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- Kinderbücher in allen Farben
„In allen Farben“ ist das Motto der Schweizer Erzählnacht am 9. November 2018. Ein wunderbares Thema, das viel Raum für Interpretation lässt. Ich habe Anna vom Blog kinderwärts und Leiterin eines Malorts in Zürich – also DIE Farbexpertin schlechthin – gebeten, uns ihre liebsten bunten Kinderbücher vorzustellen und uns etwas über das Malspiel zu erzählen. Bild: Copyright Anna Noss. Vorausschicken möchte ich nur ganz kurz die Website der Schweizer Erzählnacht und meine Pinnwand zum Thema „In allen Farben“. Hier findet ihr viele weitere Buchtipps in allen Farben des Regenbogens. Und nun übergebe ich das Wort an Anna: Viele, viele bunte Bücher Man könnte meinen, ich habe die Fragestellung nicht ganz verstanden, wenn ich euch gleich meinen ersten Kinderbuch-Favoriten vorstelle. Soll es doch um Farben gehen. Doch, doch ich habe es verstanden und trotzdem steht für mich ganz vorne ein Buch, das mich völlig fasziniert, welches vielleicht aber auf den ersten Blick etwas farblos wirkt. Das schwarze Buch der Farben Ein sehr besonderes Bilderbuch, durch und durch schwarz. Auf den zweiten Blick werdet ihr erkennen, dass dieses Buch nicht farblos ist. Die Farben werden auf der einen Seite beschrieben: Wie riecht zum Beispiel gelb? Wie schmeckt es? Wie fühlt es sich an? Wie der Flaum eines Küken/Bibeli? Der Text ist auch in Braille-Schrift wiederholt. Auf der anderen Seite sind die beschriebenen Dinge reliefartig abgedruckt und mit den Fingerspitzen erfühlbar. «Das schwarze Buch der Farben» von Menena Cottin und Rosana Faría ist ein Buch für alle Sinne, das für Kinder (ab 2 Jahren) und Erwachsene wunderbar ist und alle erahnen lässt, wie es ist, blind zu sein. Heute bin ich Hier geht es um einen Fisch, der Gefühle zeigt. In knalligen bunten Kreidefarben liegt der Schwerpunkt im Bilderbuch von Mies van Hout auf dem Thema Emotionen und Bedürfnisse. Wir sprechen viel zu selten über unsere Gefühle und in meiner Arbeit in Kita, Schule und Sozialarbeit habe ich stets Literatur gesucht, die mich bei diesem so wichtigen Thema unterstützt. Die Fische und Farben sind ein Fest für die Augen. «Heute bin ich» kann man genauso gut für die Arbeit mit Erwachsenen verwenden, denen es meist ebenso schwerfällt, vermutlich genau aus dem Grund, dass sie als Kind nicht gelernt haben, differenziert über ihre Gefühle zu sprechen. Oft kennen wir nur Wut, Traurigkeit und Freude. Konflikte und herausfordernde Situationen lassen sich jedoch viel leichter verstehen und oft auch lösen, wenn wir eine Ahnung von unseren vielen verschiedenen Gefühlen haben, sie annehmen und benennen können. Frederick Nummer drei ist der kleine Frederick, das ist wirklich keine Neuheit, aber eins meiner absoluten All-time-Lieblingsbücher. Schon seit meiner Kindheit kenne ich Frederick. Frederick, die kleine Maus, ein wunderbares Kinderbuch von Leo Lionni mit wenig Text, schönen Collagenbildern und großer Botschaft. Immer wenn es Herbst und Winter wird, krame ich das kleine Büchlein (es ist noch die Version von damals) hervor, lasse mich von Frederick verzaubern und auf den Winter einstimmen. Eine emsige Mausfamilie sammelt den ganzen Sommer über Vorräte für den kalten, langen Winter. Alle arbeiten hart, bis auf eine kleine Maus, die offensichtlich faul daneben sitzt. Keiner versteht, was sie da tut. Die kleine Maus Frederick sammelt andere Dinge… Als der Winter nicht enden will und die vielen Vorräte aufgebraucht sind, rückt Frederick mit seinen Vorräten heraus. Er hat wärmende Sonnenstrahlen gesammelt, auch bunte Farben (rot wie Mohn oder blau wie die Kornblumen) und viele, viele Wörter für Poesie und Gedichte. Hier findet ihr auf meinem Blog ein paar praktische Ideen für die Herbst- und Winterzeit, passend zum Frederick-Buch. Der Malort Ich freue mich wahnsinnig, dass MINT & MALVE mich zum Thema Farben angefragt hat. Seit ein paar Jahren spielen nämlich Farben eine besondere Rolle in meinem Leben und seit diesem Herbst habe ich einen Malort in Zürich. Hier male ich mit Kindern und Erwachsenen. Dorthin ist jeder herzlich eingeladen, mit bunten Farben auf grossen Bildern zu malen. Egal, ob man Erfahrung mit Pinsel und Farbe hat oder nicht, egal ob man 3, 13, 43 oder 103 Jahre alt ist, dort ist jede*r herzlich willkommen! „Jenseits von richtig und falsch, liegt ein Ort, dort werde ich dich treffen.“ ist eines meiner Lieblingszitate von Rumi. Denn im Malort geht es nicht um richtig oder falsch, gut oder schlecht. Jede*r darf malen, was er/sie möchte. Niemand wird es bewerten oder kommentieren. Ich stehe jedem zur Seite, wenn es um Papier, Farbe und Pinsel geht. Über das Malspiel Das Malspiel ist eine ursprüngliche Form des Malens. Es gibt keine Vorgaben oder Grenzen in Bezug auf das Gemalte. Feste Rituale und einige Spielregeln ermöglichen diese Freiheit. Im Malort kann man sich einer Sache hingeben, vertiefen, achtsam seine Spuren auf dem Papier hinterlassen. Eine unendliche Geschichte Im Malort gibt es keine Grenzen. Jeder kennt zum Beispiel das typische Bild mit dem Haus, dem Schornstein und dem Weg davor. Im Malort gibt es die Möglichkeit, diesen Weg weiter wachsen zu lassen. Das heißt, dem ersten Blatt weitere hinzuzufügen und so dieses Abenteuer weiter erleben zu dürfen. Vielleicht sogar bis ins Unendliche, denn man kann so viele Blätter anfügen, wie man möchte. In dieser geschützten und angenehmen Atmosphäre kann sich jede*r frei entfalten und dies brauchen wir so dringend für unsere Entwicklung. In Kindergärten und Schulen ist dies oft leider nicht mehr möglich. Sie funktionieren nach einem Benotungs- und Bewertungssystem. Auch in unserer Gesellschaft, die auf Leistung, Medien und Konsum basiert, befinden wir uns in einem ständigen Bewertungssystem. Arno Stern Arno Stern hat vor 70 Jahren angefangen, mit Kindern zu malen und tut dies seitdem (heute immer noch mit 94 Jahren). Zu Beginn seiner Tätigkeit hat er die Kinder beobachtet und eben festgestellt, dass sie malten, so wie sie spielten. Alle Kinder liebten es, zu malen und genossen die bunten Spuren auf dem Papier. Sie taten dies völlig selbstvergessen. Er griff niemals in das Gemalte ein und kommentierte es nicht. So können Kinder „malspielen“ ohne Kommentare von Erwachsenen wie „Was malst du denn Schönes?“, „Was soll das denn darstellen?“, „Das ist aber schön“, „Toll gemacht“, „Ist das für mich?“, … Wenn wir Kinderbilder bewerten und besprechen, übernehmen Kinder diese Haltung und lernen, dass jedes Bild also etwas darstellen muss, schön sein soll, gefallen muss und am besten an die Oma, Tante, Mama verschenkt wird. Das entspricht nicht ihrem (und unserem) ursprünglichen Bedürfnis. Wer Lust hat, tiefer in diese Thematik des Malspiels, aber auch der Betrachtung von Kinderbildern einzutauchen, empfehle ich das Buch von Arno Stern: „Wie man Kinderbilder nicht betrachten soll“. Und alle Menschen in und um Zürich lade ich sehr herzlich in meinen Malort ein. Melde dich gerne für eine unverbindliches Vorgespräch bei mir :). Anna Noss findet Kinder toll! Sie lebt und arbeitet in Zürich, ist aber regelmässig in ihrer langjährigen Wahlheimat Berlin. Sie ist Pädagogin und schreibt für alle, die mit Kindern in Kontakt sind, einen Blog: www.kinderwaerts.de Seit diesem Sommer widmet sie sich mit viel Herz ihrem neuen Projekt, dem Malort in Zürich für Kinder und Erwachsene: www.meinmalort.ch Sie hat schon immer gerne gemalt und sagt, wenn sie einen Pinsel in der Hand hält, geht es ihr automatisch besser. Kinderwärts und „Mein Malort“ gibt es auch in den sozialen Medien: Kinderwärts bei Facebook Mein Malort bei Facebook Kinderwärts bei Instagram Mein Malort bei Instagram Bilder (ausser Buchcover): Copyright Anna Noss. Buchcover: Copyright bei den jeweiligen Verlagen. Like it? Pin it! Du magst diese Buchtipps? Dann hilfst du mir sehr, wenn du die Inspiration auf Pinterest teilst. Merke dir einfach diesen Pin.
- Adventsgeschichte: Mit dem kleinen Stern ins Abenteuer
(Werbung) Wollt ihr euch die Wartezeit auf Weihnachten mit einem Adventskalender versüssen? Aber ohne Süssigkeiten und fair produziert? Die Adventsgeschichte "Der kleine Stern" bietet genau das und erst noch ein spannendes Abenteuer! Und das Beste? Bei MINT & MALVE könnt ihr ein Exemplar dieses märchenhaften Adventskalenders gewinnen. Märchen zum Mitspielen Wie es sich für eine Adventsgeschichte gehört, kommt "Der kleine Stern" in 24 Kapiteln für jeden Tag des Advents daher. Darüber hinaus können die Kinder jeden Tag ein Couvert öffnen, das immer einen Sticker zum Einkleben enthält und manchmal sogar eine Fingerpuppe oder eine fluoreszierende Zacke für den kleinen Stern. So können die Kinder jeden Tag im Dezember ein "Päckli" öffnen und die märchenhafte Geschichte hautnah miterleben und mitspielen. Und "Der kleine Stern" gibt der Familie in der stressigen Vorweihnachtszeit Gelegenheit, sich jeden Tag etwas Extrazeit zum Vorlesen zu nehmen. Abenteuer im Wald und an weiteren Schauplätzen Habt ihr euch schon mal geachtet? Auf der Milchstrasse, bei der grossen Kurve, da gibt es einen kleinen Stern, der besonders hell leuchtet. Das ist der kleine Stern, die Hauptfigur der Adventsgeschichten von Karin Fröhlich und Eveline Moser. Der kleine Stern steht nicht gerne immer am selben Ort am Himmel, das ist ja auch recht langweilig. Er hält sich für einen grossen Abenteurer und wagt sich manchmal ziemlich weit vor! Sei dies nun im Wald (wie in der Version im Bild), im Meer, im Weltall oder auf dem Bauernhof. In der Adventsgeschichte "Abenteuer im Wald" folgt der kleine Stern kurzerhand einem Sternschnuppenmädchen auf die Erde und landet - der Titel verrät es - im Wald. Aber nicht irgendwo im Wald, sondern direkt neben einem Bären, der eigentlich gerade Winterschlaf hält. Der grummlige Bär erwacht und so nimmt das Abenteuer seinen Lauf. Für einen guten Zweck An der Produktion dieses besonderen Adventskalenders sind neben Autorin Karin Fröhlich und Fotografin Eveline Moser mit der Stiftung Wendepunkt und der Pestalozzi Stiftung auch zwei wohltätige Organisationen beteiligt. Mit dem Kauf der Adventsgeschichte unterstützt ihr diese sozialen Institutionen, gerade in der Vorweihnachtszeit eine schöne Geste. Fazit Die Adventsgeschichte "Der kleine Stern" ist das ideale Geschenk für die eigenen Kinder, das Götti- oder Gottenkind ab ca. 4 Jahren. Die märchenhaften Abenteuer des kleinen Sterns verbinden eine spannende Geschichte mit der vorweihnachtlichen Freude, jeden Tag ein Türchen des Adventskalenders zu öffnen. Ausserdem geben sie der Familie Anlass, sich zum Vorlesen und Mitspielen einmal am Tag gemütlich aufs Sofa zu kuscheln. Da die Bücher nicht die Weihnachtsgeschichte erzählen, wenden sie sich an Kinder aller Kulturen und Religionen und können auch gut im Kindergarten, in der Kita oder in der Schule eingesetzt werden. Verlosung Auf meiner Facebook-Seite könnt ihr jetzt ein Exemplar der Adventsgeschichte "Der kleine Stern" gewinnen. Das Gewinnspiel dauert bis Dienstag, 30. Oktober 2018. Die weiteren Teilnahmebedingungen findet ihr direkt im Facebook-Post. Ich wünsche euch viel Glück und eine besinnliche Adventszeit! Pssst! Es stehen weitere Verlosungen an. Mit meinem kostenlosen Newsletter bleibt ihr auf dem Laufenden. Herzlichen Dank an die Macherinnen vom kleinen Stern für das Rezensions- und das Verlosungsexemplar. Like it? Pin it? Magst du meinen Buchtipp bzw. Geschenktipp für die Adventszeit? Dann freue ich mich riesig, wenn du dir diesen Pin auf Pinterest merkst.
- Krebs bei Kindern - mit einem Buch drüber reden
(Werbung) Mit Kindern über Themen wie Flucht, Migration, Tod oder Krankheit zu sprechen, fällt oft nicht leicht. Kinderbücher können hier den Einstieg ins Thema erleichtern. Auf dem Blog Chez Mama Poule von Ellen stelle ich euch heute mit "Julie ist wieder da!" ein Kinderbuch über Leukämie vor. Hier bei mir könnt ihr drei Exemplare davon gewinnen. Aber lest doch zuerst den Gastbeitrag bei Chez Mama Poule. Neben der Buchbesprechung findet ihr dort auch Ratschläge von Psychotherapeutin Michèle Widler, wie wir auf Augenhöhe mit Kindern über Krebs sprechen können. Mein Gastartikel ist ein Beitrag zur Solidaritätskampagne "4 von 5" von Kinderkrebs Schweiz. Mit einer Wunschaktion unter www.4von5.ch will der Dachverband Kinderkrebs Schweiz betroffenen Kindern und Jugendlichen und ihren Familien Mut zusprechen und die Öffentlichkeit auf die Krankheit und ihre Spätfolgen aufmerksam machen. Formuliert auch ihr einen Wunsch und spendet den Betroffenen Zuversicht! Verlosung Edition Moderne stellt mir neben dem Rezensionsexemplar auch drei Exemplare von "Julie ist wieder da!" zum Verlosen zur Verfügung. Wollt ihr an der Verlosung teilnehmen? Dann gebt unten einfach bis Mittwoch, 24. Oktober 2018, 23:59 Uhr einen Kommentar ab, vielleicht ja auch einen schönen Wunsch für ein von Kinderkrebs betroffenes Kind oder seine Angehörigen. Teilnehmen können alle ab 18 Jahren mit Wohnsitz in der Schweiz, Deutschland oder Österreich. Über die Gewinner entscheidet das Los. Die Gewinner werden per Mail benachrichtigt. Erfolgt innert 3 Tagen keine Reaktion, wird erneut ausgelost. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, ebenso die Barauszahlung des Gewinns. Der Versand erfolgt durch mich. Übrigens: Es stehen weitere Verlosungen an. Wenn ihr nichts verpassen wollt, abonniert einfach meinen Newsletter (er ist kostenlos und ihr könnt euch jederzeit wieder abmelden).
- Der Kälte trotzen
Fürchtet ihr euch auch schon vor der Kälte? Ich nach diesem fast endlosen Sommer auf jeden Fall. «Stína» geht es im Buch von Lani Yamamoto nicht anders. Im Blogbeitrag erfahrt ihr mehr über dieses winterliche und dennoch herzerwärmende Bilderbuch. Stína lebt in Island. Da ist es natürlich für unsere Verhältnisse – und auch für die von Autorin Lani Yamamoto – recht kalt. Stína friert aber auch im Sommer. Sie geht nie ohne Jacke raus und wenn sie einen Rock trägt, dann nie ohne Strumpfhose und Kniesocken. Die anderen Kinder planschen derweil fröhlich im Schwimmbecken. Der Kälte trotzen Stína unternimmt ganz viel, um nicht zu frieren. Sie trinkt heisse Schokolade, backt Plätzchen, kuschelt sich unter ihre warme Daunendecke. Ja, sie macht sogar verschiedene Erfindungen, um weniger zu frieren. In den Kühlschrank greift sie nur mit einer Kneifzange mit langem Arm. Je kälter es wird, desto weniger verlässt sie das Haus. Aber was sie auch tut, um sich zu wärmen, sie friert immer noch. Irgendwann kann sie nicht mal mehr ihr Bett verlassen. Wärme von innen An dieser Stelle soll natürlich nicht die ganze Handlung verraten werden. Aber soviel sei gesagt: Stína lässt sich von ihrer Neugier und ihren Freunden mitreissen, geht wieder nach draussen und die Freude darüber wärmt sie von innen. Ich mag es, wenn ein Buch vom Papier ins reale Leben der Kinder hineinreicht. Hier geschieht das mit einem Rezept für die beste heisse Schokolade der Welt, einer Anleitung zum Stricken ohne Nadeln und einer Erklärung, wie das mit dem Pfeifen durch die Finger klappt. Das muss ich jetzt gleich mal üben gehen! 😉 Die handwerklich talentierten Leserinnen und Leser können sogar nach Stínas Vorbild einen Flickenteppich aus alten T-Shirts knüpfen, ein Wollkleid stricken oder sich Fusswärmer nähen. Isländisch schlicht Ich weiss nicht, ob das der isländische Einfluss ist? Der Illustrationsstil passt jedenfalls wunderbar zu meiner Vorstellung vom Leben in Island, betrachtet durch die Augen einer Amerikanerin. Schlichte Zeichnungen mit Tusche oder Fineliner, gefüllt und umgeben von gedeckten, einheitlichen Farbflächen in Blau, Grau, Braun oder auch mal Grün, Rot und Gelb. Und oft begleitet von viel Weiss. Der Text ist ebenfalls ruhig, unaufgeregt, schlicht, ohne selbst kalt zu wirken. Im Gegenteil, ein feiner Humor durchzieht das ganze Buch. Auch besonders ist die Gestaltung: Mit dem dicken, kartonierten Umschlag kommt die Bilderbuchreihe von Helvetiq robust daher. Im Innern erwartet uns hingegen mattes Papier in der üblichen Dicke bzw. Dünne. Fazit «Stína» von Lani Yamamoto ist ein stilles Buch, unaufgeregt und trotzdem humorvoll und empathisch. Text und Bild ergänzen sich ideal, sowohl in ihrer Schlichtheit als auch im feinen Humor. Wer eine besondere Wintergeschichte für Kinder ab 5 Jahren über ein eigenwilliges Mädchen sucht, das seinen Weg geht, ist hier richtig. Die Fakten Stína Lani Yamamoto (Text + Illustration) Lea Bosshart (Übersetzung aus dem Englischen) Helvetiq 44 Seiten Erschienen am 08.10.2018 ISBN: 978-2-940481-52-1 Ab 5 Jahren Einblick und Bestellung bei Helvetiq Helvetiq auf Instagram Helvetiq auf Facebook Übrigens: Bei Helvetiq sind dieses Jahr zwei weitere Kinderbücher mit jungen Heldinnen erschienen. Hannas Hosentasche, Daniel Fehr und Jamie Oliver Aspinall, Helvetiq, 2018 Frida Vogelnest, Tina Schilp und Silvan Borer, Helvetiq, 2018 Herzlichen Dank an Helvetiq für das Rezensionsexemplar. Like it? Pin it? Ich danke dir ganz herzlich, dass du dir meinen Buchtipp auf Pinterest merkst und so die Inspiration teilst!
- Buchauswahl für den Herbst
Herbstzeit ist Lesezeit. Geht es euch auch so und ihr seid noch auf der Suche nach dem richtigen Buch? Für den Blog LouMalou von Nadja Zimmermann durfte ich wieder eine Auswahl an Büchern zusammenstellen. Es ist für alle was dabei! Poetisches Kinderbuch gefällig? Nicht? Dann hätte ich noch zahlreiche unerschrockene Heldinnen im Angebot oder doch lieber einen Gentleman? Auch nicht? Dann ist mein letzter Buchtipp was für euch, denn da gibt es Fragen über Fragen. Aber schaut doch einfach bei LouMalou vorbei und lasst uns einen Kommentar da, welches Buch euch am meisten anspricht! Like it? Pin it! Magst du meine Buchtipps? Dan freue ich mich sehr, wenn du dir diesen Pin merkst.
- Flucht übers Meer
Khaled Hosseini erzählt in "Am Abend vor dem Meer" in Form eines Briefes vom Vater an den Sohn vom Abschied von zuhause und vom Abend vor der riskanten Flucht. Illustriert von Dan Williams ist diese Erzählung ein eindrückliches Mahnmal. Vor gut drei Jahren ging das Bild von einem kleinen syrischen Jungen um die Welt. Alan Kurdi, auf der Flucht ertrunken, angespült an der türkischen Küste, nur drei Kilometer entfernt von der rettenden griechischen Insel. Ob man ein solches Bild veröffentlichen darf, darüber lässt sich streiten und darüber haben die Medien damals auch gestritten. Aber immerhin hat dieses Bild - das Time Magazine bezeichnet es als eines der 100 einflussreichsten aller Zeiten - europäische Regierungen dazu gezwungen, ihre Grenzen zu öffnen, endlich zahlreiche flüchtende Syrerinnen und Syrer aufzunehmen. Aber wie wir wissen, dauert der Krieg in Syrien an, die Flüchtlingsströme reissen nicht ab. Und einmal in Europa angekommen, haben es die Flüchtlinge längst nicht einfach überstanden. Sie begegnen Hass, Ausgrenzung, Abwehr und Erniedrigung in unterschiedlichster Form. Auf der Flucht Khaled Hosseini - bekannt von Romanen wie "Der Drachenläufer" - hat seine eigene Geschichte als afghanischer Flüchtlingsjunge und die Geschichte von Alan Kurdi in diesem Buch zusammengebracht. Im Zusammenspiel mit den eindringlichen Aquarellen von Dan Williams erzählt er davon, wie es ist, von seiner Heimat Abschied zu nehmen, sich auf einen ungewissen, sehr gefährlichen und sehr beschwerlichen Weg über das Meer zu machen, in der Hoffnung auf Freiheit. In der Hoffnung darauf, irgendwo anzukommen, wo man als Mensch gesehen und angenommen und nicht als ungebetener Gast behandelt wird. Brief an den Sohn Khaled Hosseini erzählt die Geschichte in Form eines Briefes vom Vater an den Sohn. Der Vater hat vor den Toren von Homs eine glückliche Kindheit verbracht. Er erinnert sich an das Haus seiner Mutter, an die blühenden Wiesen, an das geschäftige Treiben in Homs. Aber all das erscheint ihm jetzt, am Abend vor der Überfahrt, wie ein Trugbild. Sein Sohn kennt nur den Krieg. "Du weisst, dass ein Bombenkrater als Schwimmbecken dienen kann. Du weisst, dass dunkles Blut ein gutes Zeichen ist, helles ein schlechtes." (ca. S. 29, Buch ohne Seitenzahlen) #bookstagrammergegenrechts, #vielfaltdurchlesen, #onthesamepage Wie können wir, wie können unsere Regierungen zulassen, dass auch nur ein Kind solche Dinge weiss? Solche Dinge erlebt? Und am Ende vielleicht lächerliche drei Kilometer vor der Rettung ertrinkt? Solange es solche Schicksale gibt und wir ihnen erst noch mit Ignoranz oder Angst begegnen, solange braucht es Bücher wie die von Khaled Hosseini und solange versuchen wir Buchmenschen einen kleinen, bescheidenen Beitrag zu leisten, den Lauf der Geschichte positiv zu beeinflussen. In Richtung von weniger Krieg, von mehr Weltoffenheit, von mehr Toleranz und mehr Vielfalt. Auf folgenden Websites und in den Social Media findet ihr mehr zu drei laufenden Aktionen: Bookstagrammer gegen Rechts Vielfalt durch Lesen (Binooki Verlag) ON THE SAME PAGE (Frankfurter Buchmesse, Börsenverein des Deutschen Buchhandels, ARTE, ZDF, SPIEGEL) Zusammenspiel von Bild und Text Aber nochmals zurück zum Buch. Die Illustrationen im Stile von Aquarellen von Dan Williams ergänzen die kurzen Textpassagen von Khaled Hosseini wie eine zweite Stimme die erste. Sie widerspiegeln bildlich, was der poetische Text mit Worten vermittelt. Die schönen Kindheitserinnerungen schillern in warmen, leuchtenden Farben. Der Krieg, die Flucht, das bedrohliche Meer spiegeln sich in düsteren Illustrationen. Mit der Hoffnung auf eine bessere Zukunft leuchtet ein Silberstreifen am Horizont (Interview mit der Herstellerin über die Arbeit am Buch). Fazit "Am Abend vor dem Meer" von Khaled Hosseini ist für mich perfekt. Bleibt zu hoffen, dass es viele Leserinnen findet. Und viele KäuferInnen, denn der Erlös geht an den UNHCR, das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen, und an die Khaled Hosseini Foundation. Und dass all diese Menschen sich dafür einsetzen, dass eine Kindheit im Krieg einst unmöglich erscheint - als ein Trugbild vergangener Jahrzehnte. Die Fakten Am Abend vor dem Meer Khaled Hosseini (Text) Dan Williams (Illustration) Henning Ahrens (Übersetzung) S. Fischer Verlag 48 Seiten Erschienen am 29.08.2018 ISBN: 978-3-10-397409-6 Leseprobe und mehr bei S. Fischer Verlage Khaled Hosseini auf Instagram Khaled Hosseini auf Facebook S. Fischer Verlage auf Instagram S. Fischer auf Facebook
- Herbst im Bilderbuch
Habt ihr schon die richtigen Kinderbücher für Herbst und Winter griffbereit? Nicht? Im Gastbeitrag für mamarocks.ch stelle ich vier berührende, witzige, spannende und schön illustrierte Bilderbücher rund um den Winterschlaf bzw. den Flug in den Süden vor. Mit dabei sind: Jakob fliegt nach Süden (Simon James) Als Bär erzählen wollte (Philip und Erin Stead) Der Hase hält Winterschlaf (Marion Arnold und Tina Küenzi) Ein Bär namens Mur (Kaisa Happonen und Anne Vasko) Alles Weitere erfahrt ihr auf dem Blog von mamarocks.ch, dem Familienblog von Deborah und Jérôme aus Zürich. Jérôme war übrigens auch schon mal zu Gast bei MINT & MALVE: Ein Blick in die Besprechung von "#Vatersein" lohnt sich! Auf Pinterest findet ihr passend zum Thema zwei Pinnwände mit noch mehr Kinderbuchinspiration für Herbst und Winter. Habt ihr weitere Tipps? Lasst mir einfach einen Kommentar da. Danke! Kinderbücher Herbst Kinderbücher Winter Like it? Pin it! Du magst meine herbstliche Bilderbuchsammlung? Dann freue ich mich sehr, wenn du sie dir auf Pinterest merkst!
- Starke Mädchen in Kinderbüchern
Pippi Langstrumpf kennen alle! Aber wie steht es um andere Kinderbuchheldinnen? Für den Kinderbuchblog Familienbücherei habe ich ein paar meiner aktuellen Lieblingsbücher mit starken Mädchen, bewundernswerten Frauen und Heldinnen, die die Hosen anhaben, zusammengestellt. Damit ihr wisst, was euch bei Susanne erwartet, hier eine kleine Vorschau in Bildern. Alles weitere erfahrt ihr in der Familienbücherei. Viel Spass bei der Lektüre! Folgende Besprechungen findet ihr auch bei MINT & MALVE: Kalle und Elsa, Jenny Westin Verona und Jesús Verona Frida Kahlo und ihre Tiere, Monica Brown und John Parra Marta & ich, It's Raining Elephants Good Night Stories for Rebel Girls, Elena Favilli und Francesca Cavallo Lasst euch inspirieren! Inspiration findet ihr zudem auf meiner Pinnwand "Klischeefreie Bilderbücher", da gibt es neben starken Mädchen auch Regenbogenfamilien, Jungs in Blümchenstrumpfhosen und alles, was das bunte Familienleben jenseits von Geschlechterstereotypen und veralteten Rollenmodellen so ausmacht. Like it? Pin it! Du magst meine Buchtipps? Danke, wenn du sie dir auf Pinterest merkst!
- Gemeinsam auf Mäusejagd
Das schönste Suchbuch seit es Suchbücher gibt! So könnte man "Wilmas Mäusejagd" von Liliane Steiner kurz zusammenfassen. Aber ich liefere euch natürlich gerne eine etwas ausführlichere Buchvorstellung. Wilmas Mäusejagd Die Geschichte ist einfach: Wilma, die Hauskatze von Familie Roth, begibt sich auf Mäusejagd. Wie im berühmten Kinderlied sitzt sie vor dem Loch und die Maus kommt nicht mehr raus. Schweizerinnen und Schweizer hören an dieser Stelle: "S Müüsli isch is Löchli gschloffe und chunnt nömme uuse." Oder ist die Maus etwa gar nicht mehr drin? Die hungrige Wilma zieht jedenfalls weiter, streift auf der Jagd nach der Maus durch Wald und Stadt, durch die Metzgerei, den Zoo und durch den Garten zurück nach Hause zu Familie Roth und erlebt auf der Pirsch so manches Abenteuer. Kinder werden zu Detektiven Auf jeder Doppelseite gilt es, ein Rätsel zu lösen. Natürlich ist das jeweils Aufgabe der Kinder (macht aber ihren Eltern genauso Spass). Mit der integrierten Lupe können sie über die Seiten fahren und so die Antwort auf die Frage im Text finden. Durch die rote Folie der Lupe verschwinden rote Farbflächen und machen den Blick frei auf die dahinterliegenden blauen oder weissen Tiere. So kommen die kleinen Bücherwürmer nicht nur der Maus auf die Spur, sondern auch der Beute des Jägers, den Zirkustieren, die sich versteckt haben, oder der Schlange, die sich in den Garten geschlichen hat. Kein Wunder, sind sie sofort im Suchfieber! Das Vorlesen wird hier zum gemeinsamen, äusserst kurzweiligen Erlebnis. Eine Augenweide Das Buch überzeugt nicht nur mit der spannenden Suche, sondern auch durch die äusserst hochwertige Aufmachung: Da sind die wunderschönen Illustrationen in Rot- und Blautönen im Stile von Linolschnitten. Da ist der Einband mit dem zerknitterten Seidenpapier, der sich so toll anfühlt. Und da ist die japanische Bindung, also Papierbögen, die nur von einer Seite bedruckt und in der Mitte gefaltet gebunden sind. Ein echtes Schmuckstück aus dem kunstanstifter Verlag! Fazit "Wilmas Mäusejagd" von der Basler Illustratorin Liliane Steiner begeistert die Kleinen ab 3 Jahren ebenso wie die Grossen. Dieses Suchbuch über eine Katze auf der Jagd nach etwas Essbarem sticht aus der Masse heraus: Es ist wunderschön gestaltet und vereint Vorleserinnen und Zuhörer im gemeinsamen Lese- und Sucherlebnis. Ob ihr die Maus auf jeder Seite findet? Schnell, sonst kommt euch Wilma zuvor! Herzlichen Dank an den kunstanstifter Verlag und Kirchner Kommunikation für das Rezensionsexemplar. Die Fakten Wilmas Mäusejagd Liliane Steiner kunstanstifter 28 Seiten Erschienen am 30.01.2017 ISBN: 978-3-942795-49-4 Ab 3 Jahren German Design Award Winner 2018 Wilmas Mäusejagd bei kunstanstifter Website von Liliane Steiner kunstanstifter bei Instagram kunstanstifter auf Facebook Like it? Pin it! Du magst diesen Buchtipp? Merke ihn dir auf Pinterest! Du magst Kinderbücher mit Katzen? Hier findest du noch mehr Inspiration!
- Gebrauchsanweisung für die Erde
Kommst du so richtig draus, wie das hier auf der Erde funktioniert? Worum es geht im Leben? Eben! Wie soll es dann erst einem Neugeborenen gehen? Oliver Jeffers hilft mit seinem berührenden Bilderbuch "Hier sind wir" nach. Was das mit dem Weltkindertag und einem "Liebesbrief an mein Kind" zu tun hat, erfährst du in diesem Blogbeitrag. Am Anfang dieser Buchbesprechung stand die Frage von Stefan von vaterfreuden.de, ob ich Teil der Blogparade #LiebesbriefanmeinKind sein wolle. Zu dieser Blogparade posten bis zum Weltkindertag am 20. September verschiedene Mama- und Papablogger ihren "Liebesbrief an mein Kind" oder einen Blogpost zum Thema. Auch du bist herzlich eingeladen. Wie es geht, erfährst du am Ende des Beitrags. Zum Stichwort "Liebesbrief an mein Kind" fiel mir sofort DER Liebesbrief an ein Kind überhaupt ein: Das neue Bilderbuch "Hier sind wir" von Oliver Jeffers. Denn was gibt es Wertvolleres, als seinem Kind, den Start ins Leben zu vereinfachen, ihm seine Fragen zu beantworten, ihm zumindest im Ansatz die Welt zu erklären und es für seinen Lebensweg unserer Liebe und Unterstützung zu versichern? Genau. Und deshalb möchte ich euch das Kinderbuch hier gerne näher vorstellen. Wo bin ich bloss gelandet? "Hier sind wir. Anleitung zum Leben auf der Erde" hat Kinderbuchautor und Illustrator Oliver Jeffers (geboren in Nordirland, heute in Brooklin lebend) in den ersten zwei Monaten nach der Geburt seines Sohnes Harland geschrieben. Er beginnt damit, seinem Sohn zu erklären, wohin es ihn verschlagen hat - auf den Planeten Erde, Teil unseres Sonnensystems - und dass seine Eltern sehr glücklich sind, dass er sie im unendlich riesigen Weltall überhaupt gefunden hat. Ganz schön vielfältig! Dann erklärt er, wie die Erde aufgebaut ist - aus Land und Meer - und was sich in diesen Lebensräumen so tummelt. Natürlich wir Menschen - ziemlich komplexe Wesen, die ständig essen und trinken müssen. Menschen, die ziemlich bunt sind, gross oder klein, dick oder dünn und sich unterschiedlich verhalten. Aber am Ende sind wir doch alle: Menschen. Die Erde teilen wir uns mit den Tieren - ebenfalls ein ziemlich bunter Haufen. Die Welt entdecken und schützen Nach dieser ersten Auslegeordnung geht es ums menschliche Zusammenleben, um den Tages- und Nachtablauf. Viele Neugeborene scheinen das ja am Anfang nicht so recht zu verstehen. (Anmerkung der Redaktion: Ich kann das aus eigener Erfahrung nur bestätigen. ;-)) Und schliesslich gibt Oliver Jeffers seinem Sohn einige berührende Ratschläge und die Sicherheit mit auf den Weg, dass er immer für ihn da ist. Fazit Oliver Jeffers gibt mit "Hier sind wir" nicht nur seinem neugeborenen Sohn, sondern allen Leserinnen und Lesern und ihren Kindern eine Art Gebrauchsanweisung für die Erde an die Hand. Er kommt dabei vom Grossen ins Kleine und spannt wieder den Bogen zum Grossen, indem er dazu aufruft, die Vielfalt zu schätzen, Mitmenschen und Tiere gut zu behandeln, unserer Erde Sorge zu tragen. Er trifft die leisen Töne, aber immer mit einem besonderen Witz. Er berührt mit Fragen nach dem Sinn des Lebens und indem er Geborgenheit und Sicherheit vermittelt. Die Grundlage, um als kleiner Mensch die Welt zu entdecken. "Hier sind wir" ist nicht nur eine Liebeserklärung an seinen Sohn, sondern auch an die Erde und ihre BewohnerInnen in ihrer ganzen Vielfalt. All das macht dieses Bilderbuch zum idealen Geschenk zur Geburt. Noch mehr rund um "Hier sind wir" Buchtrailer: Video: In diesem Video von Bas Berkhout (auf Englisch) erklärt Oliver Jeffers mehr über die Hintergründe des Buches: seine Kindheit in Belfast und die Geburt seines Sohnes. Sehr inspirierend sind Oliver Jeffers' Social-Media-Kanäle, auf denen er sich immer wieder politisch äussert: Facebook Instagram Twitter Herzlichen Dank an den NordSüd Verlag für das Rezensionsexemplar. Die Fakten Hier sind wir Oliver Jeffers (Text und Illustration) Anna Schaub (Übersetzung) NordSüd Verlag 48 Seiten Erschienen am 20.07.2018 ISBN: 978-3-314-10453-4 Ab 4 Jahren Blick ins Buch Blogparade #LiebesbriefanmeinKind von vaterfreuden.de für einen guten Zweck - sei dabei! Du bist herzlich eingeladen, mit den Hashtags #Weltkindertag #BlogparadeVaterfreuden #LiebesbriefanmeinKind auf deinem Blog und/oder in deinen Social-Media-Kanälen deinen Liebesbrief zu zeigen. Hier findest du eine Anleitung, um einen eigenen Brief zu schreiben. In deinem Beitrag solltest du auf vaterfreuden.de verlinken und im Bild sollte die Grafik der Blogparade zu sehen sein (siehe rechts). Für jeden Beitrag spendet vaterfreuden.de 1.- Euro an das Deutsche Kinderhilfswerk. Damit kein Beitrag untergeht, schickst du am besten eine Mail mit Link zu deinem Beitrag an Yvonne. Ich freue mich, wenn wir auf diesem Weg möglichst viel für den guten Zweck zusammenbringen. Und unsere Kinder werden sich eines Tages über die schönen Briefe freuen, davon bin ich fest überzeugt! Like it? Pin it! Dir gefällt das Buch oder mein Blogpost? Danke, wenn du die Inspiration auf Pinterest teilst. Und hier findet ihr ganz viele schöne Liebesbriefe: https://rubbelbatz.de/liebesbrief-an-meinen-sohn/ https://www.facebook.com/beauty.mami.blog/posts/1929277153785400 https://schaumalher.blogspot.com/2018/09/blogparade-zum-weltkindertag.html https://kuchenerbse.de/lass-uns-eine-zeitkapsel-bauen-liebesbrief-an-mein-kind/ https://mamablog-mamamichi.com/2018/09/23/liebesbrief-an-meine-kinder-blogparade-zum-weltkindertag/ https://heuteistmusik.de/liebesbrief-an-meine-kinder/ https://drachenmama-trotzkopfkind.jimdofree.com/2018/09/18/liebesbrief-an-mein-kind/ https://www.mumslife.de/mein-liebes-maeusekind/ https://sabirella.blogspot.com/2018/09/weltkindertag-liebesbrief-kind.html https://www.einfachlosgebloggt.de/2018/06/27/liebesbrief-an-meine-tochter/ https://www.youtube.com/watch?v=H-llVZ2UoPs&feature=youtu.be https://www.vegane-familien.de/ein-liebesbrief-an-meine-kinder/ https://mamastehtkopf.de/2018/09/20/liebesbrief-an-meine-kinder/ https://youdid.blog/15-jahre-mamaglueck-brief-an-meine-tochter/ https://www.vatersohn.blog/ein-brief/ https://ploetzlich-mami.wixsite.com/blog/single-post/2018/09/16/Ein-Liebesbrief-an-mein-Kind https://www.chaosandqueen.de/liebesbrief-an-mein-kind/
- Passt nicht? Passt wohl!
Frei nach dem Motto "Was nicht passt, wird passend gemacht" führt uns Mieke Scheier mit viel Witz durch ihr wunderschön gestaltetes Suchbuch für Gross und Klein. Ja, ich gebe es zu. Dieses Buch ist ein klarer Fall von Illustrationsliebe. Es ist einfach eine Augenweide. Angefangen beim matten Papier, über die schönen Pastelltöne, bis hin zu den reduzierten Grafiken, die mit ihrer feinen Textur an Holz- oder Linolschnitte erinnern. Deswegen gebe ich euch hier gleich den ersten bildlichen Eindruck vom Buch. Hier passt alles und nichts Natürlich will ich euch das geniale Konzept des Buches nicht vorenthalten: Die junge deutsche Illustratorin Mieke Scheier platziert immer auf der rechten Seite eine Gruppe von Gegenständen oder Lebewesen. Einmal ist es Gemüse, das nächste Mal sind es Möbelstücke, ein ander Mal Tiere oder Pflanzen. In jeder Gruppe hat sich ein Sonderling versteckt. Das witzige daran? Der "unpassende" Gegenstand wird auf der jeweils folgenden linken Seite nochmal in Szene gesetzt und zwar wieder in einer "unpassenden" Funktion, die aber zur vorangehenden Seite passt. Schliesslich geht es auf der nächsten rechten Seite mit den "Artgenossen" des jeweiligen Gegenstandes oder Lebewesens weiter. Auf den folgenden zwei Bildern seht ihr das Beispiel des Sofas, äh Hundes. Fazit: Gross und Klein vereint Suchbücher sind ja meist als Kinderbücher konzipiert. Bei "Passt nicht" von Mieke Scheier merkt man aber sofort, dass dieser Bilderbuchschatz keine Altersgrenze kennt, sondern Gross und Klein zu faszinieren vermag. Da der kunstanstifter Verlag auch keine Altersempfehlung macht, würde ich sagen: Dieses Buch passt immer! Zum Beispiel auch als generationenverbindendes Geschenk mit dem gewissen Etwas. PS: Schön ist auch, dass das Buch in Deutschland klimaneutral produziert wurde. PPS: Herzlichen Dank an den kunstanstifter Verlag und Kirchner Kommunikation für das Rezensionsexemplar. Die Fakten Passt nicht Mieke Scheier kunstanstifter 28 Seiten Erschienen am 22.08.2018 ISBN: 978-3-942795-64-7 Einblick ins Buch bei kunstanstifter Mieke Scheier auf Instagram Website von Mieke Scheier (bei mir gerade ziemlich leer) kunstanstifter auf Instagram kunstanstifter auf Facebook Like it? Pin it! Danke, wenn du dir diesen Buchtipp auf Pinterest merkst! So können ihn auch andere entdecken.
- Zwischen den Welten
Im Roman "Die Nacht von Lissabon" führt uns Erich Maria Remarque mitten in den Zweiten Weltkrieg und zeigt damit, wie es ist, wenn ein gültiger Pass mehr zählt als ein Mensch. Eine eindringliche Erzählung, die nichts an trauriger Aktualität eingebüsst hat. "Die Nacht von Lissabon" erschien erstmals 1962 und wurde seither immer wieder neu aufgelegt. Diese Ausgabe von 2017 hat Thomas F. Schneider, Leiter des Erich Maria Remarque-Friedenszentrums an der Universität Osnabrück, herausgegeben und mit einem sehr spannenden Nachwort versehen. Diesem Nachwort entnehmen wir zum Beispiel, dass Remarque der Ansicht war, dass Deutschland seine Vergangenheit rund 20 Jahre nach dem Krieg noch nicht genügend aufgearbeitet habe. Sein Werk ist also als ein Versuch, das Geschehene zu erzählen, zu erinnern und damit einen Beitrag zu einer humaneren Zukunft zu leisten. Leider sind wir global gesehen noch nicht in dieser humaneren Zukunft angekommen und auch hierzulande gibt es immer wieder Rückschläge. Deshalb ist der bald 60 Jahre alte Roman aktueller und lesenswerter denn je! Aber nun zum Inhalt: Unerreichbare Rettung Wart ihr schon einmal in Lissabon? Auch wenn man heute an den Ufern des Tejo steht, spürt man diesen Sog in Richtung Westen und die Hoffnung, die mit einer Reise über den Atlantik verbunden sein kann. So wie sie vielleicht einst die Seefahrer oder 1942 der Ich-Erzähler von "Die Nacht von Lissabon" empfunden haben. Der deutsche Emigrant betrachtet in einer Juni-Nacht sehnsüchtig das Schiff, das am Quai des Tejo vor Anker liegt und am folgenden Tag die Passage nach Amerika, in die Freiheit, fort von den Nazis, weg von Krieg und Verfolgung antreten soll. Das Schiff, das die Rettung für den geflüchteten Ich-Erzähler und seine Frau bedeuten würde, so nah und doch so unerreichbar. Denn der Ich-Erzähler hat sein letztes Geld im Kasino verspielt, hat kein Ticket für das Schiff und schon gar kein Visum für Amerika. Am Quai trifft er nun aber auf Josef Schwarz, ebenfalls ein Verfolgter des Naziregimes, aber im Unterschied zum Ich-Erzähler mit zwei Schiffstickets und zwei Visa in der Tasche. Und Schwarz macht dem Erzähler ein Angebot: Er überlässt ihm die Tickets und die Visa unter der Bedingung, dass er dem Unbekannten in der Nacht seine Lebensgeschichte erzählen darf. Es ist die Geschichte von Josef Schwarz (eigentlich Josef Baumann) und seiner gerade verstorbenen Frau Helen Baumann. Der Ich-Erzähler nimmt das Angebot an und so stürzen wir mitten hinein in die Geschehnisse rund um das Kriegsjahr 1942, das Leben im Exil, das Leben auf der Flucht und hinein in die Liebesgeschichte von Josef und Helen. Zwischen Krieg und Frieden Das ganze Buch spielt sich zwischen den Welten ab: Zwischen Krieg und Frieden, zwischen Leben und Tod, zwischen Tag und Nacht, zwischen Liebe und Hass, zwischen Verfolgung und Entkommen, zwischen Heimat und Exil, zwischen Glück und Pech, zwischen Gesundheit und Krankheit, zwischen Vernunft und Traum. Kein Wunder, werden wir als LeserInnen so richtig durchgeschüttelt, hin- und hergezogen, schöpfen Hoffnung und sind dann wieder fassungslos ob der Tatsache, dass solche Unmenschlichkeiten, ja ein solches Grauen wie im Zweiten Weltkrieg möglich waren (sind). "Der Mensch war um diese Zeit nichts mehr; ein gültiger Pass alles." (S. 8) Der Ich-Erzähler ist praktisch nur ein erzählerischer Kniff von Remarque, denn er tritt kaum selbst in Erscheinung. Wir erfahren sehr wenig von ihm (einige gestrichene Passagen finden sich im Anhang des Buches). Aber wir hören gewissermassen mit seinen Ohren die Geschichte von Schwarz' Flucht und Leben im Exil, immer mit dem Ziel Lissabon - und dann Amerika - und immer in der Hoffnung auf ein gemeinsames Leben mit seiner Helen. Das klingt jetzt etwas schwülstig, ist es aber bei Remarque gar nicht. Nicht vor dem traurigen Kriegshintergrund und auch nicht, weil Remarque den Tod von Helen an den Anfang der Geschichte stellt. Der Sinn von Schwarz' "Lebensbeichte" ist, dass er seine Geschichte und die Erinnerung an seine Frau weitergeben möchte, damit sie in einer anderen Person weiterleben können, zumindest solange diese lebt. Denn er - Josef Schwarz, geboren als Josef Baumann - hat sich längst verloren, hat einen Teil seiner Identität mit seinem echten Pass weggegeben. Teile einer anderen Identität haben sich mit dem gefälschten Pass von Josef Schwarz auf ihn übertragen und die äusseren Umstände haben ihn zu Taten und Verhaltensweisen gezwungen, die er so nie für möglich gehalten hätte. Das Buch hallt lange nach mit seinen Fragen danach, was Identität ausmacht, wie wir uns selbst sehen, wie andere uns erinnern und wo wir noch Halt finden, wo sich unsere wahre Persönlichkeit versteckt, wenn alles um uns herum aus den Fugen gerät. Es sind Sätze wie dieser von Schwarz über seine Zeit im Pariser Exil im Herbst1938, die einschlagen wie eine Bombe und deren Splitter wir erst nach und nach wieder aus dem Fleisch ziehen oder die sogar für immer stecken bleiben: "Die Kastanien blühten sogar zum zweitenmal in Paris, erinnern Sie sich? Ich wurde so leichtsinnig, dass ich mich wie ein Mensch fühlte und mich leider auch so benahm." (S. 18) Fazit "Die Nacht von Lissabon" war mein dritter Antikriegsroman von Erich Maria Remarque nach den obligaten "Im Westen nichts Neues" und "Der Weg zurück". Letztere haben mich beim Lesen noch mehr beeindruckt, mehr mitgerissen, mehr mitleiden lassen. Dieser Roman ist dafür sprachlich einfacher - wenn auch nicht unbedingt besser - und wirkt ebenso lange nach. Er ist ebenfalls sehr lesenswert und ich werde mir bei Gelegenheit sicher weitere Bücher von Remarque vornehmen. Die Fakten Die Nacht von Lissabon Erich Maria Remarque KiWi Verlag 384 Seiten Erschienen am 09.11.2017 (Erstausgabe 1962) ISBN: 978-3-462-31752-7 Leseprobe und mehr beim KiWi Verlag KiWi Verlag auf Instagram KiWi Verlag auf Facebook Like it? Pin it! Du magst diesen Buchtipp? Merke ihn dir auf Pinterest!













