Ein Mädchen auf Bärenfang

01/11/2019

Heute stelle ich euch den Tarantino unter den Kinderbüchern vor: "Annie und die Bärenjäger" von Lotte Bräuning. Klingt blutrünstig? Ist es irgendwie auch und trotzdem ist das als grosses Lob zu verstehen!

 

Keine Angst, in "Annie und die Bärenjäger" von der deutschen Illustratorin Lotte Bräuning fliesst kein Blut, zumindest sehen wir keines.

 

Es war einmal im Wilden Westen

Aber fangen wir vorne an: Die drei Cowboys Jack, Freddy und Slim haben Grosses vor. Sie wollen einen Bären fangen und damit 5'000 Dollar kassieren. Ja, das war vor circa 150 Jahren richtig viel Geld! Geld, mit dem die drei ihre Träume vom eigenen Saloon, einer sprudelnden Goldquelle und gaaaanz viel Whiskey erfüllen wollen. Damit den drei Haudegen der Bär und die Moneten nicht durch die Lappen gehen, muss ein Plan her. Ein wasserdichter Plan, versteht sich.

 

Jack, Freddy und Slim sitzen also im Saloon, beratschlagen, planen, diskutieren, saufen, streiten, fluchen und verprügeln sich - so wie echte Cowboys das eben tun. In Gedanken legen sie Schlingen aus, buddeln tiefe Fallgruben, locken den Bären mit Würsten an. Nein, falsch! Nicht einfach mit Würsten, mit in Whiskey getränkten Würsten natürlich. Das Planen dauert und dauert und dauert... bis zum nächsten Morgen.

 

Selbst ist die Bärenjägerin

Und wo kommt nun die titelgebende Annie ins Spiel? Nicht im Text, aber in den Illustrationen. Da sehen wir, dass Annie die drei Helden im Saloon bedient. Und während die drei Männer reden und reden und reden, macht Annie einfach. Was? Ihr ahnt es! Aber herausfinden müsst ihr es selbst.

 

So erzählen der knappe Text mit trockenem Humor und die Bilder je eine eigene Geschichte. Wir werden beim Vorlesen und Betrachten zu Kompliz*innen von Annie und lachen uns am Ende mit ihr ins Fäustchen.

 

Ein weiteres Highlight sind neben der klug erzählten/gezeichneten Geschichte die Illustrationen. Äusserst detailreich nimmt uns Lotte Bräuning mit ihren Buntstiftzeichnungen auf Aquarell mit in den Wilden Westen, in den Saloon, ja bis ins Bärenfell, das aufs Haar genau zu erkennen ist. Kein Wunder, war sie mit ihrem Debüt bereits für die Serafina 2019, den Illustrationspreis für Nachwuchstalente, nominiert!

 

Fazit

Lotte Bräuning ist mit "Annie und die Bärenjäger" eines der besten Bilderbücher des Jahres gelungen. Jedenfalls für alle Zuhörer*innen und Vorleser*innen mit Humor (okay... und etwas Schadenfreude). Das ist Vorlesespass pur - mit ein Bisschen peng, peng, einer coolen Heldin und genialen lllustrationen!

 

 

Die Fakten

Annie und die Bärenjäger

Lotte Bräuning (Text + Illustration)

Atlantis Verlag

32 Seiten

Erschienen am 23.08.2019

ISBN: 978-3-7152-0764-3

Ab 5 Jahren

 

Leseprobe und Bestellung bei Atlantis

 

PS: Herzlichen Dank an den Atlantis Verlag für das Rezensionsexemplar.

 

 

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