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- Dem Paradies entrissen
Wer war die Frau an der Seite des berühmten Malers Max Liebermann und wie kämpfte sie im Zweiten Weltkrieg ums Überleben? Sophia Mott nimmt uns in ihrem Roman "Dem Paradies so fern" mit in Martha Liebermanns Leben. "Der Schlaf, wenn er kommt, ist voller Träume, die so wirklich erscheinen, als müssten se das Leben sein. Das aber ist ein Albtraum." (S. 7) Schon mit dem ersten Satz von "Dem Paradies so fern. Martha Liebermann" sind wir mitten drin, mitten in der Hölle, könnte man fast sagen. Es ist Herbst 1941, der Zweite Weltkrieg tobt und Martha Liebermann, die über 80-jährige Witwe des Malers Max Liebermann bangt in ihrer Berliner Wohnung um ihr Leben. Als Jüdin bleibt ihr nur noch die Hoffnung, dass die erhoffte Ausreisebewilligung vor dem Befehl zur Evakuation nach Theresienstadt oder in ein anderes Lager eintrifft. Der Kampf um die Ausreise Sophia Mott erzählt sehr kraftvoll und auf Basis eingehender Recherchen, wie Martha Liebermann um ihr Leben kämpft, unterstützt von Freunden wie Baron von Uexküll oder Graf Bernstorff, die versuchen, in der Schweiz oder Schweden so viel Geld aufzutreiben, wie die deutsche Regierung für die Ausreisebewilligung von Martha Liebermann verlangt. Ein Wettlauf gegen die Zeit im doppelten und dreifachen Sinne, denn die betagte Martha kämpft nicht nur gegen die bürokratischen Windmühlen der Nazis, sondern leidet auch unter gesundheitlichen Problemen und schliesslich droht bei jedem Bombenalarm ganz reale Gefahr von oben. Das Leben der Liebermanns Wir befinden uns aber nicht nur im Zweiten Weltkrieg, sondern blicken in zahlreichen Rückblenden mit Martha zurück in die Zeit, in der sie Max kennenlernte, in die Zeit ihrer Heirat, der Geburt von Tochter Käthe, dem Bau des Hauses am Wannsee, des Ersten Weltkriegs und in die Zwischenkriegszeit bis hin zum Tod von Max Liebermann im Jahre 1935, also noch vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges. So schildert die Autorin eindrücklich, wie die jüdische Gemeinschaft (oder zumindest der optimistische Teil davon) auch immer wieder Hoffnung schöpfte, anerkannter Teil der deutschen Bevölkerung zu werden, des Landes, in dem sie geboren worden waren, in dem sie ihr Leben verbracht, für das sie sich engagiert, ja vielleicht sogar in einem Krieg gekämpft hatten. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Hoffnung auf Anerkennung abgelöst vom Unglauben, dass es tatsächlich so schlimm sein könne, wie die Gerüchte befürchten liessen. Gibt es noch einen Ausweg? Sehr eindrücklich auch, wie der jüdische Anwalt der Familie während dem Krieg mit den völlig absurden Verordnungen der Nationalsozialisten, die eigentlich nur auf die Entrechtung, ja die Entmenschlichung der Jüdinnen und Juden abzielten, versuchte, sich im Dschungel der Paragraphen zurecht zu finden und seine Klienten nach bestem Wissen und Gewissen zu beraten. Als guter Rat eigentlich schon nicht mehr teuer, sondern unbezahlbar war. Das Ende der Geschichte sei an dieser Stelle für diejenigen, die sich wie ich mit den Liebermanns nicht näher auskennen, nicht verraten. Aber das folgende Zitat macht deutlich, dass es am Ende nicht nur um den Kampf gegen die Nazis, sondern auch um einen inneren Kampf ging: "Das hat sie nie gelernt. Loslassen, verkaufen, auflösen, liquidieren, das war immer Aufgabe der Männer in der Familie gewesen, die Frauen waren fürs Bewahren zuständig. Nun ist es, als hielte sie krampfhaft den Zipfel eines Kleides, das längst ist." (S. 297) Fazit Sophia Mott hat mich mit ihrem Roman "Dem Paradies so fern" über Martha Liebermann sehr beeindruckt. Sie verknüpft gekonnt die bekannten historischen Fakten mit dem unbekannten - aber äusserst nachvollziehbar und einfühlsam geschilderten - Seelenleben von Martha und den Leerstellen, die trotz ausführlicher Recherche bestehen bleiben. Dabei überlässt uns die Autorin nicht einfach der Verzweiflung ob der scheinbar ausweglosen Situation. Sie versteht es, immer wieder auch den Humor und die Hoffnung, den Lebens- und Überlebenswillen und vor allem die Würde der Protagonistinnen und Protagonisten durchscheinen zu lassen. Nicht nur ein eindrückliches Zeitdokument, sondern auch ein starkes Plädoyer gegen das Vergessen. PS: Herzlichen Dank an Ebersbach & Simon und Kirchner Kommunikation für das Rezensionsexemplar. Die Fakten Der Paradies so fern. Martha Liebermann Sophia Mott Ebersbach & Simon 336 Seiten Erschienen am 20. Februar 2019 ISBN: 978-3-86915-172-4 Informationen und Bestellung auf der Website von Ebersbach & Simon Like it? Pin it! Magst du diesen Buchtipp? Dann merke ihn dir auf Pinterest und verbreite so die Inspiration. Danke!
- Kulinarischer Kinderbuchtipp
(Werbung/Verlosung) In meinem neusten Gastbeitrag für Miss Broccoli geht es mit Beth Walrond und "So schmeckt die Welt" auf eine kulinarische Weltreise. Kommt mit und gewinnt sogar ein Exemplar! Beth Walrond nimmt uns in ihrem neuen Sachbuch für Kinder ab 6 Jahren mit auf kulinarische Entdeckungstour. Hier erfahrt ihr, welche Gerichte, Feste und Bräuche rund um den Globus Tradition haben. Ich stelle euch "So schmeckt die Welt" aus dem Verlag Kleine Gestalten bei Moana von Miss Broccoli im Detail vor. Hier sei nur so viel verraten: Dieses Buch ist ein Feuerwerk für eure Geschmacksknospen und für die Augen! Also schaut bei Miss Broccoli vorbei! Auf ihrer Facebook-Seite könnt ihr das Buch zudem gewinnen! Viel Glück und guten Appetit! PS: Herzlichen Dank an den Verlag Kleine Gestalten und Kirchner Kommunikation für das Rezensions- und Verlosungsexemplar. Like it? Pin it! Magst du diesen Kinderbuchtipp? Dann freue ich mich sehr, wenn du den Pin dazu teilst!
- Schicksalhafte Nächte in den Bergen
In "Nachts in Vals" versammelt Tim Krohn Erzählungen, die er einst im Hotel Therme in Vals als Zimmerlesungen vorgetragen hat. Wie mir die schicksalhaften Geschichten gefallen haben, erfahrt ihr in diesem Beitrag. Wenn es Nacht wird in Vals Mit seinen neun Geschichten von "Strahlende Nacht" bis "Letzte Nacht" entführt uns der deutsch-schweizerische Schriftsteller Tim Krohn ins kleine Bündner Bergdorf Vals, das für seine vom Architekten Peter Zumthor erstellte Therme berühmt ist. In jeder der acht Erzählungen spielt die Nacht eine besondere Rolle, ist sie sternenübersäte Kulisse, schützende Hülle für einsame Wanderungen, bedrohliche Dunkelheit, romantisches Bühnenbild oder heimliche Hauptakteurin. "Als er abends in die Lounge kam, spielte er keine Standards mehr. Er traf wohl noch die Noten. Doch was er spielte, waren keine Melodien oder Changes, er spielte ein gläsernes Gebäude von Cis und E und - nun, Tönen dazwischen." (S. 58, aus "Helle Nacht") Unter den Menschen, die nach Vals kommen, sind so unterschiedliche Personen wie die schwangere Schauspielerin Jlien aus Zürich, der altersschwache Jon aus Australien oder die jungen, aber schon nicht mehr so frisch verliebten Luca und Chiara aus Bergamo und der Trompeter Valentin aus dem nahen Ilanz. Die einen kommen, um sich aufzuwärmen im sprudelnd warmen Wasser des Thermalbads, andere, um widerwillig ihren Geburtstag zu begehen, und wieder andere, um dem Alltagstrott im Tal für eine Weile zu entfliehen, die Liebe wiederzubeleben, den richtigen Ton zu treffen oder einfach aus Tradition. "Sie stieg für drei Tage in einem der günstigeren Aussenhäuser ab (...) und pflegte ihre lieben Gewohnheiten, zu denen unbedingt ein Gang durchs Dorf und eine Wanderung hinauf nach Leis gehörten, mit jenem wunderbaren Blick über Vals, dessen Häuser von oben wirkten wie an den Berghang geweht." (S. 96, aus "Schwere Nacht") Tim Krohn erzählt sehr feinfühlig, mit wunderbaren Bildern, gekonnter Wortwahl und poetischem Klang von Leben, die ihren Kurs ändern, von Gefühlen, die sich verändern, von Erkenntnissen, die gewonnen, von Lieben, die verloren gehen, und von Lebensgeschichten, die weitergehen oder in Vals enden. Auf seiner Website liest euch Tim Krohn ein kleines Stück aus der ersten Geschichte vor. Fazit Ich bin selten Fan von Kurzgeschichten, aber bei Tim Krohns Erzählband "Nachts in Vals" stimmt alles: Die Geschichten haben die richtige Länge, mal einen klaren Abschluss, mal ein offenes Ende. Den Personen fühlen wir uns sofort verbunden oder fühlen uns abgestossen, die Schicksale reissen mit, die Sprache trägt uns poetisch hinfort. Kurz: Ich könnte das Buch noch und nochmals lesen und will sofort wieder nach Vals! Die Fakten Nachts in Vals Tim Krohn Galiani Berlin 160 Seiten Erschienen am 17.08.2015 ISBN: 978-3-462-31509-7 Leseprobe bei Galiani Berlin Als Taschenbuch bei Diogenes Website von Tim Krohn Like it? Pin it! Magst du diesen Buchtipp? Möchtest du auch gerne mit Tim Krohn nach Vals reisen? Dann merk dir diesen Pin auf Pinterest. Danke!
- Aus der Reihe getanzt
Heute geht es weiter mit klischeefreien Kinderbüchern und zwar gleich mit einem Dreierpack. Endlich gibt es die Reihe "Little People, Big Dreams" auch auf Deutsch. Ich habe drei der sechs ersten Bände für euch ausgewählt. Lange mussten wir auf die "Little People, Big Dreams" warten. Im Frühling 2019 sind die ersten sechs Bände der Kinderbuchreihe über herausragende Persönlichkeiten nun im Insel Verlag endlich auf Deutsch erschienen und zwar alles Bände über rebellische Frauen (auf Englisch gibt es auch Porträts von Männern wie David Bowie oder Mahatma Gandhi etc.). Mit dabei sind: Frida Kahlo Marie Curie Anne Frank Rosa Parks Amelia Earhart Coco Chanel Geschrieben hat sie alle die spanische Autorin Isabel Sánchez Vegara, illustriert wurden sie von verschiedenen Illustratorinnen und aus dem Spanischen auf Deutsch übersetzt von Svenja Becker. Eine kritische Äusserung zur Aufnahme von Coco Chanel in solche Porträt-Serien weiblicher Vorbilder könnt ihr bei buuu.ch nachlesen. Frida Kahlo, berühmte Malerin Über Frida Kahlo habe ich bereits mehrmals berichtet - sei es rund um das Bilderbuch "Frida Kahlo und ihre Tiere", die biografischen Porträts "Good Night Stories for Rebel Girls" für Jugendliche oder die "Unerschrocken"-Comics von Pénélope Bagieu. Isabel Sánchez Vegara erzählt nun die Geschichte der berühmten mexikanischen Malerin, die zeitlebens mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte, sich dadurch aber überhaupt nicht einschüchtern liess, in ähnlicher Weise nach, wie dies Monica Brown in "Frida Kahlo und ihre Tiere" getan hat. Also durchaus passend für Kinder ab 4 Jahren. Ergänzt wird die kindgerecht erzählte Geschichte um eine Doppelseite mit ausführlicheren und sehr interessanten Informationen und Fotos aus ihrem Leben. Die Illustrationen von Gee Fan Eng sind in ihrem sehr kindlichen Stil weniger nach meinem Geschmack. Die Fakten Frida Kahlo. Little People, Big Dreams Isabel Sánchez Vegara (Text) Gee Fan Eng (Illustration) Svenja Becker (Übersetzung) Insel Verlag Berlin 32 Seiten Erschienen am 11.03.2019 ISBN: 978-3-458-17797-5 Marie Curie, herausragende Wissenschafterin Die französisch-polnische Wissenschafterin Marie Curie, geboren als Maria Sklodowska in Warschau, fasziniert mich, seit ich in der Schule ihre Biografie gelesen habe. Leider weiss ich nicht mehr genau, welche es war und ob es sie noch gibt, aber auf genialokal findet sich eine ganze Auswahl, falls ihr euch näher mit ihr beschäftigen wollt. Auch Maries Geschichte erzählt Isabel Sánchez Vegara in einfachen Sätzen, stark verkürzt und doch einfühlsam nach. Begleitet wird der spannende Einblick in das Leben einer aussergewöhnlichen Forscherin und der ersten weiblichen Nobelpreisträgerin von den wunderbaren Illustrationen der österreichischen Illustratorin Frau Isa. Dieses Buch würde ich eher ab 5 oder 6 Jahren empfehlen. Zumindest bei meiner Tochter im Kindergartenalter ist der Bezug zur Wissenschaft und zu beruflichen Werdegängen von Forscher*Innen noch nicht ausreichend vorhanden, so dass sie die Thematik weniger interessiert als mich. Die Fakten Marie Curie. Little People, Big Dreams Isabel Sánchez Vegara (Text) Frau Isa (Illustration) Svenja Becker (Übersetzung) Insel Verlag Berlin 32 Seiten Erschienen am 11.03.2019 ISBN: 978-3-458-17794-4 Anne Frank, begabte Schriftstellerin Die Geschichte von Anne Frank ist von diesen dreien verständlicherweise die emotionalste. Isabel Sánchez Vegara hat bei mir jedenfalls wieder einmal Tränen ausgelöst mit ihrem Buch. Ich finde es auch gestalterisch äusserst gelungen und gut durchdacht. Der bunt karierte Umschlag des Tagebuchs zieht sich vom Vorsatzpapier bis zum Schluss des Buches durch die ansonsten schwarzweissen Zeichnungen von Sveta Dorosheva. Auch dieses Buch würde ich aufgrund der Thematik des Zweiten Weltkrieges und dem traurigen Schicksal von Anne nicht schon ab 4 Jahren empfehlen, sondern eher ab Grundschulalter oder wenn Themen wie Krieg, Judenverfolgung, Konzentrationslager und Naziregime beim jeweiligen Kind sowieso schon ein Thema sind. Hier müssen die Vorleser*Innen mit besonders vielen Nachfragen rechnen. Insofern ist es wohl von diesen drei Büchern auch dasjenigen, das am längsten interessant bleibt. Die Fakten Anne Frank. Little People, Big Dreams Isabel Sánchez Vegara (Text) Sveta Dorosheva (Illustration) Svenja Becker (Übersetzung) Insel Verlag Berlin 32 Seiten Erschienen am 01.04.2019 ISBN: 978-3-458-17809-5 Fazit Mit der Reihe "Little People, Big Dreams" gelingt es Isabel Sánchez Vegara im Duo mit wechselnden Illustratorinnen, die Lebensgeschichten inspirierender Menschen - in diesem Fall Frauen - kindgerecht nachzuerzählen und mit den abschliessenden Zeittafeln spannende Hintergrundinformationen zu liefern. Ich hoffe, es wird bald weitere Porträts rebellischer Frauen auf Deutsch geben. Da warten nämlich so spannende Persönlichkeiten wie Simone de Beauvoir, Maria Montessori, Josephine Baker, Audrey Hepburn oder Maya Angelou. PS: Herzlichen Dank an den Insel Verlag Berlin für die Rezensionsexemplare! Like it? Pin it! Magst du diese Buchtipps? Dann merke dir den Pin zum Beitrag auf Pinterest. Du verhilfst damit klischeefreien Kinderbüchern und diesem Blog zu mehr Sichtbarkeit, danke!
- Und jetzt ist sie weg
In Doris Knechts neuem Roman "weg" ist so einiges weg. Die Liebe, die Tochter, der Zwillingsbruder, der Ehemann, das Moped, die Geborgenheit und schliesslich auch die Hauptprotagonisten Heidi und Georg. Ob das gut ist? Lest selbst! Doris Knecht, österreichische Kolumnistin und Autorin, hat mich zuletzt 2012 mit ihrem Romandebüt "Gruber geht" begeistert. Ihre weiteren Romane habe ich nicht gelesen, bin jetzt aber zum Glück mit "weg" zu ihr zurückgekehrt und möchte das unbedingt nachholen. "Wald" habe ich mir gerade in der Bibliothek besorgt. Aber kommen wir zum Buch: Heidi und Georg kannten und liebten sich nur ganz kurz, als Heidi in Wien eine Ausbildung machte und Georg noch mit seinem Moped durch die Gassen brauste. Aus dieser Kürzestbeziehung entstand Lotte, eigentlich Charlotte, auch Charlie genannt. Heidi hat sie - zurück in Deutschland, in einer Kleinstadt nahe Frankfurt - alleine aufgezogen. Oder besser: zusammen mit Martin, ihrem Ehemann, Noch-Ehemann zumindest. Zu Beginn fuhr Georg noch oft zu ihnen, um Lotte im Kinderwagen durch die Gegend zu stossen, mit ihr zu spielen. Später waren Heidi und Georg kaum mehr in Kontakt. Nur Lotte fuhr ab und zu zu ihrem Vater und dessen Frau Lea in die Ferien. Georg und Lea haben Wien nach dem Studium verlassen und führen seit einigen Jahren den Landgasthof von Georgs Eltern in Flur am Kamp, ziemlich erfolgreich, sie haben einen guten Ruf. Georgs Moped ist nicht mehr fahrtüchtig, steht in der Garage. Vom Suchen und Finden Nun ist Lotte erwachsen, dreiundzwanzig, studiert in Berlin. Aber sie ist plötzlich weg, meldet sich nicht mehr, ist nicht zu erreichen, auch ihre Freunde wissen nicht, wo sie steckt, einfach verschwunden. Heidi macht sich Sorgen, riesige Sorgen und ruft Georg an. Der macht sich in der Folge auch Sorgen. Denn Lotte hatte in ihrer Jugend grosse psychische Probleme, tiefe Depressionen, paranoide Vorstellungen, verletzte sich selbst, kurz: substanzinduzierte Psychose. Und Heidi spürt, dass sie wohl kurz vor einer erneuten Depression steht, sich in der vorangehenden manischen Phase vielleicht in Gefahr begibt, ihre Medikamente absetzt und damit ihre hart erarbeitete, so fragile Stabilität wieder verliert. "Es geht Heidi ein bisschen besser, sei sie Georg angerufen hat. Einer, der ihre Sorge teilt, und wenn's nur Georg ist. Martin ist gerade nicht da. Aber immer noch: keine Antwort von Charlotte. Es sind jetzt auch Tage, viel zu lang." (S. 46) Irgendwann erfährt Heidi, dass Lotte mit ihrem Freund Toby in Vietnam sein soll. Gemeinsam beschliessen die Eltern ihr nachzureisen. Für die meisten Menschen sagt und tut sich das vielleicht leicht. Nicht für Heidi, die sich abgesehen von ihrem Abstecher nach Wien, nie aus ihrer kleinbürgerlichen Idylle herausgewagt hat, noch nie im Leben in einem Flugzeug gesessen hat. Für sie ist die Reise mehr als eine Herausforderung. Anfangs erzählt Doris Knecht die Geschichte aus jeweils getrennten Perspektiven. Einmal betrachten wir das Ganze aus Georgs Augen, dann fühlen wir mit Heidi, dann schauen wir mit dem etwas distanzierteren, neutraleren Blick von Lea auf die Situation. Alle Perspektiven sind in der dritten Person geschrieben, so dass die allwissende Erzählerin geschickt die notwendigen Hintergrundinformationen einflechten kann. Die Autorin erzählt in hohem Tempo, kurz, knackig, einfach, verzichtet grösstenteils auf Anführungs- und Schlusszeichen. Und doch bleibt sie nicht oberflächlich, gibt interessante Einblicke, blendet zurück, transportiert eindringlich die unterschiedlichsten Gefühle, die Ängste, die Ansichten und Werte der jeweiligen Akteure. Die Handlung klingt erst mal düster, aber Doris Knecht lockert das auf, mit ihrem Blick fürs alltägliche, mit witzigen Anekdoten, mit sanfter Ironie, mit Episoden, in denen wir vielleicht uns selbst erkennen oder unsere Kinder oder unsere jugendlichen Ichs. Im Verlauf des Romans vermischen sich die Perspektiven immer mehr, parallel zu Heidi und Georg, die auf ihrer Reise, ihrer gemeinsamen Suche nach ihrer einzigen Gemeinsamkeit - ihrer Tochter - näher zusammenrücken, sich neu kennenlernen - gegenseitig, aber auch sich selbst. Sie erkennen, was ihnen im Leben wichtig ist, was sie wirklich wollen, für sich und für Lotte, wenn sie sie denn wiederfinden... Fazit Doris Knecht gelingt es mit ihrem Roman "weg", uns von der ersten Seite her mitzunehmen in die Geschichte von Georg, Heidi, Lea und Lotte, in die Verbindungen zwischen ihnen, auf die Reise weit weg und doch zurück zu sich, zum Sinn des Lebens, zur Essenz des Seins. Das Ganze kommt nicht schwülstig oder überpsychologisiert daher, sondern rasant, direkt, offen, ehrlich. Ich kann für diesen Roman nur meine uneingeschränkte Leseempfehlung aussprechen! PS: Eine kleine Kritik kann ich mir zum Ende nicht verkneifen. Das Korrektorat dieses Buches hätte sorgfältiger sein können, ja, müssen. Es enthält so viele Fehler, dass es den Lesegenuss leider etwas schmälert. Hoffen wir auf eine baldige 2. Auflage. ;-) Die Fakten weg Doris Knecht Rowohlt Berlin 304 Seiten Erschienen am 12.03.2019 ISBN: 978-3-7371-0038-0 Leseprobe und Bestellung bei Rowohlt Like it? Pin it! Magst du diesen Buchtipp? Dann merke ihn dir auf Pinterest und streue so die Inspiration!
- Selbst ist die Frau
Die vier Gründerinnen von Tadah wissen sich zu helfen und wollen einen Coworking Space mit Kinderbetreuung auf die Beine stellen. Ein Crowdfunding-Projekt, das mich zu ein paar Buchtipps über starke Mädchen und Frauen inspiriert hat. Voilà. Vereinbarkeit von Beruf und Familie möglich machen - nicht nur für Mütter, auch für Väter! Zuerst zum Projekt, das auch ihr unterstützen könnt! Ein Coworking Space mit Kinderbetreuung, das Projekt der vier Frauen und Mütter von Tadah, ist auf der letzten Finanzierungsmeile. Dafür haben sie eine Crowdfunding-Kampagne mit super coolen Belohnungen gestartet. Auf tadah.wemakeit.com könnt Ihr einen Sprung ins Bällebad ersteigern, einen feinen Kräuterschnaps, wunderhübsche Postkarten und natürlich einen Platz im Tadah Coworking Space mit Kinderbetreuung. Ein Projekt, das es zu unterstützen lohnt. Helft auch mit – für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Die letzten 7 Tage laufen! Starke Frauen und Mädchen im Bilderbuch Wie die vier Frauen von Tadah macht auch Roberta Tannenbaum in "Königin für eine Nacht" von Leonora Leitl ihren Traum von der Selbständigkeit wahr. Mehr über das wunderschön illustrierte und klischeefreie Bilderbuch ab 4 Jahren erfahrt ihr im Blogbeitrag von letzter Woche. Unter den Bilderbüchern empfehle ich auch immer wieder gerne "Frida Kahlo und ihre Tiere", die kindgerecht erzählte Geschichte von Monica Brown und John Parra über das Mädchen Frida und die weltberühmte Malerin, die aus diesem Mädchen wurde. Ebenfalls äusserst gut zu helfen weiss sich Lotta in Astrid Lindgrens Klassiker "Na klar, Lotta kann Rad fahren" (ebenfalls ab 4 Jahren). Zum Inhalt muss ich wohl nicht mehr verraten. Das Bilderbuch wird bei uns jedenfalls heiss geliebt und gehört in jedes gut sortierte Bücherregal. Vom Titel und vom Cover her gar nicht vermuten würde man vielleicht, dass auch in Cornelia Funkes und Kerstin Meyers "Käpten Knitterbart und seine Bande" ein starkes, unerschrockenes Mädchen steckt. Wer mehr über Molly erfahren möchte, kann meine ausführliche Besprechung bei buuu.ch nach lesen. Furchtlose, unerschrockene und rebellische Heldinnen in Kinder- und Jugendbüchern "Beatrice die Furchtlose" heisst nicht umsonst so, sie hat sich den Namen selbst ausgesucht, weil sie keinerlei Angst kennt und im Kampf mit Prinzessinnen, Drachen und Räubern allen zeigt, wo der Hammer hängt. Ein geniales Buch für abenteuerlustige Erstleser*innen oder zum Vorlesen ab 5 Jahren. Wenn es um starke Frauen und Mädchen geht, die ihre Träume wahr machen, dürfen natürlich die "Good Night Stories for Rebel Girls" von Elena Favilli und Francesca Cavallo nicht fehlen. Ich habe über Band 1 und Band 2 sowie über das neue Postkartenset bereits ausführlich berichtet. Der Hanser Verlag empfiehlt beide Bände ab 12 Jahren. Für etwas ältere Leser*innen bieten sich auch die Porträts unerschrockener Frauen der berühmten französischen Comiczeichnerin Pénélope Bagieu an. Auch von "Unerschrocken" gibt es bereits zwei Bände, die ich euch in diesem Blogbeitrag vorgestellt habe. Die je 15 Proträts sind ausführlicher als die Gute-Nacht-Geschichten der Rebel Girls und daher auch eher für ältere Jugendliche oder Erwachsene zu empfehlen. Gleichberechtigung, Vereinbarkeit und Empanzipation als Thema in Büchern für Erwachsene Wenn es in einem Buch um die Autorin und Philosophin Simone de Beauvoir geht, ist klar, dass es auch um die Gleichstellung der Geschlechter geht, um einen radikal emanzipierten Lebensstil, um die freie Liebe. Denn sie war eben nicht nur die Partnerin von Jean-Paul Sartre, sondern eigenständige Denkerin und eine Ikone des Feminismus. Das beschreibt uns Julia Korbik in ihrem Sachbuch "Oh, Simone!" so überzeugend, dass wir nicht nur richtig Lust bekommen, Simone de Beauvoir und ihre Romane wiederzuentdecken, sondern auch angeregt werden, kritisch zu denken und unser Leben selbstbestimmt und unabhängig zu führen. Philosophie können natürlich nicht nur Französinnen. Vanessa Sonder und Patrizia Hausheer stehen den feministischen Vorreiterinnen in ihren philosophischen Bargesprächen in nichts nach. In "Was soll das alles" haben die beiden Philosophinnen ihre Gespräche über den Sin des Lebens, die Selbstverwirklichung, die Liebe und andere grosse Fragen des Lebens festgehalten. Ein kleines Bändchen aus dem Schweizer Arisverlag, das zum Mitdenken und Weiterspinnen einlädt. Wer Lust auf mehr hat, kann die beiden ab jetzt auch regelmässig in ihrer Kolumne in der NZZ entdecken. Wir bleiben in der Schweiz, werfen aber mit "Zehn unbekümmerte Anarchistinnen" von Daniel de Roulet einen Blick zurück ins 19. Jahrhundert. Verständlich, dass damals ein unabhängiges und gleichgestelltes Leben für Frauen in der Schweiz noch viel schwieriger war, sowohl aufgrund der wirtschaftlichen Voraussetzungen als auch des vorherrschenden politischen Konservativismus. So ergeht es auch zehn Frauen in der Uhrenstadt Saint-Imier: Inspiriert von den Freiheitsideen der Antiautoritären Internationalen wandern sie nach Südamerika aus, um sich dort ein selbstbestimmtes Leben aufzubauen. Die Realität zeigt allerdings schnell, dass sie in Patagonien nicht nur mit dem rauen Wind, sondern auch mit den dortigen patriarchalen Strukturen zu kämpfen haben. Wie ihnen ein Leben in Freiheit gelingt, zeichnet Daniel de Roulet aufgrund historischer Dokumente und mithilfe seiner Vorstellungskraft eindrücklich nach. Für schwarze Frauen in den USA der 1960er-Jahre ging es nicht nur um den Kampf für die Gleichstellung und Emanzipation unter den Geschlechtern, sondern zusätzlich um den Kampf um die Bürgerrechte und damit verbunden die Frage, ob die Liebe wirklich keine Farben kennt. In diesem Spannungsfeld der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung spielen die Erzählungen - oder neudeutsch Storys - der verstorbenen Theater- und Drehbuchautorin Kathleen Collins. Was für ein Glück, dass ihre Tochter Nina diese Erzählungen 18 Jahre nach ihrem Tod entdeckt und zur Veröffentlichung gebracht hat! Die Storys in "Nur einmal" lassen uns erahnen, was für eine besondere Frau Kathleen Collins war, und bedauern, dass sie viel zu früh aus dem Leben gerissen wurde. Bei den Stichwörtern Gleichstellung und Hautfarbe kommt mir auch gleich Chimamanda Ngozi Adichie in den Sinn, die neben ihren preisgekrönten Romanen wie "Americanah" oder "Blauer Hibiskus" auch Kurzgeschichten schreibt und sich regelmässig öffentlich zum Thema Feminismus äussert. So zum Beispiel im TED-Talk, der auch dem Buch "Mehr Feminismus! Ein Manifest und vier Stories" zugrunde liegt. Oder in ihrem Brief "Liebe Ijeawele..." an eine Freundin mit 15 Ratschlägen wie eine feministische Erziehung gelingen kann. Apropos Feminismus: Wer lieber Feministisches hört als liest, dem seien hier drei Podcasts empfohlen: Passierte Tomaten - Podcast der taz zu feministischen Streitthemen Good Night Stories for Rebel Girls - der Podcast (auf Englisch) Kafi am Freitag - Podcast von Kafi Freitag und Sara Satir (auf Schweizerdeutsch, Achtung: Vill Ziit und Sinn für Humor mitbringe! ;-) ) Mehr Bücher über starke Mädchen und Frauen, feministische Literatur und Sachbücher findet ihr auch bei MINT & MALVE auf Pinterest. Herzlichen Dank für die Rezensionsexemplare an: Arisverlag, Kampa Verlag, kunstanstifter, NordSüd Verlag, Reprodukt und Hanser Verlag. Die übrigen Bücher sind selbstgekauft. Like it? Pin it! Magst du diesen Blogbeitrag oder einzelne Buchtipps daraus? Dann freue ich mich sehr, wenn du diesen Pin auf Pinterest teilst!
- Ein Traum in Grün
Was, wenn Mama plötzlich arbeitslos wird? Dieser Frage geht Leonora Leitl in ihrem Kinderbuch "Königin für eine Nacht" einfühlsam, mit viel Witz und fern von veralteten Geschlechterklischees nach. Kann ein Buch über Arbeitslosigkeit tatsächlich witzig sein? Ja, das kann es! Leonora Leitls "Königin für eine Nacht" ist der beste Beweis dafür. Im Kern geht es natürlich darum, dass die Mama von Frida, Ida und Fritzi traurig ist über den Verlust ihrer Arbeit als Biologin, sehr traurig sogar. Aber die Autorin und Illustratorin aus Österreich nähert sich der schwierigen Sachlage mit viel Sprach- und Bildwitz und kindlicher Logik: Wenn Mama Roberta sagt, sie habe ihre Arbeit verloren, dann liegt ja nichts näher, als diese verflixte Arbeit erst mal zu suchen - im Kühlschrank, in der Wäsche oder unter den Zeitungen. Von Traurigkeit und Schwermut Auch, dass Mamas Kollege so lange an ihrem Sessel gesägt habe, bis er ihre Stelle bekommen hat, stellen sich die Kinder ganz wörtlich vor. Äusserst behutsam und anschaulich erklärt Leonora Leitl, was Traurigkeit ist, wie sich Schwermut anfühlt und wie sich diese Gefühle auf Mamas Alltag und schliesslich auf den der gesamten Familie auswirken: Es ist weniger Geld da, Urlaub verbringt die Familie nun im Garten, Frida und Ida gehen nicht mehr in den Hort und Bücher gibt es fortan nur noch aus der Bibliothek. Träume wahr werden lassen Der deprimierende Gang zum Arbeitsamt gibt schliesslich den Ausschlag, dass Roberta Tannenbaum sich selbst aus ihrer misslichen Lage befreien möchte. "Die Herrin der Wanzen" macht sich dank der Motivation und Unterstützung ihrer Familie als Gärtnerin selbständig. Was die neue Selbständigkeit mit dem Kaktus "Königin der Nacht" zu tun hat, müsst ihr selbst herausfinden! Erfrischend klischeefrei "Königin für eine Nacht" ist in mehrerlei Hinsicht frei von Geschlechterklischees: Dass Mama und Papa arbeiten und ihre Arbeit lieben, ist ganz selbstverständlich. Der Papa arbeitet zudem in einem oft weiblich besetzten - und vergleichsweise schlecht bezahlten - Beruf als Kindergärtner. Frida, Ida und Fritzi sind weitgehend genderneutral gekleidet, was sicherlich auch der Farbwahl im gesamten Buch - Grün und Rot dominieren - zu verdanken ist. Blühende Illustrationskunst Auch gestalterisch bin ich ein grosser Fan von Leonora Leitls Werk. Sie kombiniert meistens eine seitenfüllende Illustration mit einer Textseite, auf der weitere kleine Szenen abgebildet sind. Satte Farbflächen ergänzen sich mit feinen Strukturen - gezeichnet mit Bleistift, scheinbar gedruckt oder im Stile von Collagen. Wunderbar eingefasst ist der Inhalt durch den Einband mit Leinenrücken und Prägedruck auf dem Cover. Fazit Ihr merkt es, ich bin begeistert von "Königin für eine Nacht" von Leonora Leitl. Es ist sowohl erzählerisch als auch gestalterisch ein Kunstwerk! Das Kinderbuch überzeugt nicht zuletzt durch die aussergewöhnliche Themenwahl und die klischeefreie Umsetzung. Ein Buch, das ich Kindern ab ca. 4 Jahren von Herzen empfehle! PS: Herzlichen Dank an den Verlag kunstanstifter für das Rezensionsexemplar. Die Fakten Königin für eine Nacht Leonora Leitl kunstanstifter 32 Seiten Erschienen im Januar 2019 ISBN: 978-3-942795-73-9 Ab 5 Jahren Website von Leonora Leitl Like it? Pin it! Magst du diesen klischeefreien Kinderbuchtipp? Dann merke dir den Pin auf Pinterest! Du hilfst damit, dieses Buch und meinen Blog sichtbarer zu machen, danke!
- Bücher, Liebe, Wien
So eine Reise nach Wien will gut vorbereitet sein. Literarisch natürlich. Ich habe mir passend zu Reiseziel und Jahreszeit Petra Hartliebs "Wenn es Frühling wird in Wien" ausgesucht. Wie es mir gefallen hat? Lest selbst! Wien zu Zeiten Arthur Schnitzlers Petra Hartlieb (ihr kennt sie bestimmt von "Meine wundervolle Buchhandlung") nimmt uns in diesem Roman mit ins Wien des Jahres 1912. Zu dieser Zeit lebte in Wien der berühmte Schriftsteller Arthur Schnitzler - vielen aus Schulzeiten bestens bekannt durch "Fräulein Else". Bei ebendiesem Herrn Schnitzler arbeitet im Buch die fiktive Marie als Kindermädchen. Die junge Frau ist vom Hof ihrer Eltern in Oberösterreich geflohen und sucht nun ihr Glück in der Hauptstadt. Nicht nur in Bezug auf ihre neue Anstellung in gutem Hause mit zwei süssen Kindern und einer netten Köchin scheint Marie eine Glückssträhne zu haben. Sie trifft auch noch auf den Buchhändler Oskar und verliebt sich Hals über Kopf. Doch ob diese Liebe zweier Mittellosen wirklich eine Zukunft hat? Das erfahrt ihr in "Wenn es Frühling wird in Wien". Zurück in die Vorkriegszeit Die österreichische Autorin verwebt die fiktive Liebesgeschichte zwischen Marie und Oskar geschickt mit historischen Ereignissen (wie dem Untergang der Titanic), historischen Persönlichkeiten (wie dem genannten Arthur Schnitzler) und historischen Gegebenheiten der Belle Époque. So erfahren wir nicht nur etwas über die Lebensweise gut situierter Schriftsteller, sondern auch über das grosse Gefälle zwischen Arm und Reich und den Kampf der weniger Begüterten um eine gesicherte Existenz. Wir kriegen am Rande mit, wie hart es damals Frauen traf, die ungewollt schwanger wurden oder wie schwierig es war, als Frau ein Unternehmen zu führen - erst recht, wenn diese Frau auch noch Frauen liebte. Und gleichzeitig werfen wir einen scheuen Blick in die gehobene Gesellschaft, die sich im k. k. Hofburgtheater Schnitzlers Werke anschaut oder im k. k. Hof-Operntheater den Arien berühmter Opernsänger lauscht, um sich danach im Hotel Sacher einen Absacker zu gönnen. Historisch verankert Dem Nachwort entnehmen wir, dass Petra Hartlieb für den historischen Rahmen ihres Romans ausführlich recherchiert hat. Alte Zeitschriften, Theaterprogramme, Kritiken, Werbeanzeigen und mehr dienten ihr als Quellen und Inspiration. Und der Clou? Die Buchhandlung von Friedrich Stock - Oskars Chef - an der Währinger Strasse 122 gab es wirklich. Oder besser gesagt: Es gibt sie noch! Heute befindet sich in den Räumlichkeiten die Buchhandlung Hartliebs Bücher. Wie Petra Hartlieb und ihr Mann 2004 zur Buchhandlung kamen, erfahrt ihr im eingangs erwähnten Buch "Meine wundervolle Buchhandlung". Fazit Mögt ihr Romane, die Fiktion und historische Fakten mischen? Und lest ihr gerne Geschichten darüber, wie Frauen in früheren Zeiten lebten und kämpften - um ihre Existenz, ihre Liebe, ihre Rechte? Dann kann ich euch Petra Hartliebs "Wenn es Frühling wird in Wien" wärmstens empfehlen. Der flüssig geschriebene Roman erzählt nicht bloss eine Liebesgeschichte, sondern ist auch eine Liebeserklärung an - wie könnte es bei Petra Hartlieb anders sein - Bücher und das Lesen. PS: Und wisst ihr das Beste? Im Mai geht es weiter mit Marie. Dann erscheint nämlich der Folgeband "Sommer in Wien"! Die Fakten Wenn es Frühling wird in Wien Petra Hartlieb Dumont 176 Seiten Erschienen am 19.02.2018 ISBN: 978-3-8321-9848-0 Leseprobe und Bestellung bei Dumont Website von Petra Hartlieb Like it? Pin it? Magst du diesen Buchtipp? Dann freue ich mich sehr, wenn du ihn dir auf Pinterest merkst.
- Ab in den Garten!
(Werbung/Verlosung) Langsam, aber sicher ist der Frühling da und damit die Lust, sich im Garten auszutoben. Ganz wunderbare Ideen für den Garten (und den Balkon) liefert Gesa Sander mit ihrem Buch "KinderGarten". Ich darf 2 Exemplare an euch verlosen! Kaum haben die Krokusse ihre leuchtenden Blüten ausgestreckt, kam bei uns schon wieder die Lust zum Gärtnern auf. Geht es euch auch so? Mit einigem, wie dem Aussähen von Sommerblumen mussten wir uns aber noch etwas gedulden. Da haben wir uns die Zeit mit den Experimenten von "Kinder Garten" vertrieben und haben zum Beispiel magische Bohnenkeime "gesetzt". Das geht mit den Kindern ideal und sie können hautnah miterleben, wie innert weniger Tage aus einer Bohne eine Pflanze wird. Gleichzeitig haben wir so manches Gemüse (Rüebli, Kartoffeln, Randen, Kohl, Tomaten und mehr) im Haus vorgezogen, damit wir Ende März/Anfang April dann bereit sind, um die Keimlinge ins Freie zu pflanzen. Pflanzen, Rezepte, Bastelprojekte und mehr Jetzt, wo die Narzissen und Forsithyen unsere Gärten gelb leuchten lassen, gibt es nämlich schon einiges zu tun im Garten. Was das ist, erfahren wir in Gesa Sanders "KinderGarten" in der Übersicht der Aufgaben im ganzen Gartenjahr sowie im Pflanz-, Blüh- und Erntekalender. Gesa Sander führt Junggärtnerinnen und Junggärtner mit "KinderGarten" mit viel Lust an der Natur ans Gärtnern heran. Vom Kreislauf der Natur, über die Entwicklung vom Korn zum Leben, die Erklärung der verschiedenen Gartenwerkzeuge, bis zum natürlichen Düngen und Kompostieren vermittelt sie einfach und verständlich viel Sachwissen über Pflanzen und Tiere in unseren Gärten oder auf dem Balkon. Neben der Sachkunde über Gemüse, Obst, Kräuter, Blumen und Tiere, finden wir in "KinderGarten" leckere Rezepte, Bastelprojekte und Experimente. Diese können ältere Kinder und Jugendliche selber umsetzen. Auch jüngere Kinder haben mit Unterstützung der Erwachsenen schon viel Spass daran und entdecken so spielerisch die Natur. Lust auf Farbe, Vielfalt und Nachhaltigkeit Das Buch bietet nicht nur ein Sammelsurium an Wissen, Tipps und Ideen für Aussaht, Ernte und Verwertung des Gepflanzten. Es inspiriert auch mit den wunderschönen Bildern von Julia Hoersch und zieht uns magisch hinaus in die wilde, bunte, lebendige Natur. Besonders gefällt mir an "KinderGarten" neben der Aufmachung, dass es die Sensibilität für Nachhaltigkeit und Biodiversität wie selbstverständlich fördert. Anzuchttöpfe sind aus kompostierbaren Eierkartons, gedüngt wird natürlich und nützlichen Lebewesen wie dem Ohrwurm wird neuer Lebensraum geboten (er bedankt sich dafür bei uns mit dem Verspeisen lästiger Blattläuse). Fazit "KinderGarten" von Autorin Gesa Sander und Fotografin Julia Hoersch ist DAS Sachbuch für junge Gärtnerinnen und Gärtner. Mit dem kindgerecht vermittelten Wissen über Pflanzen und Tiere im Garten (oder auf dem Balkon) und den wunderschönen, farbenprächtigen Bildern macht es Gross und Klein so richtig Lust aufs Gärtnern, aufs Wühlen in der frischen Erde, aufs Anpflanzen, aufs Beobachten beim Gedeihen, aufs Ernten, Backen, Kochen, Basteln und Experimentieren mit den natürlichen Produkten aus dem Garten. PS: Kein Wunder, hat das Buch bereits den Gartenbuchpreis 2019 eingeheimst: In der Kategorie "Bestes Gartenbuch für Kinder" belegt es den 2. Platz. Die Fakten KinderGarten Gesa Sander (Text) Julia Hoersch (Fotos) AT Verlag 184 Seiten Erschienen am 25.02.2019 ISBN: 978-3-03800-069-3 Altersempfehlung: 8-16 Jahre Leseprobe und Bestellung beim AT Verlag Weitere Bücher von Gesa Sander und Julia Hoersch: Kinder, an den Herd! Kinder, kocht! Kinder-Party-Küche VERLOSUNG: 2 x 1 Exemplar von "KinderGarten" gewinnen! Auf der Facebook-Seite von MINT & MALVE und auf dem Instagramaccount @mintundmalve könnt ihr ab Montag, 8. April 2019, je 1 Exemplar von "KinderGarten" gewinnen. Die Verlosung dauert bis Donnerstag, 11. April 2019. Alle weiteren Informationen zum Gewinnspiel findet ihr im Facebook-Post bzw. im Instagram-Post. Viel Glück! Eure Eliane PS: Herzlichen Dank an den AT Verlag für das Rezensionsexemplar und die beiden Verlosungsexemplare. Like it? Pin it! Magst du diesen Buchtipp?Dann freue ich mich besonders, wenn du ihn dir auf Pinterest merkst.
- Rebellische Post verschicken
(Werbung/Verlosung) Ihr habt euch vorgenommen, wieder mehr Briefe zu schreiben oder Postkarten zu verschicken? Super! Dann kommt das Postkartenset von "Good Night Stories for Rebel Girls" wie gerufen! Ein Traum wird wahr Ich weiss noch, was ich mir gewünscht habe, als Band 1 der "Good Night Stories for Rebel Girls" erschienen ist: Dass es die Portraits dieser starken, unerschrockenen, wilden, kämpferischen und inspirierenden Mädchen und Frauen als Postkarten oder als Bilder für an die Wand gäbe. Und siehe da, zwei Jahre später ist der Wunsch wahr geworden! Nach Band 1 und Band 2 hat der Hanser Verlag nun auch das Postkartenset der "Good Night Stories for Rebel Girls" auf Deutsch veröffentlicht. Starke Frauen aus aller Welt Es enthält 50 Portraits aus den beiden Büchern: Von Michelle Obama und Hillary Clinton, über Mae Jemison, Maya Angelou und Ashley Fiolek, bis zu Frida Kahlo, Wang Zhenyi und Malala Yousafzai. Das Set versammelt also wiederum eine bunte Mischung starker Mädchen und Frauen aus aller Welt, verschiedenster Epochen, unterschiedlicher Religionen und mit ganz unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern. Die Postkarten sind aus sehr stabilem Papier, die Ecken elegant abgerundet. Eine Kürzestbiografie auf der Rückseite stellt die abgebildete Frau jeweils kurz vor. Die Karten sind unterteilt in die fünf Rubriken der Siegerinnen, Künstlerinnen, Anführerinnen, Pionierinnen und Kämpferinnen. Diese Kategorisierung mag etwas künstlich erscheinen, kann doch auch eine Künstlerin eine Kämpferin oder Pionierin sein, aber sie hilft beim Wiederfinden der Postkarten oder vereinfacht die Suche nach der passenden Karte für die jeweilige Adressatin oder den jeweiligen Adressaten. Zudem warten diese Trennkarten mit den Rubriken mit motivierenden Zitaten der jeweiligen Frauen auf. So zum Beispiel den bekannten Ausspruch der Malerin Frida Kahlo: "Wozu brauche ich Füsse, wenn ich doch Flügel habe?" Fazit Die Postkarte von "Good Night Stories for Rebel Girls" bieten nicht einfach 50 schöne Porträts, sondern motivieren, inspirieren und bestärken mit den Kurzbeschrieben und Zitaten der abgebildeten Mädchen und Frauen. So sind sie ideal für die nächste rebellische Postkarte an eine Freundin, den Neffen oder das Patenkind. Und natürlich eignet sich das Set auch bestens als Geschenk! Tipp: Die Rebel Girls als Podcast Möchtet ihr die Rebel Girls nicht nur lesen, sondern hören? Dann abonniert ganz einfach den Podcast (auf Englisch). Die Fakten Good Night Stories for Rebel Girls - 50 Postkarten Elena Favilli, Francesca Cavallo Kai Bargmann (Übersetzung aus dem Englischen) Hanser Verlag Erschienen am 07.03.2019 ISBN: 978-3-446-26233-1 Ab 12 Jahren PS: Herzlichen Dank an den Hanser Verlag für das Rezensionsexemplar. Verlosung Ich kann zwar nicht das Postkartenset, aber dafür den nicht minder tollen Band 2 der "Good Night Stories for Rebel Girls" an euch verlosen. Herzlichen Dank für das Verlosungsexemplar an den Hanser Verlag! Die Verlosung findet ab dem 29. März 2019 auf der Facebook-Seite von MINT & MALVE statt. Da findet ihr auch die detaillierten Teilnahmebedingungen. Viel Glück! Like it? Pin it! Magst du diesen Geschenktipp? Dann freue ich mich sehr, wenn du dir die Idee auf Pinterest merkst.
- Lügen haben platte Reifen
Der Schweizer Autor Simon Libsig begeistert mit seinem zweiten Roman "Der Velodieb, der unters Auto kam". Es ist die Geschichte eines Taugenichts, der in der Kleinstadt Baden sein Glück sucht. Frederik Dubois ist ein Versager, wie er im Buche steht: Sein Medizinstudium hat er verhauen, das Jusstudium abgebrochen, seine Miete in einer Zürcher WG kann er nicht mehr bezahlen und auf dem Bankkonto klafft eine gähnende Lücke. Seine Eltern dürfen das aber auf keinen Fall erfahren, sie wären zu Tode betrübt. Im Westen nichts Neues? Also flunkert Frederik seinen Eltern per Brief vor, es laufe prima im Studium und im Privatleben. Gleichzeitig macht er sich in Richtung Westen auf, um sein Glück in der Schweizer Kleinstadt Baden zu suchen. In der Stadt also, in der ich auch einige Jahre gelebt habe und die ich ab und zu schon vermisse: Die engen Gassen, das Kopfsteinpflaster, die Limmatpromenade, den Stadtturm, das kulturelle Angebot... Nur hielt sich Frederik Dubois einige Jahrzehnte vor mir in Baden auf, als das Fahrrad - oder eben das Velo - das Strassenbild noch dominierte und Autos eine Ausnahmeerscheinung waren, die hohen Tieren wie Stadtrat Dürr oder coolen, reichen Söhnen vorbehalten waren. Kurz und gut: Frederik Dubois quartiert sich also bei der Schlummermutter Frau Holenstein ein. Nur wird diese immer ungemütlicher, weil er nicht mal eine Anzahlung für das Zimmer leisten kann. Es muss also schleunigst ein Job her. Diesen findet er wie durch ein Wunder bei Schlosser Hauenstein, der aber keinen Vorschuss locker machen möchte und sich ziert, seinem neuen Gehilfen den ersten Lohn auszuzahlen. Frederik geht trotzdem weiter zur Arbeit, denn Hauensteins Tochter Elly hat es ihm angetan und mit Schlossermeister Hauenstein ist nicht gut Kirschen essen. Auf der schiefen Bahn Da bei seinem Broterwerb vorläufig keine Kohle rausspringt, erschliesst Frederik eine andere Einnahmequelle: Er klaut Velos, um sie ihrer Schläuche zu berauben, denn die sind gerade Mangelware und lassen sich über den lokalen Velohändler bestens verkaufen. Eins der geklauten Fahrräder gehört Stadtrat Dürr und beherbergt wertvolles, weisses Pulver. So wird der nichtsahnende Velodieb in die illegalen Machenschaften des Stadtrats verwickelt. Und das könnte böse Folgen haben, denn Stadtrat Dürr führt ein Doppelleben und um dieses zu schützen, setzt er die Stadtpolizei auf das geklaute Velo mit der wertvollen Fracht an. Gleichzeitig schickt sein Zürcher Auftraggeber einen Auftragsmörder nach Baden, um Dürr unter Druck zu setzen und möglichst schnell in Besitz des weissen Pulvers zu kommen. Ihr seht, in diesem rasanten Roman mit einigem Lokalkolorit ist alles und jeder irgendwie miteinander verbandelt - wie das in einer kleinen Stadt eben so ist. Die kriminellen Energien, politischen Ränkespiele und gefühlstechnischen Achterbahnfahrten ihrer Bewohnerinnen und Bewohner tun ihr übriges, um das Buch zur spannenden und witzigen Kriminalgeschichte zu machen. Ausserdem ist das Buch aus dem neu gegründeten "LIBRIUM, DER VERLAG" ein gestalterisches Kunstwerk: Sei es das schimmernde Cover, das strukturierte Vorsatzpapier oder die Fadenbindung. Hier passt alles zusammen. Fazit "Der Velodieb, der unters Auto kam" von Simon Libsig ist allen Leserinnen und Lesern zu empfehlen, die es gerne spannend, ironisch, teils entlarvend und sehr witzig mögen. Wer dann noch Bezug zur Stadt Baden hat oder gerne mit dem Velo unterwegs ist, muss das wunderschön gestaltete Buch unbedingt haben - oder verschenken! Die Fakten Der Velodieb, der unters Auto kam Simon Libsig Librium Bücher 141 Seiten Erscheinungsjahr: 2018 ISBN: 978-3-9525046-0-4 Website von Simon Libsig Like it? Pin it! Du magst diesen Buchtipp? Dann freue ich mich, wenn du ihn dir als Pin auf Pinterest merkst.
- Vom Unsinn von Kriegen
"Das schönste Buch, das ich je gesehen habe", so das Urteil meiner Tochter zu "Irgendein Berg" von Fran Pintadera und Txell Darné. Aber das Bilderbuch ist nicht nur schön, denn es behandelt ein ernstes Thema. Alles ist gut In "Irgendein Berg" entführen uns der Autor Fran Pintadera und die Illustratorin Txell Darné in ein Land voller Berge und glücklicher Leute. Die einen wohnen in einem Dorf auf dem Berg und geniessen Wind, Sonne und die wunderbare Aussicht. Die anderen leben genauso glücklich in einem Dorf unten im Tal mit ihrem Fluss und den fruchtbaren Gärten. Die Menschen oben wie unten sind glücklich und überzeugt, im schönsten Dorf der Welt zu leben. Sie beschliessen, ihre wunderschönen Dörfer mit einem grossen Fest zu feiern. Oder doch nicht? Zuerst feiern alle glücklich und zufrieden, aber als die Leute im Tal ein Feuerwerk anzünden, verdirbt der aufsteigende Rauch den Leuten auf dem Berg ihr Fest. Wütend wollen sich die Bergbewohner am anderen Dorf rächen und bringen so den Stein, der schliesslich zum Krieg führt, ins Rollen. Der Krieg zerstört alles, unten wie oben. Was bleibt, ist eine verwüstete Landschaft und Stille. Traurig, aber schön Das klingt erstmal traurig, ja, richtig deprimierend. Und das ist die Handlung im zweiten Teil des Buches tatsächlich, weil sie uns vor Augen führt, wie sinnlos Krieg ist, welch absurde "Gründe" zu Krieg führen können und wie sinnvoll es im Gegenteil wäre, Kriege zu verhindern. Das Bilderbuch für Kinder ab 4 Jahren bietet also eine wunderbare Gelegenheit, um über gewaltsame Konflikte ins Gespräch zu kommen und darüber, wie wichtig es ist, über den eigenen Gartenzaun hinweg zu blicken, miteinander ins Gespräch zu kommen, einander auf Augenhöhe zu begegnen. Tatsächlich wunderschön sind im Kontrast zur aufwühlenden Handlung die Illustrationen der katalanischen Künstlerin Txell Darné. Die Collagen haben teils fast 3D-Effekte, so dass wir das Gefühl haben, die Struktur der Strickmütze auch fühlen zu können, das Papier der Drachen knistern zu hören oder von den glänzenden Stahlhelmen der Soldaten geblendet zu werden. Besonders gefällt mir auch, dass Darné Papierschnipsel aus Heftern und Büchern verwendet und sie zu Bergen werden lässt. Fazit "Irgendein Berg" von Fran Pintadera und Txell Darné ist ein ausserordentlich schön gestaltetes Bilderbuch über zwei glückliche Dörfer, die sich gegenseitig ins Unglück stürzen und das eigentlich ohne Grund. Es ist ein Kinderbuch, um mit Kindern ab 4 Jahren über Streit, Gewalt und Krieg ins Gespräch zu kommen und sich bewusst zu machen, wie gut wir es haben und dass wir uns den Frieden gemeinsam bewahren sollten. Herzlichen Dank an den Peter Hammer Verlag für das Rezensionsexemplar. Die Fakten Irgendein Berg Fran Pintadera (Text) Txell Darné (Illustration) Silvia Bartholl (Übersetzung aus dem Spanischen) Peter Hammer Verlag 32 Seiten Erschienen im Juli 2018 ISBN: 978-3-7795-0599-0 Ab 4 Jahren Blick ins Buch und Bestellung auf der Website vom Peter Hammer Verlag Website von Txell Darné Website von Fran Pintadera Like it? Pin it! Magst du diesen Buchtipp? Dann freue ich mich sehr, wenn du ihn dir auf deiner Pinnwand merkst.

















