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  • Sie hat (nicht immer) Bock

    (Werbung) Bei Katja Lewinas Buch "Sie hat Bock" knallt nicht nur das Cover* richtig rein, sondern auch der Inhalt! Sie spricht darin über Sex und was daran auch heute noch sexistisch ist. *Im Bild ist das E-Book. Die Printausgabe lohnt sich in diesem Fall aber eindeutig. Nicht nur der gestreifte Schutzumschlag, sondern auch der eigentliche Umschlag sind ein Hingucker. Fragen über Fragen Habt ihr (Frauen) euch schon mal überlegt, warum ihr euch regelmässig die Beine rasiert? Habt ihr euch schon mal gefragt, weshalb frau mit mehr Sexualpartner*innen, als es dem Schnitt entspricht, direkt zur Schlampe wird? Oder weshalb wir keinen "sinnvollen" Begriff für die weiblichen Geschlechtsorgane haben? Katja Lewina geht diesen und vielen weiteren Fragen rund um die weibliche Sexualität unerschrocken, witzig, direkt und ohne Tabus nach. "Sie hat Bock" basiert auf ihren Kolumnen für verschiedenste Magazine von der Brigitte bis zum Playboy. "Sex wurde über viele Jahrtausende dafür benutzt, um zu unterdrücken, zu beschämen und zu verletzen - und das ist noch immer so." (S. 16) In fast 30 kurzen und knackigen Kapiteln geht sie so ziemlich allen Themen rund um die weibliche Sexualität, die sexuelle Sozialisation und unseren Umgang damit auf den Grund. Hier eine nicht ganz abschliessende Liste, was sie alles anspricht: Sexismus und Beschimpfungen, freie Liebe, Pornos, Masturbation, Gynäkolog*innen-Besuch, sexualisierte Gewalt (#metoo), Orgasmus, Sexarbeit, Unterwerfung und Dominanz, Komplimente, Verhütung, Jungfräulichkeit, Schamhaare und weibliche Säfte, Sexspielzeug und verschiedenste Spielarten von Sex. WTF?! Dabei scheut sie nicht davor zurück, Hand anzulegen, äääh, den Finger auf den Wunden Punkt zu legen. Und sie tut das auch noch herrlich erfrischend, so dass man während dem Lesen selbst alle Hemmungen bzw. Scheuklappen ablegt und sich immer wieder fragt: Ja, warum zum Teufel ist das eigentlich so? Und finde ich das gut? Und wenn nicht, weshalb lasse ich mir diese Ungerechtigkeit eigentlich gefallen? Ja, weshalb habe ich sie bisher noch nicht mal hinterfragt? "Immer wieder war ich mit Typen in der Kiste gelandet, die keine Ahnung zu haben schienen, wie eine Frau untenrum so funktionierte. Das lag sicher nicht an mangelndem Willen. Sondern daran, dass weibliche Sexualität etwas ist, über das man im Laufe der Jahrtausende verdammt viel Bullshit verbreitet hat." (S. 13f.) Wenn Katja Lewina über Sex spricht bzw. schreibt, dann tut sie dies nicht nur - aber auch - mit Bezug auf wissenschaftliche Erkenntnisse, mischt diese mit ihren eigenen Erfahrungen und lotet aus feministischer Perspektive mögliche Lösungen aus. Dabei möchte sie niemandem vorschreiben, wie sie*er ihre*seine Sexualität zu leben hat. Aber sie macht mehr als deutlich, dass sie*er eben frei darüber entscheiden sollte und nicht aufgrund irgendwelcher gesellschaftlicher Konventionen. F* the System Dazu gehört auch, tradierte Muster und patriarchale Strukturen zu hinterfragen und aufzubrechen. Mit ihrer humorvollen und motivierenden Art macht sie denn auch direkt Lust darauf und legt den argumentativen Boden zur sexuellen Emanzipation. "Wie wir unsere Sexualität erleben, was für Wünsche und Fetische wir entwickeln, hängt massgeblich von der Gesellschaft ab, in der wir aufwachsen. Mit anderen Worten: Je weniger Alternativen es zur männlichen Dominanz gibt, desto weniger können wir entsprechende Begierden entwickeln und desto mehr verharren wir in alten Rollenklischees." (S. 85) Das einzige, das mich am Buch gestört hat, ist, dass es mit der Zeit recht wiederholend wird. Das ist bestimmt auf den Umstand zurückzuführen, dass das Buch aus Kolumnen entstanden ist, die natürlich auch für sich alleine funktionieren mussten. Und dafür musste die Autorin jeweils weiter ausholen, das eine oder andere nochmals erklären. Liest man das Buch an einem Stück, fallen einem diese Wiederholungen auf. Liest man es häppchenweise über längere Zeit, fällt diese Kritik aber wohl kaum mehr ins Gewicht. Fazit Katja Lewinas Sachbuch "Sie hat Bock" ist ein äusserst lesenswertes Buch über die weibliche Sexualität - für Frauen und Männer! Es räumt auf mit uralten Vorurteilen und tradierten Vorstellungen darüber, wie Frauen im Bett funktionieren oder - aus männlicher Perspektive - zu funktionieren haben. Mit viel Humor hält uns die Autorin die fortwährenden Ungerechtigkeiten vor Augen, bricht mit falschen Klischees und führt uns aus dem patriarchalen Sumpf auf einen neuen Pfad der sexuellen Selbstermächtigung. Die Fakten Sie hat Bock Katja Lewina Dumont 224 Seiten Erschienen am 18.02.2020 Hardcover ISBN: 978-3-8321-8117-8 Website von Katja Lewina PS: Herzlichen Dank an Dumont für das digitale Rezensionsexemplar, das ich über NetGalley beziehen konnte. PPS: Das PocketBook HD 3 im Bild wurde mir kostenlos zur Verfügung gestellt von PocketBook. Like it? Pin it! Hast du Bock auf "Sie hat Bock" gekriegt? Dann merke dir doch den Pin dazu auf Pinterest. #Sachbuch #Feminismus #KatjaLewina #Dumont #Frauen #Sexualität #Gleichstellung

  • Kindern Flügel wachsen lassen

    (Werbung/Verlosung) Der 1. Juni ist Internationaler Kindertag. Aus diesem Anlass stelle ich euch ein Buch über Frida Kahlo, die weltberühmte Malerin, vor. Im Rahmen der Aktion "Heute ein Buch!" könnt ihr ein Exemplar dieses Sachkinderbuchs aus der Reihe "Kleine Bibliothek grosser Persönlichkeiten" gewinnen! "Füsse, wofür brauche ich euch, wenn ich Flügel zum Fliegen habe?" ~ Frida Kahlo Eins meiner liebsten Zitate von Frida Kahlo, der weltberühmten mexikanischen Malerin passt gut zum Anlass dieser Buchvorstellung: dem Internationalen Kindertag, der jeweils am 1. Juni gefeiert wird. Der Tag soll auf die Rechte und Bedürfnisse von Kindern aufmerksam machen. Frida ist ein eindrückliches Beispiel dafür, wie viel möglich ist, auch wenn die Ausgangslage alles andere als leicht ist. Wir Erwachsene sollten - wie einst Fridas Vater - unseren Teil dazu beitragen, dass möglichst vielen Kindern Flügel wachsen. Biografie einer berühmten Künstlerin kindgerecht erzählt "Frida Kahlo" aus der Reihe "Kleine Bibliothek grosser Persönlichkeiten" des Laurence King Verlags ist ein Kindersachbuch, das für Kinder ab etwa 8 Jahren leicht verständlich und doch umfassend auf das Leben der mexikanischen Malerin zurückblickt. In angenehm kurzen Texthäppchen von Isabel Thomas und wunderschön fein gezeichneten Illustrationen von Marianna Madriz tauchen wir in Fridas Leben ein. Eingestreut sind auch immer wieder Zitate von Frida selbst, wodurch wir ihre Perspektive hautnah miterleben. "Meine Kindheit war herrlich; denn obgleich mein Vater ein kranker Mann war..., wurde er für mich zu einem unvergleichlichen Vorbild an rücksichtsvoller Zärtlichkeit, an sachkundiger Arbeitsweise ... und vor allem an Verständnisbereitschaft für alle meine Probleme." (S. 15) So begleiten wir Frida durch all ihre Lebensabschnitte. Da geht es um ihre Erkrankung an Kinderlähmung als kleines Mädchen und ihren Umgang mit den Folgen. Wir erfahren, wie sie als ganz kleines Kind die Revolution miterlebt hat, wie sie mit 18 Jahren durch einen schweren Verkehrsunfall erneut für lange Zeit ans Bett gefesselt wird. Wir erfahren, wie sie als Jugendliche war und welche politische Einstellung sie hatte. Später kriegen wir einen Einblick in ihr Leben an der Seite ihres Mannes Diego Rivera - ebenfalls Maler. Und wir sehen, wie sie mithilfe des Malens mit allen Schicksalsschlägen umgeht - von der Kinderlähmung, über den Verkehrsunfall, über ihre Fehlgeburten und die Beziehungswirren mit Diego, bis zum Vermissen ihres Heimatlandes im Exil in den USA. Wie die anderen Bände der Sachbuchreihe "Kleine Bibliothek grosser Persönlichkeiten" verfügt auch dieser Band über ein hilfreiches Glossar und eine Zeittafel mit den wichtigsten Ereignissen von Fridas Biografie im Überblick. Fazit In "Frida Kahlo" zeichnet Isabel Thomas das Leben der bekannten mexikanischen Malerin kindgerecht, aber nie verniedlichend nach. Kinder ab 8 Jahren erhalten in diesem Sachbuch einen spannenden Einblick in ihr Leben voller Herausforderungen, Schmerz und Leid, aber auch voller Lebensfreude, Selbstbewusstsein und Kreativität. PS: Aus der Reihe "Kleine Bibliothek grosser Persönlichkeiten" habe ich auch schon den sehr gelungenen Band über "Anne Frank" vorgestellt. Die Fakten Frida Kahlo Kleine Bibliothek grosser Persönlichkeiten Isabel Thomas (Text) Marianna Madriz (Illustration) Bettina Eschenhagen (Übersetzung aus dem Englischen) Laurence King Verlag 64 Seiten Erschienen am 28.02.2020 Hardcover ISBN: 978-3-96244-109-8 Ab 8 Jahren Das Buch ist im lokalen Buchhandel erhältlich. Kaufe vor Ort, um die Buchhändlerinnen und Buchhändler zu unterstützen. Mehr von Frida Kahlo auf MINT & MALVE Wer hier regelmässig mitliest, wird nicht zum ersten Mal über den Namen Frida Kahlo gestolpert sein. In folgenden Artikeln kommt die mexikanische Künstlerin ebenfalls zu ihrem Auftritt: Frida Kahlo. Little People, Big Dreams - Isabel Sánchez Vegara und Gee Fan Eng (Insel Verlag Berlin, 2019) Frida Kahlo und ihre Tiere - Monica Brown und John Parra (NordSüd Verlag, 2017) Good Night Stories for Rebel Girls I - Elena Favilli und Francesca Cavallo (Hanser, 2017) Verlosung auf Facebook + Instagram Anlässlich der Bloggeraktion "Heute ein Buch!" kannst du bei zahlreichen Buch- und Familienbloggerinnen das jeweils vorgestellte Buch gewinnen. Bei mir kannst du hier in den Lostopf hüpfen für 1 Exemplar von "Frida Kahlo" von Isabel Thomas und Marianna Madriz: Facebook Instagram Die Verlosung läuft ab Freischaltung der Posts am Montag, 01.06.2020 bis Freitag, 05.06.2020 um 23:59 Uhr. Herzlichen Dank an den Laurence King Verlag für das Rezensions- und das Verlosungsexemplar. Folgende Blogs sind ebenfalls dabei bei "Heute ein Buch!". Schau mal bei ihnen rein und versuch dein Glück! kinderbuchlesen.de Grosse Köpfe x-mal anders sein Kinderchaos Familienblog Juli liest Mutter & Söhnchen Geschichtenwolke Kinderbuchblog Heldenhaushalt Biber & Butzemann Familienbücherei Mom's favorites and more Ich wünsche dir einen ganz schönen Kindertag! Deine Eliane Like it? Pin it! Magst du diesen Buchtipp? Dann freue ich mich, wenn du dir den Pin zum Beitrag auf Pinterest merkst. #LaurenceKing #FridaKahlo #Biografie #Bilderbuch #Sachbuch #Sachbilderbuch #Klischeefrei #Kunst #Kreativität #Feminismus

  • Die Suche nach dem Licht

    Marya Sklodowska war ein aussergewöhnliches Mädchen und eine bewundernswerte Frau. Besser bekannt ist sie unter dem Namen Marie Curie. Ihr Leben und ihre bahnbrechende Arbeit stellen Frances A. Østerfelt und Anja C. Andersen in der eindrücklichen Graphic Novel "Marie Curie - Ein Licht im Dunkeln" vor. Über Marie Curie habe ich an dieser Stelle auch schon berichtet. Ich habe euch die entsprechenden Artikel unten verlinkt. Sie hat mich schon zu Schulzeiten beeindruckt, als ich ihre Biografie gelesen habe. Die Faszination ist geblieben und zum Glück erscheinen immer wieder Bücher, die sich dem Leben und Wirken dieser eindrücklichen Persönlichkeit annehmen. Kindheit, Kampf und Karriere Die Graphic Novel der dänischen Autorinnen Frances A. Østerfelt und Anja C. Andersen ist in fünf Kapitel gegliedert und startet mit Maries bzw. damals noch Maryas Kindheit in Polen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Wir erfahren, wie schwierig es damals für Mädchen war, überhaupt Schulbildung zu erhalten. Die Liebe zur Wissenschaft entdeckte Marya durch ihren Vater, der Lehrer war und der sich stark für die Ausbildung seiner Töchter einsetzte. Wir lesen auch viel über die harten Verluste von Marya - sie verlor ihre Mutter und eine Schwester - und von den Entbehrungen, mit denen die Familie im besetzten Polen zu kämpfen hatte. Nach Abschluss der Schule waren Marya und ihre Schwester Bronia als Privatlehrerinnen tätig. Sie arbeitet auf ihren Traum hin, einst nach Frankreich auszuwandern, um dort zu studieren. Um drei Jahre als Gouvernante und eine gescheiterte Liebe reicher, gelang es Marya tatsächlich, ihrer Schwester nach Paris zu folgen. Hier nannte sie sich Marie und war an der Universität Sorbonne eine der wenigen Physikstudentinnen unter lauter Männern. In ihrer Doktorarbeit widmete sich Marie den magnetischen Eigenschaften verschiedener Metalle. Bei dieser Arbeit traf sie auf ihren zukünftigen Ehemann Pierre Curie. Fortan stürzten sich die beiden gemeinsam in die Erforschung radioaktiver Elemente und erhielten 1903 auch gemeinsam den Nobelpreis für Physik. Den zweiten Nobelpreis, diesmal in Chemie, erhielt sie nach Pierres Unfalltod 2011 alleine. So ist sie bis heute der einzige Mensch, der zwei Nobelpreise in unterschiedlichen Disziplinen erhalten hat! Porträt einer kämpferischen Frau Die Autorinnen der Graphic Novel zeichnen diese und alle folgenden Stationen im Leben von Marie Curie eindringlich nach. Im Zusammenspiel mit den Bildern der polnischen Illustratorin Anna Blaszczyk tauchen wir ganz tief ein in die damalige Zeit, in die leidenschaftliche, aufopferungsvolle Suche von Marie nach neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Immer wieder wird deutlich, wie hart Marie Curie dafür kämpfen musste, als Frau in der Wissenschaft ernst genommen und anerkannt zu werden. Was ausgespart wird, sind die längerfristigen Wirkungen von Maries und Pierres Entdeckungen - wie Hiroshima, Tschernobyl etc. Diese hat sie aber auch nicht mehr erlebt. Im Juli 1934 verstarb sie nach längerer Krankheit und damit endet auch das Buch. Die Illustrationen sind im Collagen-Stil gehalten. Immer wieder sind auch echte Fotos eingearbeitet. Die Graphic Novel arbeitet mit verhältnismässig wenigen Dialogen, vielmehr wird von aussen erzählt. Maries Stimme - oder auch die ihres Vaters und ihrer Schwester - lesen wir in Briefausschnitten. Die Illustrationen sind stark assoziativ. Einige Zusammenhänge werden nur Erwachsenen mit mehr Hintergrundwissen deutlich werden. Einige Anspielungen bleiben wohl auch ihnen verborgen. Das macht das genaue Studieren der Bilder aber auch interessant und tut dem Lesevergnügen keinen Abbruch. Fazit Frances A. Østerfelt, Anja C. Andersen und Anna Blaszczyk ist mit "Marie Curie - Ein Licht im Dunkeln" eine eindringliche Graphic Novel über die berühmte Wissenschafterin gelungen. So bringen sie Kindern ab etwa 10 Jahren, Jugendlichen und Erwachsenen sowohl die wissenschaftlichen Zusammenhänge als auch die feministische Komponente von Marie Curies Lebenswerks näher. Übrigens: Marie Curies Leben gibt es derzeit erneut im Kino zu sehen und zwar in Marjane Satrapis Film "Marie Curie - Elemente des Lebens". Marjane Satrapi kennt ihr vielleicht vom Graphic-Novel-Klassiker "Persepolis", den ich auch schon auf dem Blog besprochen habe. Die Fakten Marie Curie Ein Licht im Dunkeln Frances Andreasen Osterfelt und Anja C. Andersen (Text) Anna Blaszczyk (Illustration) Franziska Hüther (Übersetzung aus dem Dänischen) Knesebeck 136 Seiten Erschienen am 06.03.2020 ISBN: 978-3-95728-366-5 Ab 10 Jahren PS: Herzlichen Dank an den Knesebeck Verlag für das Rezensionsexemplar. Noch mehr von Marie Curie bei MINT & MALVE: Marie Curie wird auch in folgenden Büchern porträtiert, die ich auf dem Blog besprochen habe: Wenn nicht ich, wer dann? Grosse Reden, grosser Frauen - Anna Russel (Sieveking, 2019) Marie Curie. Little People, Big Dreams - María Isabel Sánchez Vegara und Frau Isa (Insel, 2019) Good Night Stories for Rebel Girls I - Elena Favilli und Francesca Cavallo (Hanser, 2017) Like it? Pin it! Gefällt dir dieser Buchtipp? Dann freue ich mich, wenn du den Pin zur Graphic Novel auf Pinterest teilst. #Knesebeck #FrancesAndreasenOsterfelt #AnjaCAndersen #AnnaBlaszczyk #MarieCurie #GraphicNovel #StarkeFrauen #Wissenschaft #Forschung #Physik #Chemie #Biografie #Sachbuch #Nobelpreis

  • Krass und lustig und lecker!

    Wenn ich meine Tochter frage, wie sie "Akissi" findet, sagt sie: "Krass und lustig. Und cool." In diesem Artikel erkläre ich nicht nur, weshalb das auf die Comics von Marguerite Abouet und Mathieu Sapin zutrifft. Ich gebe euch auch ein super leckeres Rezept mit! Akissi aus den gleichnamigen Comics von Marguerite Abouet und Mathieu Sapin lebt in der Elfenbeinküste in Westafrika. Genauer gesagt in der Grossstadt Abidjan. Und da erlebt das kleine Mädchen ganz viele Abenteuer. Akissi muss sich nicht nur mit ihrem grossen Bruder Fofana rumschlagen, der echt fies ist zu ihr. Sie kriegt es auch mit Katzen, Würmern, Läusen und Mäusen zu tun. Und in Band 2 sogar mit einem richtig bösen, gewalttätigen Lehrer. Die Geschichten sind also wirklich krass. Da ist nicht alles heile Welt. Selbstbewusste Heldin mit kreativem Köpfchen Aber Akissi weiss sich zu behaupten und ihr Äffchen Bubu steht ihr treu zur Seite. Sowohl ihrem Bruder bietet sie die Stirn als auch dem bösen Lehrer und allen anderen Widrigkeiten. Dabei findet sie immer kreative, wenn auch oft recht unzimperliche Lösungen und muss auch mal auf kleinere und grössere Notlügen zurückgreifen. Den zuhörenden Kindern macht das natürlich unendlich Spass. Als Mutter muss ich da schon manchmal die Augenbrauen hochziehen und hoffen, dass sich meine Kinder nicht zu viel von Akissi abschauen. Okay, das Selbstbewusstsein, den Mut und die Sicherheit, sich und seine Rechte zu verteidigen, wünsche ich meinen Kindern auch. Aber ich hoffe, sie liefern sich untereinander etwas weniger Kämpfe und spielen weniger fiese Streiche. Die Akissi-Bücher bestehen jeweils aus 14 kurzen Comic-Geschichten. Sie bauen zwar leicht aufeinander auf, aber sind auch einzeln verständlich und in sich geschlossen. Anhand der Geschichten erhält man einen kleinen Einblick ins alltägliche Leben in Abidjan aus der Sicht eines selbstbewussten, witzigen Mädchens der MIttelschicht. Marguerite Abouet ist selbst in der grössten Stadt der Elfenbeinküste aufgewachsen und erzählt in den Büchern von ihren eigenen Kindheitserinnerungen - vom Markt, vom Leben mit ganz vielen Onkeln und Tanten und Kokotas (Kopfnüssen). Besonders cool an Akissi ist, dass sie sich nicht in bestimmte Geschlechterrollen drängen lässt. Sie mag kurze Haare (und holt sich dafür absichtlich Läuse), spielt gerne Fussball und hält mit Fluchwörtern nicht hinter dem Berg. Klar, finden das die Kinder lustig! Bonus-Tracks Am Ende der Bücher findet sich jeweils ein Bonus-Track - wer kennt sie noch von den CDs?! Da werden Begriffe wie Gâte-Gâte erklärt, Rezepte geteilt und eine Anleitung für afrikanische Zöpfe gegeben. Fazit "Akissi", das selbstbewusste, freche, kreative und empathische Schwarze Mädchen, vermittelt uns in den rasanten Comic-Geschichten von Marguerite Abouet und Mathieu Sapin ein facettenreiches Bild des Alltags in einer westafrikanischen Metropole. Akissi ist nicht nur witzig, sondern bricht auch mit Geschlechterklischees. Grosse Leseempfehlung für diese eigenwillige und lustige Heldin! Die Fakten Akissi 1. Auf die Katzen, fertig, los! Marguerite Abouet (Text) Mathieu Sapin (Illustrationen) Ulrich Pröfrock (Übersetzung aus dem Französischen) Reprodukt 96 Seiten Erschienen am 10.10.2018 Hardcover ISBN: 978-3-95640-158-9 Ab 6 Jahren Akissi 2. Vorsicht, fliegende Schafe! Marguerite Abouet (Text) Mathieu Sapin (Illustrationen) Ulrich Pröfrock (Übersetzung aus dem Französischen) Reprodukt 96 Seiten Erschienen am 09.10.2019 Hardcover ISBN: 978-3-95640-205-0 Ab 6 Jahren Alles zu den Kindercomics von Akissi bei Reprodukt. Übrigens: Akissi hat gewissermassen eine grosse Schwester: Aya. Die gleichnamigen Comics stammen von Marguerit Abouet und ihrem Mann Clément Oubrerie und spielen ebenfalls in Abidjan. Mmmmmh, fein, Ziegenköttel! Rezept zum Nachmachen Ziegenköttel mit Kokos. Klingt lecker, oder? Was, findet ihr nicht?! Ist es aber! Ich darf euch hier das Rezept aus Band 1 zur Verfügung stellen. Der perfekte Snack zum Vorlesen witziger Comics! Oder auch einfach für Zwischendurch, wenn man eine echt leckere und seeeehr süsse Stärkung braucht. Wie ihr im Bild seht, sind unsere ersten Ziegenköttel noch etwas bleich ausgefallen, wir üben noch! ;-) PS: Herzlichen Dank an den Reprodukt Verlag für die Rezensionsexemplare und das Zur-Verfügung-Stellen des Rezepts. Black Lives Matter - #ownvoices Im Rahmen der Debatte "Black LIves Matter" sind die Bücher um "Akissi" ein Beispiel für #ownvoices - also ein Buch von Schwarzen Autor*innen über Schwarze Menschen. Solche Stimmen von Schwarzen Menschen und People of Color sind gerade im Kinderbuchbereich noch relativ selten, aber umso wichtiger für ein diversifiziertes, facettenreicheres Bild von einem so vielfältigen Kontinent, der in unserer Wahrnehmung oft hinter dem Schlagwort "Afrika" verschwimmt. Martina vom Bilderbuchwegweiser hat dazu im letzten Herbst einiges unter dem Motto #mehr_als_1_afrika auf Instagram gepostet. Schaut einmal bei ihr rein und entdeckt weitere Bücher von und über Afrika. Like it? Pin it! Magst du diesen krassen Buchtipp oder das leckere Rezept? Dann verbreite deine Begeisterung in den Social Media oder merke dir diesen Pin auf Pinterest. Danke! #MargueriteAbouet #MathieuSapin #ReproduktVerlag #PeopleofColor #PoC #BlackLivesMatter #BücherfürmehrWeltoffenheit #Geschlechterrollen #Klischeefrei #diverseKinderbücher #Diversität #Vielfalt #Bilderbuch #Kinderbuch #Comic #Gender #Alltagsgeschichten #Rezept #Snack #Süssigkeiten

  • Zwischen Himmel und Erde

    Was habt ihr in der Zeit von Lockdown und Stayhome am meisten vermisst? Lässt man die sozialen Kontakte mal weg, war es bei mir die Weite. Bis zum Horizont blicken zu können. Mit Carolina Celas Kinderbuch "Bis zum Horizont" können wir hier zumindest etwas Abhilfe schaffen. Wenn der Blick im Raum gefangen ist Verbringt man viel Zeit in den eigenen vier Wänden, ist klar, dass der Blick weniger oft in die Ferne schweifen kann. Es fehlt die morgendliche Aussicht auf den nächsten Hügel, der verträumte Blick aus dem Zugfenster, der Ausblick von einer Anhöhe oder aus dem Hochhaus über die Stadt oder über die spiegelglatte Fläche vom Meer. In dieser Situation oder auch generell bei Sehnsucht nach Weite oder Fernweh kommt Carolina Celas Bilderbuch "Bis zum Horizont" gerade recht. Mit diesem poetischen Kinderbuch begeben wir uns auf Entdeckungsreise. Wir schauen aus dem Fenster an den nächsten Bergkamm. Blicken durchs Fernglas über den Fluss. Wir suchen den Horizont - die Linie zwischen Himmel und Erde. Mal finden wir sie, mal verschwindet sie. Aber erreichen können wir sie nie. Mal ist der Horizont eine gerade Linie, mal eine Mauer, mal ein Hügelzug, mal ein Gebüsch, das wir gerade zurechtstutzen. Diese Linie zieht sich durch Der optische Clou an der Sache: Durch das ganze Bild zieht sich eine waagrechte Linie. Manchmal ist sie gleichzeitig der Horizont, manchmal aber auch nicht. Zudem entdecken wir in der bunten, grafischen Bildwelt von Carolina Celas immer wieder witzige Details: So zeigt das Bild an der Wand genau den Ausschnitt vom Berg, den wir nicht sehen. Der Horizont im Museum ist eigentlich gar nicht zu sehen, würden nicht alle Pullover auf derselben Höhe beginnen. Elefanten laufen nicht nur über Brücken, sondern verstecken sich auch im Blumentopf und neben Menschen machen hier auch Katzen Yoga. Fazit Carolina Celas bringt mit ihrem Bilderbuch "Bis zum Horizont" nicht nur Weite ins Wohnzimmer. Sie macht auch deutlich, dass immer von unserer Perspektive abhängt, wie wir die Landschaft, Gebäude und Räume wahrnehmen. Eine philosophische Reise entlang einer ganz besonderen Linie - dem Horizont! Geeignet ab 4 Jahren, aber umso augenöffnender, je älter die Leser*innen werden. Die Fakten Bis zum Horizont Carolina Celas (Text + Illustration) Claudia Stein (Übersetzung aus dem Englischen) Kleine Gestalten 40 Seiten Erschienen am 05.02.2020 Hardcover ISBN: 978-3-89955-839-5 Ab 4 Jahren PS: Herzlichen Dank an Kleine Gestalten und Kirchner Kommunikation für das Rezensionsexemplar. Like it? Pin it! Würdest du auch gerne in die Ferne schweifen? Dann speichere dir doch den Pin zum Bilderbuch auf Pinterest ab! #KleineGestalten #beyondthehorizonbook #CarolinaCelas #Horizont #Philosophisches #Poetisches #Kinderbuch #Bilderbuch #Perspektive #Weite #Fernweh

  • Vater-Tochter-Sommer-Abenteuer

    Väter stehen in Kinderbüchern öfter in der zweiten Reihe. Nicht so in Lizzy Stewarts neustem Bilderbuch "Auf zur Schatzinsel!". Was das ungleiche Vater-Tochter-Gespann in diesem Sommerbuch erlebt, erzähle ich euch in diesem Blogbeitrag. Gleich und gleich gesellt sich gern? Mathilda und ihr Papa sind ein tolles Duo, aber sie sind sehr gegensätzlich. Sie schnell, er langsam. Sie ordentlich, er chaotisch usw. Klar, dass diese Verschiedenheiten nicht nur viel Spass bedeuten, sondern auch für einigen Zündstoff sorgen. Eines Tages sind die beiden am Strand. Mathilda hat eine Schatzkarte und möchte sich sofort auf machen, den Schatz zu suchen und zu finden. Und auf keinen Fall möchte sie sich ablenken oder gar vom Weg abbringen lassen! Wenn da nur nicht ihr Papa wäre! Stadt nach Mathildas Anweisungen zu rudern, schaut er lieber ins Wasser. Statt das Ziel im Auge zu behalten, bewundert er irgendwelche Felsen im Meer. Und dann möchte er auch noch eine Abkürzung nehmen! Ihr kennt das Problem mit Abkürzungen? Genau. Meist führen sie auch nicht schneller zum Ziel. Aber die beiden haben Glück und landen am Ufer der Schatzinsel. Da beschliessen sie, ihren jeweils eigenen Weg zu gehen. Und klar, Papa lässt sich wieder von allem Möglichen ablenken, während Mathilda zielstrebig auf den Schatz zusteuert. Wer den Schatz wohl zuerst entdeckt? Die Tochter sagt, wo's lang geht! Lizzy Stewart erzählt uns in ihrem Bilderbuch "Auf zur Schatzinsel!" wieder eine wunderbare Geschichte, die mehr vermittelt als ein sommerliches Abenteuer oder eine spannende Schatzsuche. Da geht es auch um die Beziehung zwischen Vater und Tochter, um unterschiedliche Eigenschaften und wie sich zwei ganz unterschiedliche Menschen ergänzen können. Was am Ende zählt, ist, dass sich beide akzeptieren wie sie sind und den/die jeweils andere*n wertschätzen. Dann kann nämlich ganz Überraschendes passieren! Toll ist auch, dass die Kinderbuchautorin die üblichen Rollen verdreht: Der Papa ist verträumt, lässt sich von allem aufhalten. Die Tochter hat das Heft in der Hand, ist zielstrebig und pflichtbewusst. Exotisch bunte Bildwelt Lizzy Stewart hat ihr Vater-Tochter-Abenteuer in den buntesten Farben illustriert. Da gibt es Bilder, die ganze Doppelseiten füllen und kleinere freigestellte Szenen auf weissem Hintergrund. Besonders gefallen mir die üppigen Tier- und Pflanzenwelten. Der Text ist schön in die Bilder eingepasst und die variable Schriftgrösse macht es den Vorleser*innen leicht, die Höhepunkte auch entsprechend zu betonen. Fazit Lizzy Stewart präsentiert mit "Auf zur Schatzinsel!" eine empathische Vater-Tochter-Geschichte mit schöner Botschaft, farbenprächtigen Bildern und einer Prise Abenteuer. Genau das Richtige für das abendliche Vorleseritual in den Sommerferien! Die Fakten Auf zur Schatzinsel! Lizzy Stewart (Text + Illustration) Seraina Maria Sievi (Übersetzung aus dem Englischen) orell füssli 32 Seiten Erschienen am 13.03.2020 Hardcover ISBN: 978-3-280-08012-2 Ab 4 Jahren Like it? Pin it! Magst du diesen sommerlichen Buchtipp? Dann merke dir den Pin dazu auf Pinterest. #LizzyStewart #orellfüssli #Abenteuer #Bilderbuch #Kinderbuch #Familiensache #Vater #Tochter #Gegensätze #Meer #Schatzsuche #Klischeefrei #StarkeMädchen

  • Kalle und Elsa erobern das Weltall

    Das Erfolgsduo "Kalle und Elsa" geht in die dritte Runde! Im neusten Band vom Schwedischen Duo Jenny Westin Verona und Jesús Verona übernachtet Kalle bei Elsa - was für ein Abenteuer! "Kalle und Elsa" haben mich ja bereits mit ihrem ersten Abenteuer begeistert, in dem sie einen spannenden freien Tag im Garten erleben. Und auch der Nachfolger "Kalle und Elsa. Ein Sommerabenteuer" konnte überzeugen. Klar, dass auch "Kalle und Elsa lieben die Nacht" hier einziehen musste! Auswärts übernachten Im dritten Band der klischeefreien Kinderbuch-Reihe übernachtet Kalle bei Elsa. Natürlich haben sie vor dem Schlafen noch viel vor! Sie wollen eine Rakete bauen, ins Weltall fliegen, ganz viele Chips und Süssigkeiten essen. Was halt alles dazugehört zu einer waschechten Übernachtungsparty. Sie bauen also drauf los, packen Proviant ein und drehen dann eine Runde im Weltall. Dem Meteorregen weichen sie selbstbewusst aus und landen dann auf dem Mond. Ob es Mondtiere gibt? Elsa ist sich nicht sicher, aber "auf jeden Fall einige Nachteulen, Mondsüchtige und vielleicht den einen oder anderen Weltraumaffen.", meint sie. Elsa ist auch im dritten Abenteuer der beiden die Anführerin, die Wagemutige. Selbst als sie in einem schwarzen Loch verschwindet, möchte sie nicht von Kalle gerettet werden: "...ich brauche nicht gerettet zu werden. Ich bin stark wie eine Supernova!" Elsas Papa nimmt die recht wilde Party zum Glück sehr gelassen. Als liebe Nachteule sorgt er für die Verpflegung der Weltraumtruppe. Im gemütlichen Chaos lassen die beiden den Abend ausklingen. Knallbunt und wild illustriert Jesús Verona hat die abenteuerliche Geschichte von Jenny Westin Verona wieder knallbunt und ohne Geschlechterklischees illustriert. Im Weltall wird's fast etwas psychedelisch. Für meinen Geschmack etwas zu viel des Guten, aber die doppelseitigen Bilder machen auf jeden Fall gute Laune und strotzen nur so vor Fantasie! Mit viel Fantasie jenseits von Geschlechterstereotypen und Helikoptereltern Auch im dritten Bilderbuch überzeugt das Duo Jenny Westin Verona und Jesús Verona mit einer diversen Geschichte und Illustrationen voller Fantasie: Kalle ist eine Person of Color, bei Elsa ist "nur" der Papa zuhause und kümmert sich um alles, ohne zu helikoptern. Elsa ist äusserst selbstbewusst und weiss, was sie will, zum Beispiel Ingenieurin sien. Und Kalle trägt wie in allen Büchern gerne Pink (apropos Farben: Schaut euch auch meine Besprechung zu "Disco" an). In dieser Hinsicht ist auch das neuste Abenteuer von "Kalle und Elsa" sehr gelungen. Betrachte ich die ganze Reihe, wünsche ich mir allerdings für Band 4 mal etwas Neues. Denn das Strickmuster ist zumindest für mich als Vorleserin immer dasselbe und deshalb wenig überraschend. Fazit "Kalle und Elsa lieben die Nacht" erzählt eine fantasievolle Geschichte vom Übernachten bei einer Freundin. Jenny Westin Verona und Jesús Verona bieten uns mit ihrem Bilderbuch einmal mehr ein Abenteuer ohne Klischees, dafür mit viel Diversität und ein bisschen kreativem Chaos. Für Weltraumforscherinnen und Mondabenteurer ab 3 Jahren eine absolute Leseempfehlung! Die Fakten Kalle und Elsa lieben die Nacht Jenny Westin Verona (Text) Jesús Verona (Illustration) Karl-Axel Daude (Übersetzung aus dem Schwedischen) Bohem Press 32 Seiten Erschienen am 14.05.2020 ISBN: 978-3-95939-091-0 Ab 3 Jahren Dieses Buch erhältst du in jeder Buchhandlung in deiner Nähe! Bitte unterstütze den lokalen Buchhandel. Auch wenn du online kaufst, kannst du das lokal tun - zum Beispiel im Online-Shop deiner Buchhandlung des Vertrauens. PS: Herzlichen Dank an Bohem Press (Coppenrath) für das Rezensionsexemplar! Like it? Pin it! Magst du diesen klischeefreien Buchtipp? Dann freue ich mich, wenn du dir den Pin dazu auf Pinterest merkst. Du hilfst damit, diverse Kinderbücher sichtbarer zu machen! #Klischeefrei #diverseKinderbücher #Bohem #JennyWestinVerona #JesúsVerona #Bilderbuch #Kinderbuch #Diversität #PeopleofColor #Vielfalt #Übernachten #Fantasie #Weltall #Weltraum #Nacht

  • Lesen, wo und wann du willst

    (Werbung) Vor den Ferien steht wieder die grosse Frage im Raum, welche Bücher denn mit dürfen. Wer kein oder wenig Platz für Printbücher hat, ist mit dem E-Reader von PocketBook gut bedient. Da kann die ganze Bibliothek mit! Die Qual der Wahl Fällt es euch auch immer so schwer, euch für den Urlaub auf drei, vier Bücher in Papierform zu beschränken? Mehr passt ja oft nicht in den Koffer, mag man nicht mitschleppen oder liest man realistischerweise auch nicht. Zumindest, wenn es mit Kindern in den Aktivurlaub geht und nicht auf eine einsame Insel oder alleine in den nächsten Strandkorb an der Ostsee. Ich nehme deshalb neben einigen gedruckten Büchern immer auch meinen E-Reader mit in die Ferien. So kann ich viel mehr Bücher mitnehmen und mich dann vor Ort nach Lust und Laune für das nächste Buch entscheiden. E-Reader - der perfekte Begleiter nicht nur in den Ferien Der E-Reader ist aber natürlich nicht nur im Urlaub praktisch, sondern auch im Alltag. Ich durfte den Touch HD 3 von PocketBook testen und habe mal notiert, welche Vorteile das PocketBook bietet. 9 gute Grüne fürs PocketBook Mit dem E-Reader kann man eine ganze Bibliothek mitnehmen (16 GB interner Speicher, plus eine Cloud). Das PocketBook ist sehr leicht. Der Touch HD 3 zum Beispiel nur 155 Gramm. So hat man die Lektüre immer zur Hand: Beim pendeln, in einer freien Minute im Wartezimmer, am Strand oder zuhause. Man kann sich über den Shop oder die Onleihe seiner Bücherei jederzeit neue Bücher auf den E-Reader laden. In der Tasche oder im Koffer drohen mit dem PocketBook keine umgeknickten Seiten oder beschädigte Umschläge. Ein Graus für Buchliebhaber*innen! Mit dem E-Reader kann man auch in der Nacht bestens lesen, ohne zusätzliches Licht! Man braucht nur eine Hand zum Halten und "Umblättern". Deshalb kann man das PocketBook auch bestens benutzen, wenn man Kinder in den Schlaf begleitet, stillt oder wenn jemand ungestört neben einem schlafen möchte. Im PocketBook kann man sehr gut markieren und sich Notizen machen. So findet man die entsprechenden Stellen schnell wieder. Hat man das PocketBook mal nicht dabei (obwohl es in jede Handtasche passt), kann man mit der App einfach auf dem Handy weiterlesen. Und: Ab einer gewissen Anzahl Bücher ist ein E-Reader nachhaltiger als Printbücher (gemäss "Vier fürs Klima" gilt das schon ab 8 Büchern). Gedrucktes Buch und E-Books gehen Hand in Hand Natürlich lasse ich mir als Buchliebhaberin gedruckte Bücher nicht nehmen! Ich liebe es, den Umschlag zu berühren, die Seiten umzublättern, am Buch zu schnuppern, die Cover abzulichten und die schönen Bücher vor und nach dem Lesen im Regal zu bewundern. Ich nutze deshalb den E-Reader gerne für die Ferien, aber auch sonst zwischendurch. Zum Beispiel, wenn es das Buch der Wahl bei der Onleihe meiner Bibliothek gibt, oder ich ein E-Book-Schnäppchen entdecke. Auch wenn ich nicht unbedingt das Hardcover oder Taschenbuch besitzen möchte und um Platz zu sparen, kaufe ich gewisse Bücher nur noch digital. Auch für digitale Leseproben ist der E-Reader natürlich sehr praktisch. Zuletzt gelesene E-Books In letzter Zeit habe ich so einige E-Books gelesen und ein paar auch schon rezensiert. Vielleicht ist ja für euch auch etwas dabei! Nach der Flut das Feuer - James Baldwin (dtv, 2019) Sie hat Bock - Katja Lewina (Dumont, 2020) Seide - Alessandro Baricco (Hoffmann und Campe, 2016) Exit Racism - Tupoka Ogette (Unrast Verlag, 2016) Der Schritt - Ulrike Schimming (Eigenverlag, 2020) Gnade - Toni Morisson (Rowohlt, 2019) Wie ist das bei euch? Lest ihr auch ab und zu auf dem E-Reader? Und wenn ja, was schätzt ihr daran? Oder kommen euch nur gedruckte Bücher ins Haus und in den Koffer? Diskutiert doch bei @mintundmalve auf Instagram mit! PS: Dieser Beitrag ist in Kooperation mit PocketBook entstanden. Er gibt meine subjektive und unabhängige Meinung wieder. Das E-Book von Dumont habe ich über NetGalley als Rezensionsexemplar erhalten. Die anderen sind selbstgekauft. #werbung #bezahlteKooperation #PocketBook #PocketMoment #EReader #EBooks #digitalLesen #mehrlesen #Ferienlektüre #Nachhaltigkeit

  • All die Dinge, die mir fehlten. Ein New-York-Roman von Jacqueline Woodson

    In ihrem Roman "Ein anderes Brooklyn" erzählt Jacqueline Woodson die Geschichte vom Aufwachsen eines Schwarzen Mädchens in Brooklyn. Eine wichtige weibliche Stimme aus der Schwarzen Community. Sich selbst in Büchern wiederfinden Die amerikanische Autorin Jacqueline Woodson, geboren 1963, macht in einem Zitat zum Ziel von "Ein anderes Brooklyn" deutlich, worum es ihr mit dem Roman geht: "Ich wollte über nichtweisse Menschen schreiben. Ich wollte über Mädchen schreiben. Ich wollte über Freundschaft schreiben und über all die Dinge, die mir fehlten in den Büchern, die ich gelesen habe." Diese Aussage zeigt eine Form des strukturellen Rassismus: Schwarze Menschen kommen in der Literatur nicht bzw. viel zu selten vor. Umso wichtiger ist es, #ownvoices zu lesen - für Schwarze Menschen, um sich mit dem Setting, den Protagonist*innen und den geschilderten Herausforderungen identifizieren zu können. Aber auch für weisse Menschen, um mithilfe von Literatur die Perspektive der Schwarzen Mitmenschen kennenzulernen und für deren Probleme sensibilisiert zu werden. Aufwachsen als Mädchen in Brooklyn "Ein anderes Brooklyn" erzählt aus der Perspektive der jungen August, wie es war, in den 70er-Jahren in Brooklyn aufzuwachsen. August kam im Alter von 8 Jahren mit ihrem Vater und ihrem Bruder (damals 4 Jahre alt) aus Tennessee nach Brooklyn. Zu Beginn unklar bleibt, was mit der Mutter geschehen ist. Klar ist, dass sie nicht mit der Familie umgezogen ist. August vermisst sie sehr und redet ihrem Bruder - und sich selbst - ein, dass sie jederzeit auftauchen könnte. Der Vater wendet sich in Brooklyn der Nation of Islam zu. Über die muslimische Gemeinschaft der Schwarzen in den USA gibt es auch bei James Baldwins "Nach der Flut das Feuer" einiges zu erfahren. August sucht Halt und Orientierung nicht in der Religion, sondern bei ihren drei Freundinnen Sylvia, Gigi und Angela. In kleinen Episoden erfahren wir mehr über die drei Freundinnen, über das Aufwachsen von August und über die Veränderung von Brooklyn. Damals verliessen Italiener, Iren und Juden nach und nach das Viertel, bis am Ende fast nur noch Schwarze in Brooklyn lebten. Omnipräsent waren Drogen und vom Krieg gebeutelte Vietnamveteranen. August beschreibt die Stimmung eindringlich: "Wo immer wir hinschauten, sahen wir Leute, die sich versuchten wegzuträumen. Als gäbe es irgendwo einen anderen Ort. Als gäbe es ein anderes Brooklyn." (S. 73) Atmosphärisch und fragmentarisch Der fragmentarische Roman mit gut 150 Seiten liest sich sehr leicht und schnell. Jacqueline Woodson gelingt es gut, die Stimmung in Brooklyn und die inneren und äusseren Kämpfe eines Schwarzen Mädchens bzw. einer jungen Frau heraufzubeschwören. Bei der Kürze gezwungenermassen etwas oberflächlich bleibt der Roman, was das Schicksal der drei Freundinnen angeht. Hier hätte die Autorin viel mehr auserzählen können. Denn das wäre sehr spannend gewesen angesichts der tragischen Geschichten. Angeschnitten werden so existenzielle Themen wie Drogenmissbrauch, ungewollte Schwangerschaften, die Bedeutung des sozialen Hintergrunds, Karrierechancen, Rassismus etc. Fazit Jacqueline Woodson erzählt in "Ein anderes Brooklyn" eindringlich vom Aufwachsen im New Yorker Bezirk Brooklyn in den 1970er-Jahren. Ich-Erzählerin August kämpft nicht nur mit dem Erwachsenwerden, sondern auch mit dem Verlust der Mutter, dem strukturellen Rassismus und den Gefahren, denen sie auf der Strasse ausgesetzt ist. Halt geben ihr ihre Freundinnen, die aber ihrerseits ebenfalls ihre Rucksäcke zu tragen haben. Ein sehr eindringliche, poetische Stimme, die Gehör verdient! Die Fakten Ein anderes Brooklyn Jacqueline Woodson Brigitte Jakobeit (Übersetzung aus dem amerikanischen Englisch) Piper 160 Seiten Erschienen am 05.08.2019 Taschenbuch ISBN: 978-3-492-23204-3 PS: Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde von @mariaslesekreis auf Instagram gelesen. Like it? Pin it! Magst du diesen Buchtipp? Dann freue ich mich sehr, wenn du dir den dazugehörigen Pin merkst. #JacquelineWoodson #Piper #blacklivesmatter #blackbooksmatter #PoC #BIPoC #Amerika #NewYork #Aufwachsen #Erwachsenwerden #Rassismus #Frauenschreiben #Roman

  • Rebellinnen unerwünscht

    Victoria Mas entführt uns in ihrem Roman "Die Tanzenden" ins Paris des ausgehenden 19. Jahrhunderts. In eine Zeit, in der Frauen, die irgendwie aus dem Rahmen fielen, mal eben weggesperrt wurden. Psychiatrie und Frauenrechte Die junge französische Autorin Victoria Mas hat sich für "Die Tanzenden" zwei spannenden Themen angenommen: den Frauenrechten und der Psychiatrie am Ende des 19. Jahrhunderts. Dreh- und Angelpunkt ist die Salpêtrière (eigentlich Hôpital de la Salpêtrière) in Paris. Zu ihrer Zeit die wohl berühmteste psychiatrische Klinik Europas mit Platz für bis zu 8'000 Patient*innen, vornehmlich Frauen. Hier treffen sich Louise, Geneviève und Eugénie. Drei Frauen mit ganz unterschiedlicher Herkunft und unterschiedlichen Schicksalen. "Eine Mülldeponie für all jene, die die öffentliche Ordnung gefährdeten. Eine Anstalt für Frauen, deren Empfindungen nicht den Erwartungen entsprachen. Ein Gefängnis für diejenigen, die sich einer eigenen Meinung schuldig gemacht hatten." (S. 34) Wenn die eigene Meinung zum Verhängnis wird Louise ist gerade 16 Jahre alt und sitzt schon seit rund 3 Jahren in der Salpêtrière. Eingewiesen wurde sie, weil sie von ihrem Onkel vergewaltigt wurde. Klingt absurd? Ist es natürlich aus heutiger Sicht. War aber damals ein gängiger Grund, um als alleinstehende und erst recht als mittellose Frau (Louise war ja eigentlich noch ein Kind) weggesperrt zu werden. Auch Eugénie landet in der Salpêtrière, allerdings sehr unerwartet. Denn sie stammt aus gutem Hause, aus bürgerlichen Kreisen, die ihre Probleme normalerweise selbst zu lösen pflegen. Ihr wird zum Verhängnis, dass sie mit Geistern spricht und nicht daran denkt, in den Hafen der Ehe einzulaufen. Auch das damals ein hinreichender Grund, von der Familie verstossen und in die Psychiatrie eingeliefert zu werden. Die beiden Patientinnen treffen in der Salpêtrière auf Geneviève, die Oberaufseherin der Geisteskranken, quasi die linke Hand des Professors. Sie stammt aus einem streng katholischen Haus auf dem Land, kann aber selber nicht viel mit der Kirche Anfangen. Sie glaubt mehr an die Wissenschaft als an Gott und hat früh beschlossen, ihr Glück auf eigene Faust in Paris zu suchen. Für ihren Beruf opfert die alleinstehende Krankenschwester alles auf. In der Salpêtrière findet jährlich zu Mittfasten ein grosser Ball statt, zu dem die Pariser Hautevolee eingeladen ist. Liebend gerne nehmen die Schönen und Reichen von Paris daran teil, begaffen die "Verrückten" wie in einem Zoo. An diesem Abend überstürzen sich die Ereignisse und die drei Frauenschicksale verändern sich unumkehrbar. Packender Roman mit Frauenfiguren im Fokus "Die Tanzenden" ist sehr spannend und leicht geschrieben. Die gut 200 Seiten hatte ich im Nu durch. Der Roman spricht spannende Themen wie den Umgang mit psychischen Erkrankungen und Frauenrechte an und basiert auf wahren Begebenheiten aus dem 19. Jahrhundert. Dass der Roman in Frankreich ein derartiger Erfolg war und Preise - unter anderem für das beste Debüt - abgesahnt hat, wundert mich allerdings ein wenig. Für mich sind die drei Erzählstimmen zu wenig unterscheidbar und zu wenig stringent. Das liegt wohl zu einem Teil am auktorialen Erzähler, der die Stimmen der drei Frauen verdeckt oder filtert und sprachlich glättet. Mehr herauszuholen wäre mit drei Ich-Erzählerinnen gewesen. Hinzu kommt, dass die Handlung zwar spannend ist, aber sich alles etwas zu "einfach" ergibt. Genauer kann ich das hier nicht ausführen, um nicht zu spoilern. Und schliesslich fehlte mir auch etwas der Tiefgang, was das durchaus sehr grosse Spannungsfeld der Frauenrechte und des Umgangs mit psychischen Erkrankungen angeht. Letzteres kann ich einem unterhaltsamen Roman aber verzeihen. Irgendwo stösst der Stoff vielleicht an die Grenzen des Genres. Fazit "Die Tanzenden" von Victoria Mas ist ein packender und süffig zu lesender Roman. Die 240 Seiten bringen uns das Schicksal dreier Frauen in Paris um 1885 näher. Drei Frauen, die alle auf ihre Art mit dem damaligen Frauenbild zu kämpfen hatten und in der psychiatrischen Anstalt Salpêtrière aufeinandertreffen. Ein unterhaltsamer Roman, der ein trauriges Kapitel der französischen Geschichte aufgreift und uns die Errungenschaften in Sachen Gleichberechtigung und den Fortschritt in der psychiatrischen Behandlung einmal mehr schätzen lässt. Die Fakten Die Tanzenden Victoria Mas Julia Schoch (Übersetzung aus dem Französischen) Piper 240 Seiten Erschienen am 27.06.2020 Hardcover ISBN: 978-3-492-07014-0 PS: Herzlichen Dank an den Piper Verlag für das Rezensionsexemplar. Like it? Pin it! Magst du diesen Buchtipp? Dann freue ich mich sehr, wenn du dir auf Pinterest den dazugehörigen Pin merkst. #VictoriaMas #Piper #Paris #Frauenrechte #Feminismus #FeministischeLiteratur #Frauenschreiben #Frankreich #Psychiatrie #Historisches #Roman

  • Untrennbar verbunden - Bienen und Menschen

    "Die Geschichte der Bienen" von Maja Lunde führt drei Leben, drei Epochen, drei Weltregionen zusammen. Das Verbindungsstück? Die Biene! Der erste Band von Lundes Reihe rund um die Nachhaltigkeit ist beklemmend, aber äusserst lesenswert! Bienen produzieren nicht nur Honig! Wie schlimm es um die Bienen steht und welche Industrie hinter der Honigproduktion steckt, habe ich erstmals so richtig eindrücklich im Film "More Than Honey" von Markus Imhoof erfahren. Was der Schweizer Regisseur mit seinem vielfach preisgekrönten Dokumentarfilm tut, macht die norwegische Schriftstellerin Maja Lunde mit ihrem Roman "Die Geschichte der Bienen" (Hardcover oder Taschenbuch bei btb, im Bild die Ausgabe der Büchergilde Gutenberg) - auch sie mehrfach preisgekrönt. 3 Leben, 3 Weltregionen, 3 Epochen Maja Lunde erzählt "Die Geschichte der Bienen" anhand von drei Handlungssträngen. Wir befinden uns abwechselnd mit Tao, einer Blütenbestäuberin, in China im Jahr 2098, mit Biologe und Samenhändler William im England des Jahres 1852 und mit Imker George um 2007 in Ohio, USA. Mitte des 19. Jahrhunderts gibt es noch ganz viel zu erforschen, die Imkerei steckt fast noch in den Kinderschuhen. William, Vater zahlreicher Töchter und eines einzigen, leider nichtsnutzigen Sohnes, ist als Forscher gescheitert. Vereinbarkeit von Beruf und Familie war schon damals kein Zuckerschlecken. Der Samenhändler möchte sich nun aber als Erfinder hervortun und die Imkerei mit einem neuartigen Bienenstock revolutionieren. George befindet sich im neuen Jahrtausend schon in einer ganz anderen Lage. Er ist Imker, hat all seine Bienenstöcke von Hand gezimmert und liebevoll bunt bemalt. Dabei imkert er noch nach alter Schule, möglichst im Einklang mit der Natur und immer zum Wohle seiner Bienen. Der "industriellen" Imkerei, den Trucks, die durch die USA ziehen, mit tausenden Bienenstöcken, immer den Blüten nach, steht er kritisch gegenüber. Doch dann trifft es auch ihn, das mysteriöse Bienensterben oder besser gesagt: das Bienenverschwinden. Tao schliesslich lebt in einer dystopischen Zukunft im chinesischen Sichuan. Hier wurde schon lange keine Biene mehr gesichtet. Vielmehr mussten Menschen in die Bresche springen und die Obstbäume bestäuben, damit überhaupt noch Früchte und andere Nahrungsmittel wachsen. So auch Tao, die mit ihrem Mann und ihrem Sohn ein entbehrungsreiches Leben führt. Stundenlang steht sie auf Bäumen und bestäubt Blüte um Blüte von Hand. Als dann ihrem geliebten Sohn Wei-Wen ein Unfall zustösst, gerät ihr Leben auf einen Schlag völlig aus den Fugen. Spannend, mitreissend, bedrückend Maja Lunde erzählt die Geschichte(n) äusserst mitreissend. Sind die drei Perspektiven an sich schon spannend, wird die Unmittelbarkeit, das Einfühlen und Mitfiebern noch gestärkt durch dich Ich-Perspektiven. So fühlen wir uns den drei Hauptprotagonist*innen ganz nah, leiden, hoffen und bangen mit. Und gleichzeitig ist uns auch immer bewusst, dass wir uns mittendrin befinden, dass wir auf die düstere Zukunft Taos, eine Zukunft ohne Bienen zusteuern. Der 500-seitige Roman ist sehr leicht und schnell zu lesen. Der Wechsel zwischen den drei Erzählsträngen bringt immer wieder Abwechslung. Sprachlich sticht er nicht heraus, dafür beschäftigt er emotional umso mehr und hallt lange nach. Maja Lunde hat in die fiktive Handlung Sachwissen über das Leben der Bienen und die Ursachen für das Bienensterben eingebaut. Nicht ganz überzeugt haben mich die Erzählstimmen der beiden Männer. Ich hatte den Eindruck, da sprach die Kritikerin (wohl der Standpunkt der Autorin) immer gleich schon mit. Glaubwürdiger wären die Figuren, wenn sie ihr eigenes Handeln weniger selbstkritisch kommentieren würden. Fazit Der erste Roman von Maja Lunde für Erwachsene ist ein Plädoyer für ein nachhaltigeres Leben. "Die Geschichte der Bienen" führt uns anhand dreier Einzelschicksale vor Augen, wie bedeutsam die kleinen Tiere für unser Leben, ja, unser Überleben sind. Ein bewegender und lange nachwirkender Roman. Von mir gibt es eindeutig eine Leseempfehlung! Die Fakten Die Geschichte der Bienen Maja Lunde Ursel Allenstein (Übersetzung aus dem Norwegischen) Büchergilde Gutenberg 512 Seiten Erschienen 2017 Hardcover ISBN: 978-3-7632-6974-7 Weitere Bände der Reihe von Maja Lunde Die Geschichte des Wassers - Maja Lunde (Büchergilde Gutenberg, 2018) Die Letzten ihrer Art - Maja Lunde (btb, 2019) Like it? Pin it! Magst du diesen Buchtipp? Denn freue ich mich sehr, wenn du ihn dir den dazugehörigen Pin auf Pinterest merkst. #roman #frauenschreiben #Nachhaltigkeit #Büchergilde #btb #Randomhouse #MajaLunde #Bienen #Bienensterben #Natur #Biodiversität #Dystopie #WomeninTranslation

  • Echt wahr! Kindheitsgeschichten von Anke Kuhl

    "Manno!", das könnte von mir sein. Nicht das Buch, das ist von Anke Kuhl, aber der Ausruf. Brauche ich heute noch ständig. Klar, musste das Comic-Buch mit dem Titel mit! Was soll ich sagen? Manno, ist das cool! Anke Kuhl nimmt uns in "Manno! Alles genau so in echt passiert" mit in ihre Kindheit in den 1970er-Jahren in einer hessischen Kleinstadt. Sie erzählt vom Alltäglichen und vom Aussergewöhnlichen, vom Lustigen und Traurigen, vom Dramatischen und vom Emotionalen. Mit Anke und ihrer grossen Schwester Eva fühlen wir uns sofort zurückversetzt in unsere eigene Kindheit. Das war bei mir zwar 13 Jahre später, aber trotzdem erstaunlich ähnlich! "Es ist wie Zauberei! Die Flugzeuge über unserem Garten kann ich jetzt nicht nur hören, sondern auch sehen!!" (S. 17) So ähnlich erging es auch mir, als ich meine erste Brille bekam! Rudi Carell haben wir auch in den 80ern noch geschaut. Oma und Opa lebten bei uns direkt nebenan und wenn es zuhause mal ohne Abendessen ins Bett sollte, hatte unsere Oma immer noch eine Fideli-Suppe auf Lager! Was Kinder so tun In den Comic-Episoden von Anke Kuhl geht es um Kindheitserinnerungen, die wohl jede*r hat, aber nicht so gut erzählen und schon gar nicht so brillant zeichnen könnte. Anke und Eva tun, was Kinder so tun: Sie fürchten sich vor Hunden, streiten um Unterhosen, schauen Dinge im Fernsehen, die ihnen Angst einjagen, klauen Kleinigkeiten, kümmern sich - mehr oder weniger gut - um ihre Kaninchen, ärgern sich gegenseitig, singen englische Lieder, ohne ein Wort zu verstehen, und kämpfen mit widerspenstigen Strumpfhosen. Anke Kuhls Comics sind konsequent aus Ankes - also ihrer eigenen - Perspektive erzählt und sprühen vor Situationskomik. Die Mimik und Gestik der Personen ist so genial umgesetzt, dass wir dem Geschehen wohl auch ohne die Dialoge ziemlich gut folgen könnten. Von einem Bild zum nächsten wirft Anke Kuhl uns in einen neuen Gefühlstopf, immer ganz nah an ihr und ihrer Familie. Meine Lieblingsgeschichte von insgesamt 18 ist "En garde!". Ich möchte nicht zu viel verraten, aber es hat was mit Klobürsten zu tun. Eine Seite davon seht ihr im ersten Bild oben. Dem quietschenden Lachen und begeisterten Rumhüpfen auf dem Sofa meiner grossen Tochter (6.5 Jahre) zufolge, ist die Geschichte auch aus Kindersicht ganz okay. ;-) Fazit "Manno! Alles genau so in echt passiert" von Anke Kuhl gehört zu diesem Sommer wie ein Eis am Stiel. Täglich, versteht sich! Die Comic-Episoden lassen Erwachsene in Erinnerungen schwelgen und Kinder den Moment geniessen. Ein Kinderbuch, das Generationen verbindet! Wer Anke Kuhl aus "Manno!" lesen sehen möchte, kann sich dieses Video anschauen! Die Fakten Manno! Alles genau so in echt passiert Anke Kuhl (Text + Illustration) Klett Kinderbuch 128 Seiten Erschienen am 21.02.2020 Hardcover ISBN: 978-3-95470-218-3 Ab 7 Jahren Like it? Pin it! Magst du diesen Buchtipp? Dann freue ich mich, wenn du dir den Pin zu diesem super Comic-Buch auf Pinterest merkst! #Bilderbuch #Comics #Kinderbuch #Humor #AnkeKuhl #KlettKinderbuch #Kindheit #Familie #Autobiografisch

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