und Verkettung der Personen (also, dass die Person, zu der etwas gesagt wird, auch diejenige ist, die im nächsten Bild spricht), alles andere als einfach war. Ich gebe zu, im letzten Viertel der Konzeptionsphase eine echte Krise gehabt zu haben! :-D Eliane: Du bringst die Vielfalt (z.B. in Bezug auf die Hautfarbe, Handicaps, Geschlechterrollen) ja ganz subtil rüber, quasi als Nebenprodukt von ganz alltäglichen Unterschieden und Gemeinsamkeiten. Meinst du, die Kinder verstehen die Botschaft? Oder braucht es da immer die Diskussion über das Gesehene? Constanze: Ich habe gemerkt, dass Kinder andere genau so sehen. Ihnen fällt nicht als erstes auf, dass das andere Kind eine andere Hautfarbe hat, sondern, dass es total das coole Shirt anhat. Vorurteile sind erlernt und ich möchte mit dem Buch erreichen, dass die Kinder ihre offene Art etwas länger beibehalten und sie als normal empfinden. Eigentlich sind es die Eltern, die immer wieder überrascht werden oder ihre inneren Vorurteile hinterfragen. So ist dies wirklich ein Buch für Groß und Klein! Je älter die Kinder, desto wichtiger die Diskussion. Ich hatte jetzt eine Lesung mit Brennpunkt-Grundschülern. Ich habe gefragt: „Ist es denn ein Problem, wenn jemand anders ist als die anderen?“ Ein Junge dazu: „Ja! Es ist dann ein Problem, wenn jemand anderes sagt, dass der dann nicht mehr dazu gehört.“ Ich fand das so einfach, aber so reif, er hat es einfach total auf den Punkt gebracht, worum es geht. Eliane: Denkst du, es gibt zu wenige solche diversen Kinderbücher auf dem Markt? Und wenn ja, woran liegt das? Constanze: Ich selbst habe darüber eigentlich ziemlich wenig nachgedacht, bis ich dann für meine Bücher so viel positive Resonanz bekam und das Thema Vielfalt, das sich für mich echt so normal anfühlt, auf einmal zum Thema wurde. Inzwischen finde ich, es gibt zu wenig vielfältige Bücher ja, aber das Bewusstsein wächst und ich bin sicher, dass es immer mehr „bunte“ Bücher geben wird. Besonders möchte ich da auf das Kimi-Siegel hinweisen, das Bücher auszeichnet, die eben Vielfalt zeigen. Bevor ich Kinder hatte, habe ich auch gedacht, dass Kinder sich mit allen Kinder-Charakteren identifizieren. Tatsächlich suchen sie aber schon auch möglichst viele Übereinstimmungen, und wenn ein Kind sich dann einfach NIE in Büchern wiederfindet, macht das etwas mit ihm und seinem Selbstwertgefühl. Eliane: Ich bin immer ganz neugierig, wie so ein Bilderbuch technisch entsteht. Wie gehst du vor? Machst du zuerst Skizzen, vielleicht nur in Schwarzweiss oder legst du gleich bunt los? Constanze: Skizzen!!! Viele!!! Die bespreche ich mit meiner Lektorin, bekomme Feedback, überarbeite... Die beiden Jungs hier waren ursprünglich mal Kim und Trump, mit der Aussage, dass sie beide Raketen lieben. Das ist leider rausgeworfen worden, mit der Begründung, dass man ein Kinderbuch nicht für politische Ansichten missbrauchen darf. Fand ich erst schade, aber grade das Bild hat sich so zu einem richtigen Schätzchen entwickelt, weil ich dann gesagt habe, dass die beiden halt die Welt bereisen wollen und dann die Idee mit der Weltkarte hatte. :-D Die hängt jetzt auch in sehr groß bei meinen Kindern im Zimmer. Ein paar Eindrücke aus dem Entstehungsprozess des Buches: Eliane: Die Eisbrecherfrage für einmal zum Schluss: Was macht dich einzigartig? Constanze: Boah, Killerfrage... Mir ist es wichtig authentisch zu sein. In allem was ich mache. Dass ich mir selbst gegenüber treu bin mit meinen Wertvorstellungen und Idealen und diese mit anderen teile. Herzlichen Dank für deine spannenden Antworten und den Blick hinter die Kulissen, liebe Constanze! VERLOSUNG AUF FACEBOOK + INSTAGRAM Der CARLSEN-Verlag hat mir für euch zwei Exemplare des genialen Wendebuchs "Ich bin anders als du - Ich bin wie du" von Constanze von Kitzing zur Verfügung gestellt. Versucht euer Glück und holt euch die Vielfalt ins Kinderzimmer! Auf Instagram Auf Facebook Die Teilnahmebedingungen: Teilnehmen können Leser*innen ab 18 Jahren mit Wohnsitz in Deutschland, der Schweiz oder Österreich. Das Gewinnspiel startet mit Freischaltung der Posts auf Instagram und Facebook und endet am 2. Dezember 2019, um 23:59 Uhr! Das Los entscheidet über die Gewinner*innen. Die Gewinner*innen werden per PN auf Instagram bzw. Facebook benachrichtigt. Erfolgt innert 3 Tagen keine Reaktion, wird neu ausgelost. Der Rechtsweg und die Barauszahlung sind ausgeschlossen. Der Versand erfolgt über den Verlag. Zu diesem Zweck (und nur dafür) muss ich also die Adressen der Gewinner*innen an den Verlag weitergeben. Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt ihr euch mit diesen Bedingungen einverstanden. Die Verlosung hat nichts mit Facebook oder Instagram zu tun. Herzlichen Dank an den CARLSEN Verlag für das Rezensions- und die beiden Verlosungsexemplare! Like it? Pin it! Magst du diesen Buchtipp oder das Interview mit der Autorin? Dann freue ich mich sehr, wenn du dir den Pin zum Beitrag auf Pinterest merkst! #Bilderbuch #Kinderbuch #Toleranz #Vielfalt #Diversität #diverseKinderbücher #Anderssein #ConstanzevonKitzing #carlsen
- Der kleine Stern fliegt weiter
(Werbung/Verlosung) Der kleine Stern ist hier schon die letzten drei Jahre vorbeigeflogen und hat uns in 24 Kapiteln durch den Advent begleitet. In diesem Jahr erleben wir mit der Adventsgeschichte vom kleinen Stern ein "Abenteuer in den Bergen" und für euch habe ich auch ein Exemplar im Gepäck! Vorlesezeit statt Schokolade Wie ihr vielleicht noch wisst, bin ich kein grosser Fan von Adventskalendern mit Schokolade drin oder mit 24 aufwendig bepackten Säckchen mit Krimskrams, der gar nicht wirklich gebraucht wird. Am schönsten finde ich es, entweder lustige Aktionen zu machen (z.B. Puppen, die über Nacht jeweils etwas aushecken in der Wohnung) oder Zeit in irgendeiner Form miteinander zu verbringen. So häuft sich kein unnötiges Zeug an und es gibt keinen Konkurrenzkampf um die schönsten Geschenklein. Eine tolle Variante ist es, den Adventskalender mit dem Vorleseritual zu verknüpfen. Wir haben das die letzten drei Jahre mit den Adventsgeschichten vom kleinen Stern getan - einmal mit "Abenteuer auf dem Bauernhof" und einmal mit "Abenteuer im Wald". Noch nicht verbloggt habe ich das ebenfalls fantastische "Abenteuer im Meer" - bisher meine Lieblingsgeschichte. Vom Himmel in die Berge Dieses Jahr versuchen wir uns am "Abenteuer in den Bergen". Wie in den anderen Abenteuern ist es dem kleinen Stern am Himmel etwas zu langweilig. Immer an derselben Stelle und nie kommt jemand vorbei! Also macht er sich kurzerhand auf zur Erde. Und dieses Mal landet er mitten in den Bergen. Genauer gesagt in einem Adlerhorst. Und oh Schreck! Er kann gar nicht mehr fliegen und seine Zacken leuchten nicht mehr wie zuvor am Himmel. Wie gut, dass der kleine Stern im Nest nicht ganz alleine ist. Ein kleiner zitternder Adler hat sich unterm Moos versteckt. Schliesslich hat er noch nie einen Stern von Nahem gesehen! Und es gibt noch einen anderen Grund: er hat Angst vor dem Fliegen. Ob der kleine Stern und sein neuer Freund der kleine Adler das Fliegen (wieder) lernen? Und ob der kleine Stern sicher nach Hause zurückkehrt oder doch lieber bei seinen neuen Freunden auf der Erde bleibt? Das könnt ihr in den 24 Kapiteln selbst herausfinden! Neben der abenteuerlichen Geschichte mitten in den verschneiten Bergen kriegt ihr mit der Adventsgeschichte auch noch 24 Couverts, in denen sich immer ein oder zwei Sticker zum Einkleben und manchmal sogar eine Handpuppe aus Filz oder eine fluoreszierende Zacke für den kleinen Stern aus Holz befinden. So bringt dieser Adventskalender neben der schönen Geschichte (ohne religiösen Bezug) auch noch Spannung und Gelegenheit zum Selberspielen mit. Muriel, die den besonderen Adventskalender in der Schweiz und neu auch in Deutschland vertreibt, achtet auf eine faire Produktion und arbeitet möglichst mit geschützten Werkstätten zusammen - zum Beispiel für die mühevolle Handarbeit zum Nähen der Fingerpuppen. Fazit Die Adventsgeschichten rund um den kleinen Stern eignen sich für wunderschöne Vorleserituale in der Adventszeit. Sie bringen etwas Besinnlichkeit, aber auch viel Spass und Spannung in den oft hektischen Alltag. Schon Kinder ab drei Jahren haben Freude daran und ich hoffe, meine 7-Jährige wird es dieses Jahr auch noch geniessen. Ich freue mich jedenfalls schon auf die Vorlesezeit mit einer Kerze und dem kleinen Holzstern, der von Woche zu Woche etwas mehr leuchtet. Adventsgeschichte "Der kleine Stern" kaufen Webshop Schweiz: https://www.derkleinestern.ch/ Webshop EU: https://www.adventskalenderbuch.com/ PS: Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an "Adventsgeschichte der kleine Stern". VERLOSUNG: GEWINNE EINE ADVENTSGESCHICHTE VOM KLEINEN STERN! Hast du Lust bekommen auf den Adventskalender ganz ohne Schokolade? Dann hast du jetzt die Chance, ein Exemplar vom "Abenteuer auf dem Bauernhof" zu gewinnen! In den Lostopf hüpfen kannst du bei mir auf Facebook und Instagram. Facebook Instagram Viel Glück! Deine Eliane Teilnahmebedingungen: Das Gewinnspiel läuft ab Freischaltung der Posts bis zum Montag, 02.11.2020, um 23:59 Uhr. Teilnehmen kannst du mit Wohnsitz in der Schweiz, Deutschland oder Österreich. Das Los entscheidet über den Gewinner/die Gewinnerin. Die Benachrichtigung erfolgt auf Facebook bzw. Instagram. Ohne Reaktion innert 3 Tagen wird neu ausgelost. Für den Versand gebe ich die Adresse des Gewinners/der Gewinnerin an "Die Adventsgeschichte der kleine Stern" weiter. Der Rechtsweg und die Barauszahlung sind ausgeschlossen. Instagram und Facebook haben nichts mit der Verlosung zu tun. Like it? Pin it! Magst du diesen Tipp für einen sinnvollen Adventskalender ohne Schokolade? Dann freue ich mich sehr, wenn du dir den Pin auf Pinterest merkst. #Advent #Weihnachten #Adventskalender #Vorlesen #Abenteuer #Bilderbuch #Mitspielen #Besinnlichkeit #Berge #Schnee #Winter #Kinderbuch #Adventsgeschichte #DerkleineStern
- Heimweg mit Überraschungen
In Laura Bednarskis Bilderbuch "Der lange Weg nach Hause" suchen zwei Tiger ein Zuhause. Doch der Weg dorthin hält einige Überraschungen bereit! Habt ihr auch schon mal ein Stofftier verloren? Bestimmt passiert das alle paar Sekunden irgendwo auf der Welt. Wie praktisch wäre es da, der geliebte Plüschfreund würde gefunden und nach Hause gebracht. Die Wiedersehensfreude wäre riesig! Das denkt wohl auch der Tiger von "Der lange Weg nach Hause", als er am Boden im Urwald einen kleinen Artgenossen aus Stoff findet. Dieser trägt zum Glück einen kleinen Rucksack, in dem ein Foto von Arno - dem Tiger - und Laura - seiner Besitzerin - steckt und erst noch ein Kärtchen mit Lauras Adresse. Der Tiger macht sich also auf, seinen kleinen Freund der rechtmässigen Besitzerin zurückzubringen, die scheinbar überstürtzt aus den Ferien abgereist ist - ohne Arno. Ohne Worte viel erzählen All das und die weitere Handlung erzählt uns die deutsche Illustratorin Laura Bednarski in "Der lange Weg nach Hause" ohne Worte. Das heisst, sie erzählt es uns allein mit ihren Bildern. Hier müssen die Grossen nicht vorlesen, sondern können sich die Geschichte von den Kleinen erklären lassen oder einfach gemeinsam zusammenspinnen. Durch eine orientalisch anmutende Stadt reist nun der Tiger immer weiter in Richtung von Arnos Zuhause. Dabei muss er sich mit Hunden herumschlagen und flüchtet übers Wasser. Am anderen Ufer sieht es schon weniger tropisch aus, Tiger ist wohl in Europa angekommen. Und zum Glück findet er auch eine Mitfahrgelegenheit. Später sattelt er aufs Fahrrad um. Aber da droht schon das nächste Unheil in Form eines Unwetters. Ob der Tiger je bei Laura ankommt und ihr den kleinen Arno übergeben kann? Das müsst ihr selbst herausfinden! Ein Werk aus einem Guss Und dazu müsst ihr unbedingt ganz vorne beginnen und ganz am Ende mit dem Vorsatzpapier aufhören. Denn das gehört bei diesem Bilderbuch mit dazu und macht die Geschichte ohne Worte erst so richtig rund. Laura Bednarski hat ihr Bilderbuch wunderschön bunt illustriert. Die Bilder erstrecken sich jeweils über eine ganze Doppelseite. Dabei stecken in einem Bild manchmal mehrere Szenen, so dass auf einer Seite richtig viel passieren kann. Schön ist, dass neben den vielfältigen Landschaften und Städten auch die Menschen - die allerdings nur Nebenrollen spielen - divers sind. Fazit "Der lange Weg nach Hause" von Laura Bednarski schafft es, ohne Worte eine abenteuerliche und berührende Geschichte zu erzählen. Ein Bilderbuch in leuchtenden Farben für Kinder ab ca. 4 Jahren, das zum Eintauchen, genauen Hinsehen und zum eigenen Fabulieren einlädt! Eine Frage stellt sich mir am Ende: Ob die Laura im Buch die echte Laura ist und gab es den Stofftiger Arno vielleicht wirklich? Die Fakten Der lange Weg nach Hause Laura Bednarski Kunstanstifter 36 Seiten Erschienen am 01.09.2020 Hardcover ISBN: 978-3-942795-95-1 Website von Laura Bednarski PS: Herzlichen Dank an den Kunstanstifter Verlag und an Kirchner Kommunikation für das Rezensionsexemplar. Like it? Pin it! Magst du diesen Buchtipp ohne Worte? Dann freue ich mich sehr, wenn du dir den Pin auf Pinterest merkst. Immer griffbereit, wenn wieder die Frage nach einem schönen Geschenk auftaucht! ;-) #Bilderbuch #Kunstanstifter #OhneWorte #LauraBednarski #Tiger #Reise #Abenteuer #Kinderbuch #Stofftiere #Freundschaft
- Ein Jahrhundert im Schnelldurchlauf
Franziska Hauser hat gerade ihr neues Buch veröffentlicht. Ich habe mich im Rahmen eines Lesekreises erst mal ihrem buchpreisnominierten Roman "Die Gewitterschwimmerin" angenommen. Wie es mir gefallen hat? Lest selbst! "Die Gewitterschwimmerin" erschien 2018 bei Eichborn (im Bild die Taschenbuchversion vom btb Verlag) und schaffte es auf die Longlist des Deutschen Buchpreises 2018. Die Berliner Autorin Franziska Hauser erzählt in dem Roman die Familiengeschichte der Hirschs und umreisst damit mehr als ein ganzes Jahrhundert. Von Friedrich Hirsch, der im Ersten Weltkrieg diente und im Zweiten Weltkrieg aufgrund seiner jüdischen Abstammung vor den Nazis fliehen musste. Von seinem Sohn Alfred Hirsch, der sich früh den Kommunisten und im Zweiten Weltkrieg der französischen Résistance anschloss, um nach dem Krieg beim Aufbau der DDR zu helfen. Und von ihren Frauen, Enkelinnen und Urenkelinnen, die alles andere als einfache Leben hatten mit diesen Männern. Zwei gegenläufige Erzählstränge Franziska Hauser hat den Roman sehr spannend aufgebaut. Ein Erzählstrang ist aus Sicht von Tamara Hirsch, Alfreds Tochter, in der Ich-Form geschrieben und bewegt sich aus dem Jahr 2011 rückwärts bis zu ihrer Geburt. Der andere holt uns 1889 während Friedrichs Kindheit im badischen Endingen ab und führt uns bis ins Jahr 2017 in Berlin. "Ein paar Mädchen gab es in der Familie, die lieber gebildet sein statt verheiratet werden wollten. Ein paar Jungs gab es, die andere Interessen hatten als Macht und Verantwortung. Friedrich war einer davon." (S. 29) Für diesen Handlungsstrang bedient sich die Autorin eines auktorialen Erzählers. Im letzten Drittel des Buches kreuzen sich die beiden Stränge. Den Aufbau fand ich sehr interessant, aber er wirkte mit der Zeit doch etwas sehr konstruiert und verhinderte, dass man so richtig in die Geschichte eintauchen konnte, da man sehr viel Personal und zeitlich gegenläufige Erzählstränge im Kopf behalten musste. Besonders die umgekehrt chronologische Perspektive verlangt einiges an Gehirnakrobatik, um die jeweiligen Ereignisse in sinnvolle Zusammenhänge zu stellen. Ein Kapitel deutscher Geschichte Die Geschichte beginnt mit dem Tod von Tamaras Mutter Adele, zu der sie offenbar ein sehr distanziertes und konfliktreiches Verhältnis pflegte. Wie es zu dieser verrütteten Beziehung kam, wird nach und nach durch die Familiengeschichte aufgedeckt. "Ich setze mich in den Sand und muss gleichzeitig lachen, weil mir Adeles heimliche Schwäche für Männer in Uniformen einfällt. Im Arm eines Polizisten zu sterben muss ihr gefallen haben." (S. 8) Diese Geschichte ist an sich sehr spannend, es passiert viel. Es werden viele Themen (Judenfeindlichkeit, Frauenrechte, Krieg, DDR, die Wende, Bildung, Politik, häusliche Gewalt, Suizid, Missbrauch etc.) angesprochen. Die Personen sind gut gezeichnet in ihrem oft sehr eigenen, unkonventionellen, radikalen Wesen. Gerade Tamara Hirsch hat mir in ihrer direkten, eigenwilligen, schnoddrigen Art gut gefallen, obwohl sie, wie viele andere Protagonist*innen, keine Sympathieträgerin ist. Trotzdem zog sich der gut 400-seitige Roman ziemlich in die Länge. Das führe ich auf die erwähnte komplexe Struktur, auf die teils fehlende Tiefe (der grossen Zeitspanne geschuldet) und auf die für mich schwer erträglichen Schilderungen des Kindesmissbrauchs zurück. Fazit Insgesamt habe ich "Die Gewitterschwimmerin" von Franziska Hauser gerne gelesen. Der Roman verflicht viele spannende historische Ereignisse mit der aussergewöhnlichen Familiengeschichte der Hirschs und den Beziehungen, Kämpfen und Träumen der einzelnen Personen. Es ist aber ein thematisch und von der Struktur her anstrengendes Buch. Als Buch gegen das Vergessen und als Buch, das über die Rolle der Frauen über das letzte Jahrhundert und darüber hinaus nachdenken lässt, finde ich es aber durchaus lesenswert. PS: Ich habe das Buch im Rahmen von Marias Lesekreis (@mariaslesekreis) auf Instagram gelesen. Vielleicht wollt ihr einmal vorbei schauen und euch an einer gemeinsamen Lektüre beteiligen und dann mitdiskutieren. Ich würde mich freuen! PPS: Für den Deutschen Buchpreis nominiert waren auch der kürzlich besprochene Roman "Der Sommer meiner Mutter" von Ulrich Woelk und "Wiener Strasse" von Sven Regener. Die Fakten Die Gewitterschwimmerin Franziska Hauser btb Verlag Taschenbuch 432 Seiten Erschienen am 09.12.2019 (Original 2018 bei Eichborn) ISBN: 978-3-442-71915-0 Interview mit Franziska Hauser Franziska Hausers neuer Roman heisst "Die Glasschwestern" und ist am 28.02.2020 bei Eichborn erschienen. Like it? Pin it! Magst du diesen Buchtipp? Dann freue ich mich, wenn du ihn dir als Pin auf ein Board pinnst.
- Wenn das Dach grünt und blüht
Urban Gardening ist eine neue Erfindung, meint ihr? Dann kennt ihr Oma Apo nicht! Sie hat ihr Dach schon vor vielen Jahren in einen Garten verwandelt. Kommt mit und erfahrt, wie es "Im Garten von Oma Apo" im Bilderbuch von Tang Wei aussieht! Der Dachgarten von Oma Apo Oma Apo lebt in China. In einer grossen Stadt bewohnt sie die oberste Wohnung eines Hauses. Mit ihrem Einkaufswagen geht sie zum Markt und sammelt weggeworfenes Gemüse ein. Das verfüttert sie später an ihre Hühner und Enten auf dem Dach. Und was die nicht mögen, bekommen die Pflanzen. Oma Apo hat nämlich nicht nur Tiere, sondern auch einen riesigen Garten auf dem Dach direkt über ihrer Wohnung. Es kreucht und fleucht in Oma Apos Garten hoch oben auf dem Dach. Die Raupen machen sich über den Chinakohl her, der Wind wiegt die Gurkenblüten. Oma Apo ist mit Hacke und Schere zu Gange und dann - zwick, zwack - erntet sie Auberginen, Gurken, Tomaten, Lattich, Pfefferschoten und einiges mehr. Alles stopft sie in ihren Bambuskorb. Teilen und Zusammensein Und weil es so viel ist und sie gar nicht alles selber essen kann, verteilt sie grosszügig Gemüse an ihre Nachbar*innen und lädt ihre Familie zum Essen ein. Das geht ganz modern, sie haben alle ihr Handy dabei oder ein Headset an. Und weil Oma Apo die beste Köchin ist, kommen sie noch so gerne zu diesem Schmaus! "Lattich mit Knoblauch gedünstet, heiss gebratenes Huhn mit Tigerhautpaprika, süßsaure Aubergine mit Fischsauce, Gurke mit Knoblauch, knackig, sauer und frisch, jadegrüne Suppe mit Tomaten und Mu-Err-Pilzen." Riecht ihr schon das feine Essen? Im Bilderbuch "Im Garten von Oma Apo" von Tang Wei werden jedenfalls alle satt und es bleibt sogar noch Gemüse übrig, das die Familien mit nach Hause nehmen dürfen. Von Selbstversorgern und grünen Oasen in der Grossstadt Tang Wei erzählt in ihrem ersten Bilderbuch, das sie auch selber geschrieben hat, von der Selbstversorgung, vom Wert einer grünen Oase in der Grossstadt, vom biologischen Anbau, vom gesunden Essen und auch vom Teilen und vom gemeinsamen Geniessen der selbst angebauten Köstlichkeiten. Besonders berührend ist auch das Nachwort dieses Bilderbuchs, in dem wir erfahren, dass es sich bei Oma Apo um Tang Weis Grossmutter aus Chengdu handelt. Da erzählt uns die Autorin und Illustratorin auch, dass sie viele verschiedene Stile ausprobiert und sich erst am Schluss für die Farbstifte entschieden hat. Damit ist in gedeckten Farben (mit einigen intensiven roten und gelben Farbtupfern) auf strukturiertem Papier ein tolles Gesamtwerk entstanden. Ganz speziell ist, wie Tang Wei auf einer Doppelseite mehrere Szenen abbildet. So wird die Geschichte im Bild richtig dynamisch. Die einzelnen Szenen trennt sie geschickt mit Gegenständen (zum Beispiel einem Strommast), die es vor Ort tatsächlich hat, oder sich verändernden Hintergründen. So entsteht ein harmonisches Gesamtbild, das aber szenisch wirkt. Eine besondere Augenweide sind auch die Bilder vom üppig gedeihenden Garten mit Auberginen, Tomaten, Zucchetti, Chinakohl und vielem mehr. Fazit "Im Garten vom Oma Apo" von Tang Wei ist ein Bilderbuch über eine grüne Oase mitten in der Grossstadt. Oma Apos Dachgarten zeigt uns, wie toll es sein kann, sich etwas aufzubauen, sich ein Stück Natur nach Hause zu holen und dann die wohlverdiente und gesunde Ernte geniessen zu können. Und das Kinderbuch ab 4 Jahren (der Verlag empfiehlt 5 Jahre) macht so richtig Lust auf das gemeinsame Essen, das Teilen und Beisammensein. Die Fakten Im Garten von Oma Apo Tang Wei Brigitte Koller Abdi (Übertragung aus dem Chinesischen) Baobab Books 32 Seiten Hardcover Erschienen am 01.03.2020 ISBN: 978-3-905804-99-7 Ab 4-5 Jahren PS: Herzlichen Dank an Baobab für das Rezensionsexemplar. Diese Artikel könnten dich interessieren: KinderGarten - Gesa Sander und Julia Hoersch (AT Verlag, 2019) Grüner Reis und Blaubeerbrot - Felicita Sala (Prestel, 2019) Königin für eine Nacht - Leonora Leitl (kunstanstifter, 2019) So schmeckt die Welt - Beth Walrond (Kleine Gestalten, 2019) Like it? Pin it! Gefällt dir dieser Bilderbuchtipp? Dann freue ich mich, wenn du die Inspiration auf Pinterest teilst.
- Du bist du
Mit "vielleicht" präsentieren uns Kobi Yamada und Gabriella Barouch eine Geschichte über die unendlich vielen Begabungen in jedem von uns, so verspricht es der Untertitel. Wie ihnen das gelingt, erfahrt ihr in diesem Artikel. Vielleicht wirst du einmal Erfinder*in? Oder Maler*in? Oder wie wäre es mit Weltretter*in? Als Kind (und viele auch als Erwachsene*r) fragt man sich ja oft, was man besonders gut kann, welche Talente oder Begabungen man hat, was mal aus einem wird. Kinderbuchautor Kobi Yamada macht mit seinem Bilderbuch "Vielleicht - Eine Geschichte über die unendlich vielen Begabungen in jedem von uns" Mut, sich auf die Suche nach seinen Begabungen zu begeben. Dabei macht er mit seinen kurzen, einfachen Sätzen - oft in Form von Fragen - deutlich, dass in jedem von uns tatsächlich Begabungen schlummern. Auch wenn wir sie vielleicht noch nicht kennen. "Du bist du. So jemanden wie dich hat es noch nie gegeben und wird es auch nie mehr geben. In dir steckt so viel." Es gilt nur, sich auf die Suche danach zu machen, neugierig zu sein - ganz im Bewusstsein, dass jeder Mensch etwas Besonderes ist und kann. Die Reise zu den eigenen Träumen kann schön und spannend sein, aber wir können auch mal traurig sein, orientierungslos oder gar scheitern. Dann heisst es, gestärkt aus der Niederlage hervorzugehen. Das klingt nun etwas amerikanisch und ist es wohl auch. Kobi Yamada ist schliesslich Amerikaner. Und bezüglich einem entspannten Umgang mit dem Scheitern können wir uns von den Amerikanern ja vielleicht eine Scheibe abschneiden. Ich fände es jedenfalls toll, wenn sich unsere Kinder von einzelnen Niederlagen nicht beirren lassen würden und beharrlich weiter ihre Ideen verwirklichen. Denn, wie Kobi Yamada so schön sagt: "Eine Sache ist gewiss, du bist hier. Und weil du hier bist... ...ist alles möglich." Gabriella Barouch hat den Text von Kobi Yamada wunderschön illustriert. Ein Mädchen (es wird nirgends definiert, aber ich würde das Kind eher für ein Mädchen halten) bewegt sich in einer fantastischen Welt im Einklang mit der Tier- und Pflanzenwelt. Es paddelt in einer Nussschale über das Meer, holt Gläser voller Hoffnungen und Sterne vom Himmel. Immer an seiner Seite ein kleines Schweinchen - vielleicht eine Metapher für das Glück? Die Illustrationen sind äusserst fein gezeichnet und in gedeckten Farben coloriert. Das Buch ist von den kupferfarbenen Elementen auf dem Cover, über das Vorsatzpapier und die Inhaltsseiten durchkomponiert. Nur schon das Betrachten macht einen glücklich. Fazit Kobi Yamada und Gabriella Barouch scheinen ihre Begabung, ja ihre Bestimmung gefunden zu haben: "Vielleicht - Eine Geschichte über die unendlich vielen Begabungen in jedem von uns" ist eine Perle der Bilderbuchkunst. Und vielleicht, ja vielleicht, wird die Welt ein kleines bisschen besser, wenn künftige Generationen dieses Buch betrachten, es dem Duo gleichtun und ihren Begabungen folgen. Die Fakten Vielleicht - Eine Geschichte über die unendlich vielen Begabungen in jedem von uns Kobi Yamada (Text) Gabriella Barouch (Illustration) Gerda M. Pum (Übersetzung aus dem Englischen) Adrian Verlag 44 Seiten Erschienen am 19.09.2019 ISBN: 978-3-947188-85-7 Ab 4 Jahren Website von Gabriella Barouch PS: Herzlichen Dank an den Adrian Verlag für das Rezensionsexemplar. Weitere philosophische Kinder- und Jugendbücher: - Der Glücksverkäufer, Davide Calí und Marco Somà (Carl Auer Verlag, 2019) - Einmal wirst du..., Leonora Leitl (Tyrolia Verlag, 2019) - Ida und der fliegende Wal, Rebecca Gugger und Simon Röthlisberger (NordSüd Verlag, 2018) - Leben, Cynthia Rylant und Brendan Wenzel (NordSüd Verlag, 2017) Like it? Pin it! Magst du diesen Buchtipp? Dann speichere ihn dir doch auf Pinterest, um ihn später wiederzufinden.
- Ganz besonders anders
Zum heutigen Welt-Down-Syndrom-Tag habe ich gleich vier Buchtipps für euch. Sie zeigen, wie besonders jeder Mensch ist, egal ob nun mit oder ohne Handicap. Der Welt-Down-Syndrom-Tag wird jeweils am 21.3. gefeiert. Das Datum steht für das dreifach vorhandene Chromosom 21. Leopeule - Nina Hundertschnee und Pe Grigo "Leopeule" behandelt das Thema Anderssein anhand einer Tiergeschichte. Der Bezug zur Trisomie 21 ist nicht offensichtlich, was ja auch gar nicht nötig ist. Dass er besteht, wird aber klar, wenn man weiss, dass Nina Hundertschnees Tochter, der dieses Buch gewidmet ist, selbst mit dem Downsyndrom zur Welt gekommen ist. Die Autorin erzählt die wunderbare Geschichte einer ganz besonderen Eule. Die kleine Leopeule sieht nicht aus wie ihre Eulengeschwister, denn sie hat ein ganz besonderes Gefieder - goldgelb mit braunen Punkten. Leopeule sieht nicht nur anders aus, sie ist auch eine besonders schüchterne Eule, ihre Flugversuche enden im Brennesselbusch und so hoch hüpfen wie die Kiebitze kann sie auch nicht. Aber auch Leopeule hat eine ganz einzigartige Fähigkeit. Welche? Kinder ab 4 Jahren erfahren es im Bilderbuch, das übrigens von Pe Grigo sehr süss illustriert wurde. Hier darf das Wort "süss" für einmal einfach so stehen, aber seht selbst in den Bildern! Leopeule - Nina Hundertschnee und Pe Grigo, Dragonfly Verlag, 32 Seiten, erschienen am 18.02.2020, ISBN: 978-3-7488-0026-2 , ab 4 Jahren Lilly gehört dazu! - Irmgard Partmann und Laura Bednarski Dieses Bilderbuch für Kinder ab 5 Jahren ist eine regelrechte Liebeserklärung an ein Geschwister mit Downsyndrom. In diesem Fall geht es um Lilly, die kleine Schwester von Julia, der Ich-Erzählerin. Julia erzählt ganz unverblümt davon, was Lilly kann, was nicht, was an ihr anders, was besonders ist und was beide Schwestern gemeinsam haben. Indem Irmgard Partmann aus Kinderperspektive von ganz alltäglichen Situationen erzählt, können wir uns sofort in Julia hineinfühlen und schliessen Lilly mit ihren Stärken und Schwächen umgehend ins Herz. Mit diesem Buch wird sofort klar: Eine Schwester ist und bleibt eine Schwester. Egal, ob sie nun ganz "normal" ist oder besonders einzigartig. "Lilly ist einfach Lilly. Ich kann mir keine andere Schwester vorstellen. Ich habe sie sehr lieb." "Lilly gehört dazu!" ist wunderschön illustriert von Laura Bednarski. Ich mag die Farbpallette sehr, das Helle, das Moderne und den coolen Kleiderstil der Mädchen, ganz ohne Klischees. Lilly gehört dazu! - Irmgard Partmann und Laura Bednarski, Coppenrath Kinder, 32 Seiten, erschienen am 01.01.2020, ISBN: 978-3-649-63313-6, ab 5 Jahren Das blaue Herz von Finn - Thomas J. Hauk und Katharina Sieg Auch in diesem Buch geht es nicht explizit um ein Kind mit Downsyndrom. Finn, der Nachbarsjunge von Ich-Erzählerin Lena, lebt mit seinen Freunden in einem Heim. Lenas Mama meint, Finn sei krank, aber das kümmert Lena überhaupt nicht und sie freundet sich mit Finn an. "Ich hab einen Freund, der ist anders als die anderen. Obwohl ich gar nicht so genau weiss, was anders ist." Finn liebt es, wenn Lena ihm vorsingt und er wünscht sich nichts mehr, als dass Lena ihm vor dem Einschlafen ein Gutenachtlied singt. Das geht natürlich nicht so leicht, weil Lena nicht einfach ins Heim kann. Aber Lena ist erfinderisch. Thomas J. Setz erzählt diese Geschichte einer besonderen Freundschaft mit viel Humor aus der kindlichen Perspektive von Lena. Auch die Sätze und Lenas Wortwahl sind ihrem Alter toll angepasst und wirken sehr authentisch. Katharina Sieg hat das Buch mit aufwendigen Illustrationen aus Aquarellfarben, Blei- und Bundstiften kunstvoll illustriert. Ganz toll ist auch die Buchgestaltung von Katrin Stangl mit dem wunderbar matten, grob strukturierten Papier. Ich würde dieses Kinderbuch ab 6 Jahren empfehlen, denn es hat schon einiges mehr an Text und die feinen Zwischentöne werden die kleineren Kinder noch nicht hören. Das blaue Herz von Finn - Thomas J. Hauck und Katharina Sieg, Kunstanstifter, 36 Seiten, erschienen am 31.01.2019, ISBN: 978-3-942795-79-1 , ab 6 Jahren Schlägerherz - Jutta Nymphius und Barbara Jung Mit "Schlägerherz" möchte ich euch zum Abschluss ein Kinderbuch zum Selberlesen vorstellen. Jutta Nymphius erzählt darin die Geschichte von Kay, der in der Schule kleinere Kinder schlägt, schulisch immer mehr abdriftet und nur noch mit dem halbstarken Sven herumhängt. Er baut so viel Mist, dass er schliesslich fast von der Schule fliegt. Aber eine Chance kriegt er noch: Er muss sich um die neue Mitschülerin Greta kümmern. Doch Greta ist anders, sie hat das Downsyndrom. Vielleicht vermag sie ja genau dadurch, das Eis zu brechen. Der Kinderroman ist sehr subtil erzählt und zeichnet die inneren und äusseren Kämpfe von Kay eindrücklich auf. Mit der Zeit merken wir, auch Kay hat sein Päckchen zu tragen. Das ist keine Entschuldigung für sein Verhalten, aber es erklärt einiges. Und gerade hier liegt die Stärke, dass Kay nicht einfach vom Saulus zum Paulus wird, sondern eine vielschichtige Figur ist. Er ist nicht einfach Unsympath, sondern ein sensibles Kind mit grossen Problemen, die er nicht mehr selbst lösen kann. Die Kapitel haben eine sehr angenehme Länge, die Handlung schreitet zügig voran und der Text wird um die schwarzweissen Illustrationen von Barbara Jung ergänzt. Insgesamt ein ganz toller, tiefgründiger, einfühlsamer und bewegender Kinderroman, der nicht vor harten Themen zurückschreckt. Schlägerherz - Jutta Nymphius und Barbara Jung, Tulipan Verlag, 144 Seiten, erschienen am 19.07.2019, ISBN: 978-3-86429-440-2, ab 10 Jahren Tipp: Im Kinderbuchpodcast "Musste lesen, kannste hören!" von Kerstin könnt ihr ein Interview mit Autorin Jutta Nymphius nachhören (Folge vom 25.01.2020). PS: Herzlichen Dank an die Verlage Dragonfly, Coppenrath, Kunstanstifter und Tulipan für die Rezensionsexemplare. Like it? Pin it! Magst du meine vier Buchtipps zum Thema Inklusion und Downsyndrom? Dann freue ich mich sehr, wenn du dir den dazugehörigen Pin merkst. #downsyndrom #trisomie21 #inklusion #behinderung #vielfalt #anderssein #häuslichegewalt #bilderbuch #kinderbuch #selberlesen #vorlesen #kinderroman
- Vorlesen? Ja, bitte! Aber klischeefrei!
Am 27. Mai 2020 ist wieder Schweizer Vorlesetag. Dass dann ganz viele Leute vorlesen werden - hoffentlich auch wieder öffentlich -, ist klar. Aber was? Ich sage: Egal, aber bitte klischeefrei! Ich verrate euch, weshalb das wichtig ist und liefere gleich 8 Buchtipps mit. Besser als auch schon Ja, die Lage in Sachen klischeefreie Kinderbücher hat sich in den letzten Jahren gebessert. Die Nachfrage nach Bilderbüchern, Vorlesebüchern, Kinderbüchern zum Selberlesen und Jugendbüchern, die gängige Rollenklischees über Bord werfen, hat deutlich zugenommen und damit auch das Angebot. Und trotzdem: Kochende Mütter, arbeitende Väter, schüchterne Mädchen – am besten mit viel Pink und Glitzerstaub – und freche, mutige Jungs sind in Kinderbüchern immer noch allgegenwärtig. Natürlich darf es auch die geben, aber sie sollten eben nicht die grosse Masse der Kinderbücher ausmachen. Wo liegt das Problem? Wieso müssen in den Büchern über die Ankunft eines kleinen Geschwisterchens fast immer grosse Brüder die Hauptrolle spielen und am Ende schlüpft jedes Mal ein Baby-Mädchen? Wieso taucht in den Bilderbüchern kaum je ein gleichgeschlechtliches Paar auf und wieso servieren immer die Mütter den Sirup, während die Väter mit den Kindern das Baumhaus bauen? Und weshalb erleben männliche Protagonisten viel häufiger Abenteuer als ihre weiblichen Pendants? Mit diesen einseitigen Abbildungen unserer Gesellschaft nimmt man den Mädchen die abenteuerlustigen Rollenvorbilder, die auch mal etwas riskieren, und gleichzeitig den Jungen die männlichen Identifikationsfiguren, die auch gerne mal jemanden umsorgen, echte Gefühle zeigen oder schlicht den Mut haben, in pinken Gummistiefeln rumzulaufen. Das ist doch schade! Immerhin, es bewegt sich etwas: Spätestens seit Büchern wie "Good Night Stories for Rebel Girls" (habe ich hier vorgestellt, und hier Band 2, und hier die Postkarten) haben Porträtbücher über aussergewöhnliche Frauen ihren Siegeszug angetreten. Dazu beigetragen haben sicher die gesamtgesellschaftlichen Diskussionen über Feminismus und Gleichstellung in den letzten Jahren. Auch Kinderbücher über Flucht, Migration und Integration wurden in den letzten Jahren - im Zuge der grossen Flüchtlingskrise - immer mehr publiziert. Klar, auch dieses Thema bewegt die Menschen, weil es eine reale Herausforderung darstellt. Und das wird dann mit einiger Verzögerung auch in der Kinderliteratur abgebildet. Noch seltener sehe ich Bilderbücher mit gleichgeschlechtlichen Paaren, Patchwork- oder Pflegefamilien. Aber auch sie gibt es immer zahlreicher. Hier sind wir Eltern gefragt, unseren Kindern zu zeigen, dass das Feld des "Normalen" viel grösser ist, als sie es vielleicht aus ihrem Alltag direkt kennen. Das Besondere muss Alltag werden Und das Wichtigste? Es sollte nicht nur Kinderbücher geben, die deshalb divers sind und mit Klischees brechen, weil sie genau das zum Thema haben: die unerschrockene Frauenrechtlerin of Color, das eingeschüchterte Flüchtlingskind in seiner neuen Klasse oder das Mädchen, das sich plötzlich in einer Patchworkfamilie wiederfindet. Denn so werden diese Menschen ja gerade als grosse Ausnahmen, als Sonderfälle dargestellt. Es geht vielmehr darum, dass es normal wird, in Kinderbüchern People of Color zu begegnen, mit Mädchen Abenteuer zu erleben, einen Jungen in Blümchenstrumpfhosen oder im Feenkostüm zu begleiten und Papa und Papi beim Frühstück mit ihren Kindern zuzuschauen. Nur so nehmen die Kinder Diversität mit der Zeit als alltäglich war und fühlen sich auch die Kinder mit zwei Mamas oder Kinder of Color in Bilder- und Vorlesebüchern abgebildet. Denn heute suchen sie sich darin leider allzu oft noch vergebens. 8 klischeefreie Buchtipps zum Vorlesen Hier kommen acht ganz unterschiedliche Buchtipps, die mit Geschlechterklischees brechen und auch People of Color abbilden. Vom Comic, über das Fotobilderbuch, Biografien und ein Märchen, bis zu kurzen Vorlesegeschichten ist für jede*n etwas dabei. Wo ihr sonst noch klischeefreie Kinderbücher findet, erfahrt ihr weiter unten. Max findet einen Freund Anna Lisicki-Hehns Pappbilderbuch "Max findet einen Freund" erzählt die Geschichte von Max und seinem neuen Freund, dem Kaninchen Herr Hoppel. Max lebt mit seinen beiden Vätern und Schwester Greta zusammen. Das Gute daran? Es ist gar nicht Thema der Geschichte, es ist einfach normal. So normal wie bei Kevin und René vom Blog papapi, die dem Buch mit ihren Kindern Pate standen. Und es geht noch besser: Dank Herrn Hoppel lernt Max auch noch Mimi kennen, ein Mädchen of Color. Ein Bilderbuch, das Kindern ab 3 Jahren ganz selbstverständlich vom bunten Leben einer Regenbogenfamilie erzählt. Max findet einen Freund - Anna Lisicki-Hehn, Eigenverlag, 24 Seiten, erschienen im Januar 2020, ab 3 Jahren Ich heisse Himbeere - Ich heisse Wolke Wolke und Himbeere sind Freunde. Wolke ist ein Junge, der gerne mit Puppen spielt, sich zum Pandabären schminkt und auch mal die Stöckelschuhe der Mutter stibitzt. Himbeere ist ein Mädchen, das gerne Fussball spielt, Traktor fährt und mit Pfeil und Bogen als Fee durch den Wald streift. In der Mitte dieses Wendebuchs mit Fotos von Tabea Reusser und fantastisch-romantischen Illustrationen von Hans Kühne treffen sich die beiden und spielen gemeinsam. Die Message ist klar: Jedes Kind soll so sein können, wie es ist und spielen, was es mag. Der besondere Clou: Das Bilderbuch ist komplett dreisprachig (deutsch, französisch und italienisch). Ich heisse Himbeere - Ich heisse Wolke - Tabea Reusser (Fotografie), Emmanuelle Houlmann (Text) und Hans Kühne (Illustration), edition hü&hott, erschienen am 10.05.2017, 56 Seiten, ISBN: 978-3-906014-74-6, ab 3 Jahren Tierisch was los bei Paul und Papa Väter spielen in Kinderbüchern oft eine Nebenrolle. Nicht so bei der Reihe "Paul & Papa" von Susanne Weber mit Illustrationen von Susanne Göhlich. Hier begleiten wir in kurzen Vorlesegeschichten Paul und seinen Papa im Alltag: gemeinsam suchen sie das Haus von Carlo, der zum Kindergeburtstag geladen hat, kämpfen sie gegen fiese Läuse, entdecken den botanischen Garten und vieles mehr. Eine Mama gibt es zwar auch, aber die Geschichten konzentrieren sich auf das Duo Vater und Sohn. Unaufgeregte Vorlesegeschichten für Kindergartenkinder mit feinem Humor, perfekt für zwischendurch oder ein, zwei, drei am Abend vor dem Einschlafen. Neben diesem Band gibt es bei Mixtvision noch zwei weitere. Tierisch was los bei Paul und Papa - Susanne Weber (Text) und Susanne Göhlich (Illustration), Mixtvision Verlag, erschienen am 08.02.2018, 80 Seiten, ISBN: 978-3-95854-103-0, ab 4 Jahren Rumpelröschen Auch Märchen können klischeefrei sein! So zum Beispiel in Christian Bergs "Rumpelröschen" mit Illustrationen von Christine Faust. Rumpelröschen ist eine ganz besondere Fee, eigentlich EIN Fee, der nur durch einen Fehler in der Produktion das Licht des Märchenlandes erblickt hat. Er kann zwar nicht zaubern, ist aber sehr, sehr mutig und erlebt mit Hänsel und Gretel und vielen anderen Märchenfiguren fantastische Abenteuer. Das Vorlesebuch für Kinder ab 4 Jahren strotzt nur so vor Fantasie und Humor, ein richtiger Pageturner. Rumpelröschen - Christian Berg (Text) und Christine Faust (Illustration), Thienemann-Esslinger, erschienen am 17.08.2018, 112 Seiten, ISBN: 978-3-480-23436-3 , ab 4 Jahren. Apropos Märchen: Vielleicht interessiert euch mein Interview zu Märchen mit Expertin Franziska Weber. Little People, Big Dreams: Maria Montessori, Agatha Christie, Ella Fitzgerald Drei Bücher der "Little People, Big Dreams"-Reihe habe ich hier auf dem Blog bereits vorgestellt. Im letzten Herbst hat der Insel Verlag weitere illustrierte Kurzbiografien bedeutender Persönlichkeiten veröffentlicht, darunter auch die Bände über Medizinerin und Schulgründerin Maria Montessori, Schriftstellerin Agatha Christie und Sängerin Ella Fitzgerald. Autorin der Bilderbücher für Kinder ab ca. 5 Jahren ist María Isabel Sánchez Vegara. Für die kunstvollen Bilder sorgen immer wechselnde Illustratorinnen. Hier waren es Raquel Martin, Elisa Munsó und Bàrbara Alca. Die stark vereinfachten Lebensgeschichten werden am Ende jeweils ergänzt um eine Zeittafel mit Fotos und spannenden Hintergrundinformationen. Die Reihe eignet sich toll, um Kindern zu zeigen, was alles möglich ist, wie breit die Palette von Lebensentwürfen und Berufswünschen und welch grosse Herausforderungen andere schon gemeistert haben, um ihre Träume wahr zu machen. Maria Montessori. Little People, Big Dreams - María Isabel Sánchez Vegara und Raquel Martin, Insel, erschienen am 30.09.2019, 32 Seiten, ISBN: 978-3-458-17833-0, ab 5 Jahren Agatha Christie. Little People, Big Dreams - María Isabel Sánchez Vegara und Elisa Munsó, erschienen am 30.09.2019, 32 Seiten, ISBN: 978-3-458-17837-8, ab 5 Jahren Ella Fitzgerald. Little People, Big Dreams - María Isabel Sánchez Vegara und Bàrbara Alca, Insel,erschienen am 30.09.2019, 32 Seiten, ISBN: 978-3-458-17829-3, ab 5 Jahren Hilda und der Troll Luke Pearson nimmt uns in seiner Comic-Reihe rund um Hilda mit in eine fantastische Welt voller Trolle, Riesen, Holzmännchen und anderer Fabelwesen. Hilda ist ein sehr cooles Mädchen mit blauen Haaren, das Abenteuer liebt und sich auch gerne selbst etwas herausfordert. Im ersten Band "Hilda und der Troll" verbringt sie, wagemutig wie sie ist, eine Regennacht draussen im Zelt und legt sich mit einem Bergtroll an. Der spannende Comic mit der sympathischen Heldin bietet Kindern ab 6 Jahren tolle Unterhaltung und macht auch den Erwachsenen Spass. Bei Reprodukt sind alle 6 Bände erschienen. Hilda und der Troll - Luke Pearson, Reprodukt, 2017, 40 Seiten, ISBN: 978-3-95640-126-8, ab 6 Jahren. Übrigens: Hilda gibt es seit 2018 als auch Serie auf Netflix. Herzlichen Dank an Anna Lisicki-Hehn, Mixtvision, Thienemann-Esslinger, Insel (Suhrkamp), edition hü&hott und Reprodukt für die Rezensionsexemplare. Noch mehr klischeefrei lesen Die klischeefreien Kinder- und Jugendbücher auf meinem Blog findet ihr über die Suche mit dem Stichwort "Klischeefrei" Eine Sammlung klischeefreier Kinderbücher findet ihr auch bei mir auf Pinterest. Die Abteilung Gleichstellung des Kantons Basel-Stadt hat 2019 zum zweiten Mal ihre Literaturliste mit Kinder- und Jugendbüchern ohne Rollenklischees veröffentlicht. Das Projekt Blaue Bücher, rosa Bücher von der Süddeutschen Zeitung nimmt Geschlechterklischees in Kinderbüchern genau unter die Lupe. Am Ende könnt ihr über 300 Bücher, die für den Deutschen Kinder- und Jugendliteraturpreis nominiert waren, nach weiblichen bzw. männlichen Held*innen durchsuchen. Ein toller Fundus! Zudem kann ich euch die Blogs buuu.ch und juliliest.net sowie den Instagram-Account @kinstabuch wärmstens empfehlen. Schweizer Vorlesetag 2020 Dieser Beitrag ist im Rahmen des Schweizer Vorlesetags entstanden, der dieses Jahr am 27. Mai stattfindet. Jeder und jede ist dazu aufgerufen mitzumachen – und sich für das Vorlesen bei Kindern einzusetzen. Bis zum 27. Mai könnt ihr auf Schweizer Familienblogs jeden Montag einen neuen Beitrag rund ums Vorlesen entdecken. Die Liste aller Beteiligten findet ihr bei den Schweizer Familienblogs. Auf meiner Facebook-Seite MINT & MALVE teile ich die Beiträge jede Woche. Like it? Pin it! Magst du meine 8 Kinderbuchtipps ohne Klischees? Dann freue ich mich, wenn du dir den Pin dazu auf Pinterest merkst. Natürlich freue ich mich auch über Erwähnungen in den Social Media! Nur mit dir erreiche ich neue Leser*innen! #Vorlesetag #SchweizerVorlesetag #Vorlesen #Kinderbücher #Bilderbücher #Vorlesebücher #Klischeefrei #Diversität #Vielfalt #Gender #gendersensibel #Feminismus #FeministischeKinderbücher #DiverseKinderbücher #LGBTI #LGBTQ #Regenbogenfamilien #Familien #StarkeMädchen
- Genuss pur - literarisch kochen mit Kichererbsen, Weisskohl und Paul Auster
Wo Literatur und Kochen sich treffen, wird Genuss grossgeschrieben. Bloggerin und Kochbuchautorin Nicole Giger gelingt die Fusion von Weltliteratur und Essen in "Ferrante, Frisch & Fenchelkraut" aufs Feinste. Ich darf euch hier ein Rezept verraten und die Autorin spricht über die Entstehung des Buches. Nicole Giger bloggt seit 2017 (genau so lange wie ich) auf www.magsfrisch.com übers Kochen und Literatur. Nun hat sie ihre beiden Leidenschaften mit ihren Reiseerfahrungen und Geschichten aus ihrem Alltag gewürzt und das Koch- und Lesebuch "Ferrante, Frisch & Fenchelkraut" gezaubert. Das über 300 Seiten starke Buch verbindet kulinarische Anekdoten und 50 kunterbunte, kreative Rezepte mit der Weltliteratur. Das Buch kommt mit dunkelgrünem Leinenrücken, Lesebändchen, tollen Bildern (von Nicole Giger selbst und anderen Fotograf*innen) und einem cleanen, modernen Layout als Gesamtkunstwerk daher. Nicole Giger hat mich mit den spannenden Anekdoten, witzigen Geschichten aus ihrem Leben und interessanten kulinarischen Einblicken in die Weltliteratur im Handumdrehen abgeholt. Wusstet ihr, dass Goethe und Schiller eine Vorliebe für Quitten teilten? Oder dass Abbas Khider die Aubergine zur Königin der Bratpfanne adelte? Und das folgende Zitat hat mich fast dazu verleitet, Mark Twains "Bummel durch Europa" zu lesen. "Reisen ist fatal für Vorurteile, Bigotterie und Engstirnigkeit." ~ Mark Twain (S. 99) Aus meinem SuB haben mich dann aber doch noch andere Bücher angelacht. Wenn ich es dereinst schaffe, habe ich das passende Rezept zur Lektüre schon zur Hand: Gefüllte Süsskartoffeln Südstaaten Style. Klingt sehr lecker, oder? Wenn ihr jetzt auf den Geschmack gekommen seid, findet ihr das Rezept bei meiner Kollegin Petra von "Die Liebe zu den Büchern". Wie dieses Rezept, haben auch die anderen Eigenkreationen ihren Ursprung in einem Gericht aus der internationalen oder aus der Schweizer Küche. Nicole Giger hat sie dann auf ihre ganz eigene Art frisch und modern (meist vegetarisch) interpretiert und so ganz eigene Gerichte geschaffen. Das reicht vom Urner Apfelbrot, über die Miso-Auberginen mit Kräutercouscous, bis zur Pasta al Martini und zur Zaprska-Sauce. Fazit "Ferrante, Frisch & Fenchelkraut" von Nicole Giger ist das perfekte Kochbuch für alle, die nicht nur in Büchern, sondern auch in der Küche gerne über den eigenen Tellerrand hinausschauen, kulinarisch gerne Neues wagen und sich dabei von der Autorin auch noch die Geschichte hinter den Gerichten - garniert mit literarischen Häppchen aus aller Welt - erzählen lassen möchten. Die Fakten Ferrante, Frisch & Fenchelkraut Nicole Giger AT Verlag 320 Seiten Erschienen im Oktober 2019 ISBN: 978-3-03902-007-2 Herzlichen Dank an den AT Verlag für das Rezensionsexemplar. Weisskohl mit Kichererbsen, gelben Zucchini, Steinfrüchten und Burrata Ich habe mir für euch das Rezept zu Paul Austers "Leviathan" ausgesucht und getestet. Dieses Buch habe ich zwar noch nicht gelesen, aber ich bin grosser Fan von Austers "New York-Trilogie". Für das folgende Rezept hat sich Nicole Giger nicht nur von einem Familienrestaurant in Albanien, sondern auch von Austers Romanfigur Maria Turner inspirieren lassen: Sie isst jeden Tag anders, aber immer einfarbig. Für den warmen Salat bedienen wir uns v.a. bei gelben Zutaten: Zutaten für 4 Personen Für den Salat: · 1/2 Weisskohl · 2 gelbe Zucchini · 5 EL Sesamöl · 2 TL Currypulver · Grobkörniges Meersalz, Pfeffer aus der Mühle · 3 EL Zitronensaft, frisch gepresst · 1 Schuss Weisswein oder Noilly Prat · 1 Dose Kichererbsen (Abtropfgewicht 220g) · 1 EL Sesamöl · ½ EL Zitronensaft · ½ TL Kurkuma · ½ TL gemahlener Kreuzkümmel · 2 Pfirsiche · 2 Nektarinen · 2 Aprikosen (je nach Saison geht es auch mit Äpfeln und Birnen) · 250 g Burrata (z.B. Mini Burratine) Für das Dressing: · 40 ml Apfelbalsamico · 1 TL Honig · 40 ml Olivenöl · 40 ml Buttermilch · Grobkörniges Meersalz, Pfeffer aus der Mühle · 2-3 TL Shiro Miso (helle Misopaste, gibt's im Asiashop) · 150 g weiche Aprikosen, halbiert, entsteint Zubereitung: 1 Den Weisskohl halbieren, in feine Schnitze schneiden und diese in eine grosse Auflaufform oder auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben. Die Zucchini längs in feine Streifen schneiden und ebenfalls mit aufs Blech oder in die Form geben. Gemüse mit Sesamöl, Zitronensaft, Salz, Pfeffer und Currypulver marinieren und einen Schuss Weisswein dazugeben. In der Mitte des auf 180 Grad vorgeheizten Ofens mit Umluft für 35 bis 45 Minuten garen. 2 Die Kichererbsen in einen Sieb unter fliessendem Wasser abspülen und nach Wunsch von den kleinen Häutchen befreien. Die Kichererbsen mit Sesamöl, Zitronensaft, Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel und Kurkuma mischen und in eine kleine Auflaufform geben. Nach 15 Minuten Backzeit die Kichererbsen zu Weisskohl und Zucchini in den Ofen geben. 3 Alle Zutaten fürs Dressing im Mixer oder mit dem Stabmixer zu einem sämigen Dressing mixen. 4 PFirsiche, Nektarinen und Aprikosen waschen, halbieren und Steine entfernen. Die Steinfrüchte in einer Grillpfanne oder auch direkt auf dem Grill oder in einer Grillschale 5 bis 10 Minuten rösten. 5 Weisskohl, Zucchinistreifen und Kichererbsen in einer Schüssel oder auf einer Platte vorsichtig mischen. Die grillierten Früchte darauf anrichten und mit Burrata oder Mini Burratine toppen. Nach Wunsch mit einigen gelben essbaren Blüten garnieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit dem Dressing beträufeln. Im Gespräch mit Autorin und Foodbloggerin Nicole Giger Als ich das Buch "gelesen" (ja, ich habe es so ziemlich von vorne bis hinten durchgelesen) habe, bin ich neugierig geworden, wie es überhaupt dazu gekommen ist. Ich habe bei Nicole nachgefragt (Foto: Joni Hedinger). Eliane: Ich muss die Huhn- oder Ei-Frage stellen: Was war zuerst: die Anekdote, das Rezept oder die literarische Episode? Oder mal so, mal so? Nicole: Tatsächlich mal so, mal so. Manchmal ist die Anekdote zuerst und dann kreiere ich dazu ein Rezept. Beispielsweise bei den Quitten. Da habe ich mich mit mittelalterlichen Rezeptbüchern auseinandergesetzt und war so fasziniert von der Art und Weise wie früher Rezepte verfasst wurden. Die Angaben waren damals noch total ungenau, so stand da beispielsweise «und dann bäck bis es gut ist» oder «nimm quite soviel te willst» - das hat mich richtiggehend amüsiert. Daraus entstand dann ein Rezept, ein Quitten Crumble. Manchmal sind es aber auch die Erlebnisse oder die Gerichte, die ausschlaggebend sind. So war’s beispielsweise beim Rezept für Sarma. In Belgrad durfte ich mit der Familie einer Freundin Slava feiern und die hausgemachten Sarma, also Krautwickel, der Grossmutter essen. Diese Krautwickel waren ein Gedicht und das Fest ein bleibendes Erlebnis. Dann habe ich nach einer Krautwickel- oder einer Kohlkopf-Anekdote in der Literatur gesucht, bei Jonathan Franzen bin ich dann fündig geworden. Sind dir die Geschichten auch manchmal zugeflogen oder kamst du dir meist vor wie ein Trüffelschwein (sorry für den Vergleich!), bis du das passende Zitat, die richtige Geschichte oder das leckerste Rezept gefunden hast? Glücklicherweise sind sie mir tatsächlich meist zugeflogen. Das liegt vielleicht auch daran, dass es mein erstes Buch war. Viele Geschichten und Anekdoten sind über die Jahre gesammelt. Auf all den Reisen wusste ich noch nichts von einem Buch. All die Geschichten sind nicht auf Papier entstanden oder weil es ein Konzept für ein Buch gab, ich glaube auch, genau das tut dem Buch gut. Aber ja, ‘zugeflogen’ ist vielleicht etwas gar beschönigt, vorbeigeflogen trifft’s eher, ich musste sie dann auch noch einfangen, Anstrengung war durchaus zu spüren, zumindest teilweise. Gibt es ein Rezept, das es nicht ins Buch geschafft hat, das es aber auch verdient hätte? Ja, Tacos mit Seitan. Oder auch ein Eintopf mit Randen. Zum Schluss war einfach zu wenig Platz vorhanden, die Seitenzahl auf 320 beschränkt. Und hast du einen heimlichen Favoriten unter den Rezepten bzw. den Geschichten dazu? Hm, schwierige Frage. Ich persönlich esse die Smashed Potatoes mit zweierlei Pesto unglaublich gerne, auch die gefüllten Süsskartoffeln oder die Pasta mit geröstetem Blumenkohl. All diese Rezepte sind ruckzuck gekocht und haben Comfortfood-Charakter. Das brauchen wir im Moment ja mehr denn je. Wäre ich jetzt gerade in Dessertlaune, hätte ich vermutlich den Feigenkuchen oder die Erdnuss Raw Bars erwähnt. Und Lieblingsgeschichten? Hm, das ist noch schwieriger. Mir gefällt Hermann Hesses Zitat zu Indien besonders gut, aber auch Günter Grass’ Worte über Linsen find ich rührend. Richtig amüsant finde ich Donna Leons Zeilen über die Italienische Küche oder auch Mark Twains Liste über seine liebsten Gerichte. Wie kam es überhaupt dazu, dass du auf deinem Blog Literatur und Essen kombinierst? Ich habe Germanistik studiert und mir ist immer wieder aufgefallen, wie oft in Büchern gegessen, gekocht oder auch gefastet wird. Zudem sind auch viele Schriftstellerinnen und Schriftsteller leidenschaftliche Köche - oder mindestens leidenschaftliche Esser. Essen und Literatur verbinden, ist daher viel naheliegender als es vielleicht auf den ersten Blick vielleicht erscheint. Zudem, das Faszinierendste am Essen finde ich nach wie vor die Geschichten hinter den Rezepten. Essen ist so viel mehr als Nährwerte und Mengenangaben, Essen ist Kultur, Geschichte und Tradition. Gerichte können die Geschichten einer Familie erzählen, ja die eines ganzen Landes. Darum finde ich es so toll, wenn ich übers Essen und all das, was wir damit verbinden, schreiben kann. Und wie kam es dann vom Blog zum Buch? Der AT Verlag hat angefragt. Da konnte ich schlecht Nein sagen. Ich hab mich natürlich ungemein gefreut, ja die Freude war riesig. Selber hätte ich wohl kaum schon an ein Buch gedacht, das ist doch schliesslich sowas wie die Königsdisziplin, wenn man ein Blog hat. Ja, da hast du recht! Und wie das Buch zeigt, war die Anfrage vom AT Verlag mehr als berechtigt! Herzlichen Dank für das spannende Interview! Ich freue ich schon auf ein nächstes Buch von dir. #literarischkochen - eine kulinarische Reise durch die Weltliteratur Ich bin von "Ferrante, Frisch & Fenchelkraut" so begeistert, dass ich kurzerhand ein paar Bloggerinnen bzw. Kolleginnen von Instagram gefragt habe, ob sie bei der Aktion #literarischkochen dabei wären und ebenfalls ein Rezept aus dem Buch ausprobieren und vorstellen. Den ganzen April über werdet ihr bei folgenden Blogs/Accounts fündig: Die Liebe zu den Büchern (@diepetzi) @gute_seiten_schlechte_seiten Kochkunststücke (@kochkunststuecke) Miss Broccoli (@_missbroccoli) Natürlich freuen wir uns auch, wenn ihr selbst in den Social Media den Hashtag nutzt und eure ganz eigenen Geschichten rund ums Essen, Kochen und die Literatur teilt. Ich teile eure Posts dann auch fleissig in den Insta-Stories. Like it? Pin it! Magst du diesen kulinarisch-literarischen Buchtipp? Dann freue ich mich sehr, wenn du dir den Pin auf Pinterest merkst. Teilen ist natürlich auch sonst über alle Kanäle erlaubt und hilft mir sehr! #ATVerlag #NicoleGiger #Kochen #Reisen #Kochbuch #Rezepte #lesenstattreisen #bücherfürmehrweltoffenheit
- Ein Buch für Daheimgebliebene
Ein Kinderbuch über Urlaub in Zeiten von Corona? Nein, das ist kein schlechter Scherz. Denn in "Urlaub ahoi" von Corinna Antelmann und Nadine Kappacher geht es genau darum: Ferien zuhause. Hier stehen vielerorts die Frühlingsferien an. Vielleicht habt ihr auch bald Osterferien? Jedenfalls sitzen wir gerade alle im selben Boot - egal, ob Ferien oder nicht: Verreisen können wir nicht und da tut etwas Aufmunterung gut. Urlaub zuhause Genauso geht es dem Mädchen im Bilderbuch "Urlaub ahoi" von Corinna Antelmann und Nadine Kappacher. Während andere am Strand Sandburgen bauen, in einen kalten Bergsee hüpfen oder gar bis nach Grönland reisen, muss das Mädchen mit seinen Eltern zuhause bleiben. Die Eltern sagen dazu: "Ist doch egal, wo du bist. Denn vergiss nicht, du kannst wegfahren, aber dich nimmst du trotzdem überallhin mit." Schlimmer geht immer Mag stimmen, aber was helfen schlaue Sprüchen einem Mädchen mit Fernweh? Oder uns allen in den "Corona-Ferien"? Und für das Mädchen im Buch kommt es noch schlimmer: Es regnet und regnet und regnet und hört gar nicht mehr auf. "Mein Hirn ist so weichgespült, dass ich es nicht einmal mehr schade finden kann, zu Hause geblieben zu sein." Langsam, langsam beginnt das Mädchen sogar Gefallen am Regen zu finden. Es taucht einfach ein in die Welt der Bücher und verschlingt alles, was es über die Weltmeere finden kann. Nach einer Woche Dauerregen hat es rund ums Haus so viel Wasser wie um eine Insel im grossen, weiten Ozean. Und am dreizehnten Tag beginnt die Reise doch noch: Das Haus hebt nämlich ab, wird vom Wasser davongetragen. Und so kommt die Familie vorbei an Plattfischen, Dornhaien, Goldbrassen, Igelquallen, Seegras und vielen weiteren Meeresbewohnern. Und vielleicht schaffen sie es ja sogar bis nach Grönland? Leicht und dynamisch illustriert Nadine Kappacher hat die Geschichte von Corinna Antelmann wunderschön mit Aquarell, Tusche und Collagen illustriert. Die Bilder lassen die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Fantasie durch ihre Mehrschichtigkeit gekonnt verschwimmen. Bewegen wir uns zuerst noch in relativ abgeschlossenen einseitigen Bildern, kommt mit dem Wasser mehr Dynamik auf und die Bilder werden grossflächiger, erstrecken sich über eine Doppelseite und füllen den ganzen Platz aus. Sehr gut gefällt mir auch die gewählte Schrift, die an die gute alte Schreibmaschine erinnert. Fazit "Urlaub ahoi" von Corinna Antelmann und Nadine Kappacher versöhnt uns mit dem Daheimbleiben - gerade zu Zeiten von Corona, aber natürlich nicht nur! Und es animiert uns zum Reisen im Kopf, so dass wir am Schluss vielleicht auch sagen können: "Ich habe die Welt gesehen und bin nie weggewesen." Grosse Vorleseempfehlung Die Fakten Urlaub ahoi Corinna Antelmann (Text) Nadine Kappacher (Illustration) Tyrolia Verlag 26 Seiten Erschienen im März 2020 ISBN: 978-3-7022-3841-4 Ab 4 Jahren Website von Corinna Antelmann Website Nadine Kappacher PS: Herzlichen Dank an den Tyrolia Verlag für das Rezensionsexemplar. #Kinderbuch #Bilderbuch #Urlaub #Ferien #wirbleibenzuhause #urlaubzuhause #Tyrolia #CorinnaAntelmann #NadineKappacher #Sommerferien #Meer #Regen #Fantasie #Abenteuer #Reisen
- Eins, zwei, drei, los!
(Werbung/Verlosung) Fühlt ihr euch auch manchmal, als müsstet ihr mit zehn Bällen gleichzeitig jonglieren oder als wärt ihr Teil einer wackligen Pyramide, die jeden Moment in sich zusammenstürzen könnte? Dann habe ich was für euch, nein, sogar zwei Dinge: Das Pop-up-Buch "Eins, zwei, drei, die Aktrobaten!" und als Gewinn ein 8-wöchiges online Sportprogramm für Schwangere und Mamas! Als Mama (oder Papa) halten wir ja eh schon oft viele Bälle gleichzeitig in der Luft. In Zeiten von Corona wird das noch extremer: Homeoffice im Zweischichtbetrieb, Homeschooling, Homebespassung, Social-Distancing-Outdoor-Aktivitäten, Haushalt, Einkaufen und wenn's noch schlimmer kommt, Haustiere! Wenn das nicht nach akrobatischem Geschick verlangt! Manege frei! Im Pop-up-Buch "Eins, zwei, drei, die Akrobaten!" vom französischen Duo Anouck Boisrobert und Louis Rigaud heisst es "Vorhang auf!" für die fantastische Akrobatenfamilie. Die Basis bildet Frau Blüm in ihrem schönen Kostüm. Lulu, Moritz, Lukas und einige Racker mehr vervollständigen die Pyramide, bis am Schluss Kater Rufus alles aus dem Gleichgewicht - oder vielleicht doch alles wieder ins Lot - bringt? In diesem Bilderbuch in Form eines Zirkuszelts erleben Kinder ab 3 Jahren und ihre Vorleser*innen eine sagenhafte Vorführung. Nummer, um Nummer entsteht die Pyramide in 3D. Jede und jeder trägt ihren/seinen Teil zum Gelingen bei. Und die kleinen Zuhörer*innen lernen wie nebenbei die Zahlen. Uff, eine Aufgabe des Homeschoolings wäre schon mal geschafft! Die Fakten zum Buch Eins, zwei, drei, die Akrobaten! Anouck Boisrobert und Louis Rigaud Aggi Becker (Übersetzung aus dem Französischen) Kleine Gestalten 10 Seiten Erschienen im September 2019 ISBN: 978-3-89955-834-0 Herzlichen Dank an Kleine Gestalten und Kirchner Kommunikation für das Rezensionsexemplar. Fit durch den Alltag - Verlosung Wer solche Kunststücke vollführen muss, braucht natürlich eine starke Mitte, muss sich im Alltag (und in der Schwangerschaft) fit halten. Das gilt beim aktuellen Lockdown mehr denn je! Haben wir uns bisher noch aufs Rad geschwungen, um zum Bahnhof zu fahren, oder mehrere Treppen erklommen, um ins Büro zu kommen, fällt diese alltägliche Bewegung weg. Auch auf den Besuch im Fitnesscenter oder im Yogakurs müssen wir aktuell verzichten. Da ist ein Online-Training Gold wert! Stefanie und Anna von rund∞fit haben am 1. April ihre online Trainings- und Wissensplattform für Schwangere und Mütter lanciert. Mit dem #StayHome Special könnt ihr jetzt sofort und noch bis zum 27. April 2020 kostenlos loslegen! Schaut unbedingt rein und testet ihre Trainingsvideos. Ende April starten dann die ersten Runden des Rückbildungsprogramms und des Programms "Fit im Alltag". Mit dem Schwangerschaftsprogramm könnt ihr jederzeit starten. 8-wöchiges Trainingsprogramm gewinnen! Beantworte auf Facebook oder Instagram die Gewinnspielfrage und du kannst ein 8-wöchiges Trainingsprogramm deiner Wahl gewinnen: Sei es Starke Mitte (Rückbildung), Fit im Alltag (derzeit für CHF 150.- erhältlich) oder zwei Monate des Schwangerschaftsprogramms (derzeit für CHF 80.-/Monat erhältlich). Facebook Instagram Teilnahmebedingungen: Die Verlosung läuft ab Freischaltung der Posts bis Freitag, 10. April 2020, 23:59 Uhr. Du kannst teilnehmen, wenn du mindestens 18 Jahre alt bist und in der Schweiz, Deutschland oder Österreich wohnst. Rechtsweg und Barauszahlung sind ausgeschlossen. Reagiert die Gewinnerin nicht innert 3 Tagen auf die Gewinnbenachrichtigung (auf Facebook oder Instagram), wird neu ausgelost. Viel Glück! Deine Eliane #KleineGestalten #Zirkus #Zahlen #Zählen #AnouckBoisrobert #LouisRigaud #Sport #Talente #Team #Verlosung #rund8fit













